Gran Canarias Strände: Für jeden den richtigen

Gran Canaria ist nicht „die Sonneninsel“ ohne Grund. Die Insel bietet eine Strandvielfalt, die in Europa ihresgleichen sucht: von kilometerlangen Goldstränden im Süden über türkisblaue Kunstbuchten im Südwesten bis zu schwarzen Vulkanstränden im Osten und dem einsamen, wilden Playa de Güigüí im unzugänglichen Westen. Kein Strand gleicht dem anderen – und genau das macht Gran Canaria zu einem der besten Strand-Reiseziele Europas.

Blick entlang der Playa de Maspalomas – einer der bekanntesten Strände Gran Canarias, direkt neben dem Naturschutzgebiet der Dünen.
Blick entlang der Playa de Maspalomas – einer der bekanntesten Strände Gran Canarias, direkt neben dem Naturschutzgebiet der Dünen.

Ob Familien mit Kleinkindern, Wassersnportler, FKK-Fans, Naturliebhaber oder Städtereisende: Es gibt einen perfekten Strand für jeden Reisestil. Dieser Überblick stellt die wichtigsten und schönsten Strände Gran Canarias vor – geordnet nach Charakter und Eignung, mit allen Infos für die Entscheidung.

Gran Canarias Strände auf einen Blick

StrandCharakter & Eignung
Playa de Las Canteras (Las Palmas)Stadtstrand, ~3 km Gold, Riff La Barra, ganzjährig; ideal für Städtereisende
Playa del Inglés (San Bartolomé)Breiter Touristenstrand, ~3 km, Übergang zu Maspalomas; FKK-Bereich im Südteil
Playa de Maspalomas (San Bartolomé)Naturnah, Dünen, Faro de Maspalomas, Schutzgebiet; für Naturliebhaber
Playa de Puerto Rico (Mogán)Künstliche Bucht, windgeschützt, Familiengeeignet, Wassersport-Eldorado
Playa Amadores (Mogán)Türkisblaue Kunstbucht, 400 m, ruhig, Musik verboten; ideal für Paare
Playa de Güigüí (La Aldea)Abgelegenster Strand GC, dunkler Sand, 5 h Wanderung oder Boot; nur Erfahrene
Playa de Melenara (Telde)Schwarzer Vulkansand, FKK-Bereich, einheimische Atmosphäre; Geheimtipp
Playa de Las Nieves (Agaete)Grauer Kies, hafennah, authentisch; kein Touristenstrand
Playa del Cabrón (Agüimes)Bestes Tauchrevier GC, Meeresschutzgebiet; für Taucher und Schnorchler

Die Strände im Süden: Sonne, Sand und Tourismusinfrastruktur

Der Süden Gran Canarias ist das klassische Strandpanorama der Insel: ~260 bis 300 Sonnentage pro Jahr, trockenes Klima, warmes Wasser und eine gut ausgebaute Tourismusinfrastruktur. Die drei großen Strände des Südens – Playa del Inglés, Playa de Maspalomas und die benachbarte Charca-Lagune – bilden zusammen ein Strandparadies von rund sieben Kilometern Länge.

Der weite Strand der Playa del Inglés – zusammen mit Maspalomas einer der längsten zusammenhängenden Sandstrände der Kanaren.
Der weite Strand der Playa del Inglés – zusammen mit Maspalomas einer der längsten zusammenhängenden Sandstrände der Kanaren.

Playa del Inglés

Der berühmteste Strand Gran Canarias: Rund 3 Kilometer langer Sandstrand mit flach abfallendem Ufer, familienfreundlich und im südlichen Abschnitt mit FKK-Bereich sowie direktem Übergang zu den Dünen von Maspalomas. Eine ausgezeichnete Infrastruktur und internationales Flair machen ihn zu einem der beliebtesten Strände der Insel.

Playa de Maspalomas

Der naturnahste Strand des Südens: Direkt an den Dünen, mit der Charca-Lagune als Vogelschutzgebiet und dem ikonischen Leuchtturm Faro de Maspalomas. Reserva Natural Especial – Schutzgebiet, Wildcampen und Feuer verboten.

Die Strände im Südwesten: Türkisblaue Kunstbuchten

Puerto Rico und Amadores sind die künstlichsten – und gleichzeitig in mancher Hinsicht die attraktivsten – Strände Gran Canarias. Beide wurden in den 1970er Jahren angelegt und seither mehrfach aufgespült. Beide bieten durch ihre Schutzbauten ganzjährig ruhiges Wasser.

Die künstlich angelegte Strandbucht Playa de Puerto Rico – windgeschützt, familienfreundlich und Ausgangspunkt für Wassersport.
Die künstlich angelegte Strandbucht Playa de Puerto Rico – windgeschützt, familienfreundlich und Ausgangspunkt für Wassersport.

Playa de Puerto Rico

250 m, windgeschützte Bucht, ideales Flachwasser für Familien. Wassersport-Paradies: Segeln, Hochseefischen, Tauchen, Delfine und Wale vor der Küste. Lebhafte Promenade.

Playa Amadores

400 m, türkisblaues Wasser, weißer Muschelsand, ruhige Atmosphäre (Musik und Ballspielen verboten). 1-km-Promenade direkt nach Puerto Rico. Ideal für Paare und ruhesuchende Familien.

Der Stadtstrand im Norden: Playa de Las Canteras

Die Playa de Las Canteras in Las Palmas ist ein eigenes Kapitel: kein Ferienresort, sondern echter Stadtstand – direkt am Puls der Inselhauptstadt. Ca. 3 km Goldsand, das natürliche Vulkanriff La Barra als Wellenbrecher, eine lebendige Promenade und das Surfparadies Cicer und Confital am südlichen und nördlichen Ende. Ganzjährig badetauglich, ganzjährig belebt.

