Maspalomas – wo der Süden Gran Canarias am intensivsten ist

Maspalomas ist das Herzstück des touristischen Südens Gran Canarias – und gleichzeitig eines der außergewöhnlichsten Naturgebiete der Insel. Direkt neben Hotels und Promenaden erstrecken sich die Dunas de Maspalomas, ein rund vier Quadratkilometer großes Naturschutzgebiet, dessen Sanddünen sich durch Wind und Atlantikströmungen ständig verändern. Dahinter liegt die Charca de Maspalomas, eine bedeutende Brackwasserlagune für Zugvögel. An der Südküste erhebt sich mit dem Faro de Maspalomas der historische Leuchtturm, umgeben vom berühmten Palmenhain El Oasis.

Direkt neben den Hotels und Promenaden liegt das Dünenfeld der Dunas de Maspalomas.
Direkt neben den Hotels und Promenaden liegt das Dünenfeld der Dunas de Maspalomas.

Maspalomas – auf einen Blick

LageSüdspitze Gran Canarias; Gemeinde San Bartolomé de Tirajana
Strahlkraft~260–300 Sonnentage pro Jahr
DünenDunas de Maspalomas: ca. 4 km², Reserva Natural Especial
LeuchtturmFaro de Maspalomas – ikonisches Wahrzeichen der Südküste
LaguneCharca de Maspalomas – Vogelschutzgebiet mit über 200 Arten
StrandPlaya de Maspalomas – Naturstrand; Übergang zu Playa del Inglés
FKKIm Dünenbereich; gesellschaftlich toleriert und etabliert
HinweisWildcampen und Feuer in der Reserva Natural verboten
SicherheitPunta de Maspalomas: Rote Flagge = absolutes Badeverbot (Strömungen)
AnfahrtGC-1 Abfahrt Maspalomas; ca. 25 Min. ab Flughafen LPA

Die Dünen

Die Dunas de Maspalomas sind kein Sandstrand – sie sind ein eigenständiges Ökosystem. Die Dünen wandern, ändern ihre Form täglich, und erzeugen ein Landschaftsbild, das an die Sahara erinnert. Früh morgens, wenn noch niemand da ist, sind sie kaum von einem afrikanischen Wüstenabschnitt zu unterscheiden. Betreten erlaubt – Verlassen markierter Wege, Wildcampen und Feuer verboten.

 Dünen von Maspalomas, Gran Canaria
 Dünen von Maspalomas, Gran Canaria

Faro de Maspalomas und Palmenhain

Der Faro de Maspalomas ist das bekannteste Wahrzeichen der Südküste Gran Canarias. Seit dem 19. Jahrhundert weist der Leuchtturm Schiffen den Weg entlang der Küste und bildet heute den Mittelpunkt der historischen Oase El Oasis de Maspalomas. Rund um den Leuchtturm laden Palmen, Cafés, Restaurants und die Promenade von Meloneras zum Flanieren ein. Nur wenige Gehminuten entfernt beginnt die weitläufige Dünenlandschaft.

Faro de Maspalomas – der Leuchtturm an der Südspitze Gran Canarias ist das ikonischste Wahrzeichen des Südens.
Faro de Maspalomas – der Leuchtturm an der Südspitze Gran Canarias ist das ikonischste Wahrzeichen des Südens.

Charca de Maspalomas

Die Charca de Maspalomas ist eine brackige Lagune hinter dem Strand – ein Vogelparadies, in dem über 200 Arten registriert wurden. Als Rastplatz auf dem Zugvogelweg zwischen Afrika und Europa ist sie von internationaler Bedeutung. Ein Besuch mit Fernglas lohnt sich vor allem im Herbst und Winter.

Blick über die Charca de Maspalomas ins Landesinnere auf Gran Canaria – die Brackwasserlagune ist Rastplatz für über 200 Vogelarten.
Blick über die Charca de Maspalomas ins Landesinnere auf Gran Canaria – die Brackwasserlagune ist Rastplatz für über 200 Vogelarten.

