Unentdeckt und wild: Strände im Norden Gran Canarias
Der Norden Gran Canarias ist das Gegenteil von Maspalomas. Hier regiert der Nordostpassat, die Küste ist felsig, die Wellen sind größer, und die Strände haben eine Ursprünglichkeit bewahrt, die im Süden längst der Tourismusinfrastruktur gewichen ist. Das ist kein Nachteil – es ist ein Versprechen. Wer die Nordküste erkundet, findet Strände, an denen Einheimische picknicken, Fischer ihre Netze auslegen und selten ein Liegestuhl zu sehen ist.

Die Strände im Norden sind windiger und kühler als im Süden. Wasser und Wellen sind weniger berechenbar – Flaggen und Hinweisschilder immer beachten. Für Wellensurfer und alle, die die unberührte Nordküste erleben wollen, sind sie eine Entdeckung. Typisch für den Norden sind außerdem die zahlreichen Naturpools (Charcos bzw. Piscinas Naturales), die geschütztes Baden ermöglichen, während draußen oft die Brandung des Atlantiks tobt.
Die wichtigsten Strände im Norden
| Strand | Charakter |
|---|---|
| Playa de Las Canteras (Las Palmas) | Stadtstrand der Hauptstadt; 3 km; Naturriff La Barra schützt große Teile des Strandes; Surfer-Mekka Cicer |
| Playa de Sardina (Gáldar) | Nordwestspitze; kleiner Sandstrand mit Hafen; Fischrestaurants; ruhig und authentisch |
| Playa de Las Nieves (Agaete) | Grauer Kies; Hafenstrand von Agaete; Fährverbindung nach Teneriffa; kein klassischer Touristenstrand |
| Boca del Barranco (Gáldar/Guía) | Dunkler Sand und Kies; Hundestrand; Surfspot; naturbelassen |
| Piscinas Naturales de Roque Prieto (Santa María de Guía) | Naturpools im Lavagestein; geschütztes Baden; spektakuläre Küstenlandschaft |
| Las Salinas (Agaete) | Naturpools im Lavagestein; geschütztes Baden; direkt am Hafen von Las Nieves |

Playa de Sardina – Fischerdorf am Nordkap
Sardina del Norte bei Gáldar liegt an der Nordwestspitze der Insel. Der kleine Sandstrand ist umrahmt von einem aktiven Fischerhafen – Boote, Netze, der Geruch von Salz und Teer. Es gibt keine Liegestühle und keine Touristen-Promenade, dafür exzellente Fischrestaurants direkt am Wasser. Playa de Sardina ist ein authentischer kanarischer Strandort, der kaum Fremdsprachiges zu bieten hat – was ihn für viele genau deswegen unvergesslich macht.
Steckbrief Playa de Sardina
| Lage | Sardina del Norte, Gemeinde Gáldar, Nordwestküste |
|---|---|
| Untergrund | Sand und Kiesel, vulkanisch |
| Infrastruktur | Fischrestaurants, kleiner Hafen, Parkplatz |
| Besonderheit | Aktiver Fischerhafen, authentisches Nordküstendorf |
| Anfahrt | GC-2 Richtung Gáldar, dann GC-291 nach Sardina; ca. 40 Min. ab Las Palmas |
Las Salinas – Die Naturpools von Agaete
Direkt an der Küste von Agaete, nur wenige Gehminuten vom Hafen Puerto de las Nieves entfernt, liegen die Piscinas Naturales de Las Salinas. Die drei in das schwarze Lavagestein eingelassenen Meerwasserbecken zählen zu den beliebtesten Naturpools Gran Canarias. Während draußen die Atlantikwellen gegen die Felsen schlagen, ermöglichen sie an ruhigen Tagen ein geschütztes Badeerlebnis in beeindruckender Küstenlandschaft.

Dank Leitern, Stegen, Duschen und Umkleiden sind die Naturpools hervorragend erschlossen und sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern beliebt. Wer im Norden Gran Canarias sicher baden möchte, findet hier eine der schönsten Alternativen zu den klassischen Stränden der Insel.
| Lage | Puerto de las Nieves, Gemeinde Agaete |
|---|---|
| Untergrund | Naturpools aus Lavagestein |
| Infrastruktur | Leitern, Duschen, Umkleiden, Liegeflächen |
| Besonderheit | Drei geschützte Meerwasserbecken mit Blick auf die Steilküste |
| Anfahrt | Wenige Gehminuten vom Hafen Puerto de las Nieves entfernt |
Playa de Las Nieves – Hafen Agaete
Die Playa de Las Nieves in Agaete ist kein klassischer Badestrand. Es ist der Hafenstrand des Ortes, grauer Kies statt goldener Sand, ohne Sonnenschirme und Liegestühle. Hier legen die Schnellfähren zwischen Puerto de las Nieves und Santa Cruz de Tenerife an. Fred Olsen verbindet Gran Canaria und Teneriffa mehrmals täglich in beide Richtungen. Der Hafen ist für Einheimische ein normaler Alltagsort. Touristen, die von Teneriffa ankommen, erleben Agaete von seiner ungeschminkten Seite.
| Lage | Puerto de las Nieves, Gemeinde Agaete |
|---|---|
| Untergrund | Grauer Kies |
| Besonderheit | Fähranleger Teneriffa (Fred. Olsen); Fischrestaurants |
| Anfahrt | GC-2 Richtung Agaete; ca. 45 Min. ab Las Palmas |
Roque Prieto – Baden im Naturpool
Die Piscinas Naturales de Roque Prieto bei Santa María de Guía gehören zu den schönsten Naturbadeanlagen im Norden Gran Canarias. Statt eines klassischen Sandstrandes erwarten Besucher zwei natürliche Meerwasserbecken, die direkt in das Lavagestein eingebettet sind. Während draußen häufig kräftige Brandung herrscht, ermöglichen die geschützten Naturpools an ruhigen Tagen ein sicheres Badeerlebnis. Gerade diese Kombination aus rauer Küste und geschütztem Meerwasserbad macht Roque Prieto zu einem der beliebtesten Ausflugsziele an der Nordküste.
Beste Reisezeit für die Nordküste
| Jahreszeit | Charakter |
|---|---|
| Okt–Apr | Ruhigerer Passat; Wellen moderater; Besuche in Fischrestaurants angenehm |
| Mai–Sep | Stärker Wind und Wellen; Naturbeobachter und Surfer bevorzugen diesen Zeitraum |
| Ganzjährig | Nordküste ist kein klassisches Badeziel – ganzjährig besuchenswert für Stimmung und Gastronomie |
Häufige Fragen
Kann man an den Stränden im Norden Gran Canarias schwimmen?
Warum sind die Strände im Norden weniger touristisch?
Gibt es im Norden Gran Canarias auch geschützte Badestellen?
Warum gilt die Playa de Las Canteras als Ausnahme an der Nordküste?
Welche Naturpools im Norden Gran Canarias sind besonders empfehlenswert?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juni 2026.


