Gáldar – wo die Geschichte Gran Canarias begann
Gáldar war einmal das Zentrum der Welt – zumindest der Welt Gran Canarias vor der spanischen Conquista. Die Hauptstadt des westlichen Guanchen-Königreichs liegt an der Nordküste der Insel, und unter ihren Straßen und Häusern liegen die Überreste einer Hochkultur, die erst durch die spanische Eroberung 1483 ein Ende fand. Heute ist Gáldar vor allem für ein einziges Zeugnis dieser Zeit bekannt: die Cueva Pintada – eine Höhle mit geometrischen Wandmalereien der Guanchen, die zu den bedeutendsten archäologischen Funden der Kanarischen Inseln gehört.

Gáldar – auf einen Blick
| Einwohner | ~24.000 |
|---|---|
| Lage | Nordküste Gran Canarias; ca. 25 km von Las Palmas |
| Höhe | ~183 m ü.M. |
| Entfernung Flughafen LPA | ~35 Minuten auf GC-2 |
| Wahrzeichen | Cueva Pintada; Iglesia de Santiago de los Caballeros |
| Geschichte | Ehemalige Hauptstadt des westlichen Guanchen-Königreichs |
| Busverbindung | Global Linie 103 (Las Palmas → Gáldar); alle 20–30 Min.; ~45 Min. |

Cueva Pintada – Höhlenmalereien der Guanchen
Die Cueva Pintada ist das archäologische Herzstück Gáldars – und einer der bedeutendsten Befunde prähistorischer Wandmalereien in ganz Europa. Entdeckt 1873, dann jahrzehntelang der freien Bewitterung ausgesetzt, ist die Höhle heute in einem modernen Museumsgebäude (Parque Arqueológico) erhalten und zugänglich. Die geometrischen Malereien – Kreise, Halbkreise, Rechtecke in Rot, Weiß und Schwarz – sind von außergewöhnlicher Qualität und geben Rätsel auf: Ihre genaue Bedeutung ist bis heute nicht vollständig entschlüsselt.

| Öffnungszeiten | Dienstag bis Samstag ca. 10:00–18:00 Uhr, sonntags ca. 10:00–15:00 Uhr; montags geschlossen. Feiertags gelten teilweise abweichende Zeiten. |
|---|---|
| Ruhetag | Montag |
| Eintritt | Erwachsene kostenpflichtig, Kinder und Jugendliche teilweise frei; aktuelle Preise vor dem Besuch prüfen |
| Website | cuevapintada.com |
| Tipp | Besucherzahlen sind begrenzt. Eine Online-Reservierung wird dringend empfohlen. |
Iglesia de Santiago de los Caballeros
Die Pfarrkirche Gáldars aus dem 18. Jahrhundert birgt eine Besonderheit: Das grüne Taufbecken (Pila Bautismal), in dem laut Überlieferung der letzte Guanarteme (König) Gran Canarias getauft wurde – eines der ersten Taufbecken der Ureinwohner auf der Insel. Die Kirche steht auf dem Gelände der ehemaligen Guanchen-Residenz und ist kostenlos zugänglich.
Der historische Drachenbaum (Drago de Gáldar)
Nur wenige Schritte von der Plaza de Santiago und dem Rathaus entfernt steht der berühmte Drago de Gáldar. Der alte kanarische Drachenbaum gehört zu den bekanntesten Naturdenkmälern im Norden Gran Canarias und ist eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. Ein kurzer Abstecher lässt sich ideal mit einem Rundgang durch die Altstadt verbinden.
Tumulo de la Guancha
Rund zwei Kilometer nördlich des Stadtzentrums befindet sich im Küstenort El Agujero das Túmulo de la Guancha – eine bedeutende Grabanlage der Guanchen aus dem 11. Jahrhundert. Die frei zugängliche Nekropole liegt direkt an der Küstenpromenade und vermittelt einen eindrucksvollen Einblick in die Bestattungskultur der Ureinwohner Gran Canarias.
Anfahrt und Parken
Mit dem Auto: GC-2 Richtung Nordwesten; ca. 30 Min. ab Las Palmas
Mit dem Bus: Global Linie 103 (Las Palmas → Gáldar); alle 20–30 Min.; ~45 Min.
Häufige Fragen
Was ist die Cueva Pintada?
Wie weit ist Gáldar von Las Palmas?
Muss man Tickets für die Cueva Pintada im Voraus buchen?
Lohnt sich Gáldar auch ohne Museumsbesuch?
Was kann man in der Umgebung von Gáldar unternehmen?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.