Der schöne Stadtstrand der Playa de Las Canteras – mitten in Las Palmas, mit dem natürlichen Vulkanriff La Barra als Wellenbrecher.
Der schöne Stadtstrand der Playa de Las Canteras – mitten in Las Palmas, mit dem natürlichen Vulkanriff La Barra als Wellenbrecher.

Die wilden Strände: Güigüí, Melenara, Güigüí Chico

Wer Gran Canaria abseits der Tourismusinfrastruktur erleben will, findet im Westen und Osten der Insel Strände, die von einer anderen Welt zu erzählen scheinen.

Playa de Güigüí

Der abgelegenste Strand Gran Canarias: dunkler Sand, steile Basaltklippen und eine beeindruckende Naturkulisse fernab jeder touristischen Infrastruktur. Er ist nur über eine anspruchsvolle Wanderung (ca. 10,5 km, rund 5 – 6 Stunden hin und zurück) oder per Boot erreichbar. Vor Ort gibt es weder Kioske noch Toiletten oder Schattenplätze – ausreichend Trinkwasser, Sonnenschutz und Proviant gehören daher unbedingt ins Gepäck. Wildcampen und offenes Feuer sind verboten.

Blick über den grandiosen schwarzen Sandstrand an der Playa de Güigüí auf Gran Canaria
Schwarzer Sandstrand an der Playa de Güigüí auf Gran Canaria

Playa de Melenara

Feiner grauer bis dunkler Sand, ein FKK-Bereich im östlichen Abschnitt und eine entspannte Atmosphäre machen die Playa de Melenara zu einem der beliebtesten Strände der Einheimischen. Statt großer Hotelanlagen prägen Promenade, Restaurants und die markante Neptun-Statue im Meer das Bild.

Strände nach Reisestil

ReisestilEmpfohlener Strand
Familien mit KleinkindernPlaya de Puerto Rico, Playa Amadores
Paare & RuhesuchendePlaya Amadores, Playa de Maspalomas (Dünenbereich)
StädtereisendePlaya de Las Canteras (Las Palmas)
WassersportlerPlaya de Puerto Rico, Playa de Las Canteras (Cicer/Confital)
FKK-FansPlaya del Inglés Südteil, Playa de Maspalomas, Playa de Melenara
Taucher & SchnorchlerPlaya del Cabrón (Agüimes), La Barra (Las Canteras)
Naturliebhaber & WandererPlaya de Güigüí, Playa de Maspalomas
Einheimische AtmosphärePlaya de Melenara, Playa de Las Nieves (Agaete)

Sicherheit an den Stränden Gran Canarias

FlaggensystemGrün = sicher, Gelb = Vorsicht, Rot = Badeverbot – immer beachten
Punta de Maspalomas
Am Übergang zwischen Playa del Inglés und Maspalomas treffen häufig starke Strömungen aufeinander. Weht die rote Flagge, besteht absolutes Badeverbot – die Unterströmungen können selbst für geübte Schwimmer gefährlich werden.
Playa de GüigüíKein Mobilfunk, keine Rettung – nur für Erfahrene
NordostpassatKann an Nordküste und Cicer erheblichen Wellengang erzeugen
LeitungswasserDas Leitungswasser ist zwar gesundheitlich unbedenklich, schmeckt aufgrund der Entsalzung und Mineralisierung jedoch häufig ungewohnt. Zum Trinken empfiehlt sich Flaschenwasser.
Notruf112

Häufige Fragen zu den Stränden Gran Canarias

Welcher Strand Gran Canarias ist am besten für Familien?

Die Playa de Puerto Rico und die Playa Amadores sind die familienfreundlichsten Strände der Insel: windgeschützte Kunstbuchten mit ganzjährig ruhigem, flachem Wasser, feinem Sand und guter Infrastruktur. Beide liegen im Südwesten der Insel, Gemeinde Mogán.

Welcher Strand Gran Canarias ist am ruhigsten?

Die Playa Amadores gilt als ruhigster Touristenstrand der Insel – Musik und Ballspielen sind ausdrücklich verboten. Wer echte Einsamkeit sucht, findet sie nur an der Playa de Güigüí im Westen, die jedoch eine anspruchsvolle Wanderung oder Bootsfahrt erfordert.

Wann hat Gran Canaria die besten Strandverhältnisse?

Der Süden Gran Canarias ist das ganze Jahr über badetauglich – mit 260 bis 300 Sonnentagen und Wassertemperaturen zwischen 18 und 24 °C. Die Hauptsaison Oktober bis April bietet angenehme Temperaturen ohne die Hochsommerüberfüllung. Der Norden und die Westküste sind wetterabhängiger.

Gibt es auf Gran Canaria auch naturbelassene Strände ohne touristische Infrastruktur?

Ja. Vor allem im Westen und Norden der Insel finden sich ursprüngliche Strände wie die Playa de Güigüí oder kleinere Buchten an der Nordküste. Dort gibt es häufig weder Liegen noch Restaurants oder sanitäre Anlagen. Wer diese Strände besucht, sollte ausreichend Wasser, Sonnenschutz und Proviant mitbringen.

Worauf sollte man beim Baden an den Stränden Gran Canarias besonders achten?

Neben dem Flaggensystem verdienen vor allem die Strömungen an der Punta de Maspalomas besondere Aufmerksamkeit. Dort können starke Unterströmungen auftreten, selbst wenn das Meer ruhig wirkt. Warnhinweise der Rettungsschwimmer sollten deshalb immer beachtet werden. Besonders an naturbelassenen Stränden empfiehlt es sich außerdem, die Wetter- und Wellenbedingungen vor dem Baden zu prüfen.

Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juni 2026.

www.sunhikes.com