Sicherheit

Punta de MaspalomasRote Flagge = absolutes Badeverbot – gefährliche Strömungen; niemals missachten
DünenNur auf markierten Wegen; Verlassen verboten; Wildcampen verboten; Feuer verboten
LeitungswasserNicht trinkbar
Notruf112
 Punta de Maspalomas – zwischen Dünen und Atlantik.
Punta de Maspalomas – zwischen Dünen und Atlantik.

Anfahrt und Parken

Mit dem Auto

Maspalomas liegt im Süden Gran Canarias und ist über die GC-1 (Autovía del Sur) gut erreichbar. Ab Las Palmas de Gran Canaria dauert die Fahrt etwa 50 Minuten, vom Flughafen Gran Canaria (LPA) sind es rund 25 bis 30 Minuten. Parkmöglichkeiten befinden sich unter anderem am Parkplatz El Oasis direkt am Strand sowie in den umliegenden Bereichen von Maspalomas. Besonders in der Hochsaison und am Wochenende empfiehlt es sich, früh anzukommen.

Mit dem Bus

Global Linie 1Las Palmas → Maspalomas; Halt Faro de Maspalomas
Lokale VerbindungenZwischen Maspalomas, Playa del Inglés und Puerto Rico; guaguasglobal.com

Häufige Fragen

Ist der Eintritt zu den Dünen von Maspalomas kostenlos?

Ja – die Dünen sind kostenlos zugänglich. Es gibt keine Eintrittskasse. Das Betreten ist erlaubt, jedoch nur auf den markierten Wegen. Wildcampen und das Entzünden von Feuern sind als Reserva Natural Especial strikt verboten.

Warum darf man an der Punta de Maspalomas nicht schwimmen?

An der Punta de Maspalomas – dem südlichsten Zipfel, wo Playa del Inglés und Playa de Maspalomas aufeinandertreffen – erzeugen die Strömungen einen gefährlichen Sog. Die rote Flagge ist hier fast dauerhaft gesetzt und gilt als absolutes Badeverbot. Kein Ausnahmefall.

Welche Stadtteile gehören zu Maspalomas?

Maspalomas ist kein einzelnes Dorf, sondern ein weitläufiges Feriengebiet im Süden Gran Canarias. Dazu gehören unter anderem El Oasis rund um den Leuchtturm, das elegante Meloneras mit seiner Promenade und Hotels, das grüne Campo Internacional sowie die weitläufigen Ferienanlagen im Hinterland. Direkt östlich schließt ohne erkennbare Grenze Playa del Inglés an.

Was kann man in der Umgebung von Maspalomas unternehmen?

Maspalomas ist ein idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflüge. Beliebte Ziele sind die Dünen von Maspalomas, die Charca de Maspalomas, die Promenade von Meloneras sowie der Palmitos Park im Inselinneren. Auch Puerto Rico, Puerto de Mogán oder die Bergwelt rund um Fataga sind mit dem Auto in kurzer Zeit erreichbar.

Kann man Maspalomas gut mit anderen Sehenswürdigkeiten im Süden verbinden?

Ja. Maspalomas eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für weitere Ausflüge im Süden Gran Canarias. In unmittelbarer Nähe liegen die Dünen von Maspalomas, die Charca de Maspalomas, der Faro de Maspalomas und die Promenade von Meloneras. Ebenfalls gut erreichbar sind der Palmitos Park, die Strände von Playa del Inglés und San Agustín sowie die Bergwelt rund um Fataga und Ayagaures.

Wann ist die beste Tageszeit für einen Besuch der Dünen von Maspalomas?

Die schönsten Lichtverhältnisse herrschen am frühen Morgen oder in den Stunden vor Sonnenuntergang. Dann sind die Temperaturen angenehmer, das Dünenfeld deutlich ruhiger und das weiche Licht sorgt für besonders eindrucksvolle Ausblicke und Fotos. In den Mittagsstunden kann sich der Sand stark aufheizen, weshalb festes Schuhwerk oder Sandalen empfehlenswert sind.

Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.

www.sunhikes.com