Fataga – die weiße Oase im Süden
Wer von Maspalomas aus nördlich in das Innenland fährt, erlebt eine der spektakulärsten Landschaftsveränderungen Gran Canarias: Aus dem trockenen Dünenland des Südens öffnet sich, nach wenigen Kilometern Fahrt durch den Barranco de Fataga, plötzlich ein üppig grünes Tal mit Hunderten von Dattelpalmen – das Tal der 1000 Palmen. Und mittendrin liegt Fataga: ein winziges weißes Dorf mit rund 400 Einwohnern, enger Gassen, einer kleinen Kirche und einer Atmosphäre, die selbst an touristischen Hochsaisontagen entspannt und ursprünglich wirkt.

Fataga liegt in der landschaftlichen und kulturellen Nachbarschaft des UNESCO-Weltkulturerbes „Risco Caído und die heiligen Berge Gran Canarias“, das 2019 ausgezeichnet wurde. Das Oasendorf selbst gehört zwar nicht zum archäologischen Kerngebiet des Welterbes, spiegelt mit seiner traditionellen Kulturlandschaft, den Palmenhainen und den historischen Terrassenfeldern jedoch den ursprünglichen Charakter des Inselinneren eindrucksvoll wider.
Fataga – auf einen Blick
| Einwohner | ca. 400 |
|---|---|
| Lage | Barranco de Fataga; ca. 15 km nördlich von Maspalomas |
| Höhe | ca. 620 m ü.M. |
| Entfernung Flughafen LPA | ca. 35 Minuten über GC-1 und GC-60 |
| Besonderheit | Tal der 1000 Palmen; historische Oasenlandschaft |
| Mirador | Degollada de las Yeguas – spektakulärer Blick über den Barranco de Fataga |
| Aktivität | Kamelreiten im Barranco de Fataga (ab Arteara) |
| Busverbindung | Guaguas Global Linie 18 (Maspalomas – Fataga – Tejeda); nur wenige Verbindungen täglich |
| UNESCO | Landschaftliche Nachbarschaft zum UNESCO-Welterbe Risco Caído |

Das Dorf Fataga
Fataga ist winzig – und genau das ist sein Charme. Die Iglesia de San José, die Dorfkirche aus dem 17. Jahrhundert, steht auf einem kleinen Platz, um den sich ein paar Bars, ein Restaurant und Handwerksläden gruppieren. Weiße Häuser, Blumenkästen, enge Gassen zwischen Mauern – der Spaziergang durch das Dorfzentrum dauert keine 15 Minuten, hinterlässt aber einen Eindruck, der lange bleibt.

Der Palmenhain – das Tal der 1000 Palmen
Der eigentliche Star Fatagás ist nicht das Dorf selbst, sondern das Tal darunter: Der Barranco de Fataga ist gesäumt von Hunderten von Dattelpalmen, die dem Tal seinen Beinamen Tal der 1000 Palmen gegeben haben. Diese palmenreiche Oasenstimmung mitten im kargen Süden Gran Canarias ist einzigartig auf der Insel. Der Blick vom Dorf auf den Palmenhain – mit den nackten Felswänden des Barrancos im Hintergrund – ist eines der postkartenwürdigsten Bilder Gran Canarias.

Für Wanderer führt ein Weg durch den Barranco de Fataga von Maspalomas bis Fataga – rund acht Kilometer, leicht bis moderat, mit dem Palmenhain als ständiger Begleiter.
Mirador de la Degollada de las Yeguas
Nur wenige Kilometer südlich von Fataga, auf der GC-60 in Richtung Maspalomas, liegt einer der spektakulärsten Aussichtspunkte des Südens: der Mirador de la Degollada de las Yeguas. Von hier öffnet sich der gesamte Barranco de Fataga mit seinem Palmenhain, die kargen Berghänge und ein weiter Blick bis zur Küste bei Maspalomas. Der Aussichtspunkt wird auch als „Grand Canyon von Gran Canaria“ bezeichnet – auch wenn der Vergleich hoch greift, ist die Dramatik des Ausblicks nicht übertrieben.

| Lage | GC-60, ca. 3 km südlich von Fataga Richtung Maspalomas |
|---|---|
| Eintritt | Kostenlos; Parkplatz vorhanden |
| Beste Zeit | Morgens oder nachmittags – Mittags starkes Gegenlicht |
Kamelreiten im Barranco de Fataga
Am Rand des Fataga-Tals, nahe dem Weiler Arteara, befindet sich der Camel Safari Park Arteara. Die etwa einstündigen Kamelritte führen durch den unteren Barranco de Fataga und den Palmenhain des „Tals der 1000 Palmen“. Dabei erlebt man die eindrucksvolle Landschaft aus einer ganz besonderen Perspektive. Zum Angebot gehören außerdem tropische Gartenanlagen, die Begegnung mit den Kamelen – darunter auch Jungtiere.
| Anbieter | Telefon | Standort | Hinweis |
| Camel Safari Park Arteara | +34 928 798 680 | Arteara, GC-60 (Fataga-Tal) | Kamelritte, tropische Gärten und weitere Angebote |
Anfahrt und Parken
Mit dem Auto
Von Maspalomas auf der GC-60 Richtung Norden – Fahrzeit ca. 20 Minuten. Von Las Palmas auf der GC-1 bis San Bartolomé de Tirajana, dann GC-65 nach Fataga – ca. 45 Minuten. Parken im Dorfzentrum begrenzt; Plätze an der Ortszufahrt.
Mit dem Bus
Die Guaguas Global Linie 18 verbindet Maspalomas, San Bartolomé de Tirajana, Fataga und Tejeda. Da die Busse nur wenige Male täglich verkehren, empfiehlt sich eine sorgfältige Planung. Für Ausflüge ins Inselinnere ist ein Mietwagen deutlich flexibler.
Kombinationen
| Mirador Degollada de las Yeguas | 3 km südlich; bester Blick über den Barranco de Fataga |
|---|---|
| Maspalomas | ~20 Min. südlich; Dünen, Faro, Playa del Inglés |
| San Bartolomé de Tirajana | ~15 Min.; Verwaltungsort mit Kirche und lokalem Markt |
| Tejeda | ~40 Min. nördlich; Mandeldorf im Zentralmassiv |
| Barranco de Fataga Wanderung | Ab Maspalomas oder ab Fataga; ~8 km; Palmenhain; leicht bis moderat |

Häufige Fragen zu Fataga
Warum heißt Fataga das Tal der 1000 Palmen?
Ist Fataga Teil des UNESCO-Weltkulturerbes?
Wie weit ist Fataga von Maspalomas entfernt?
Gehört Fataga zum UNESCO-Weltkulturerbe?
Lohnt sich ein Besuch in Fataga?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.


