Schlagwort Klima & Wetter

Gran Canaria: Die Insel, auf der fast immer Sommer ist – aber nicht überall gleich

Der Sonnenuntergang über dem Hochland Gran Canarias zeigt die Bergwelt der Insel in besonderem Licht.

Es gibt Reiseziele, bei denen man das Wetter auf gut Glück nimmt. Gran Canaria gehört nicht dazu. Die Insel hat ein Klima, das so stabil ist, dass Meteorologen von einem der besten Ganzjahresziele der Welt sprechen – und das ist keine Marketingphrase, sondern Geographie. Der Nordostpassat, das steil aufragende Zentralgebirge und die warme Meeresströmung erschaffen ein Mikroklima-Mosaik: Während im Süden um Maspalomas gerade mal 111 Millimeter Regen im Jahr fallen – zum Vergleich: München kommt auf fast 970 – ist der Nordwesten der Insel üppig grün und teils neblig. Und das Hochland rund um Tejeda? Das liegt manchmal buchstäblich in den Wolken, während unten an der Küste die Sonne brennt.

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Januar auf Gran Canaria: 20 Grad, Mandelblüte und die Flucht aus dem Winter

Die Mandelblüte im Januar verwandelt das Bergland in ein Blütenmeer – eine willkommene Flucht aus dem grauen Winter, mitten auf Gran Canaria.

Im Januar auf Gran Canaria riecht es nach Mandeln. Die Bäume rund um Tejeda beginnen zu blühen – zuerst vereinzelt, dann in ganzen Tälern – und das Hochland färbt sich in zartes Weiß und Rosa, bevor der Rest Europas überhaupt ahnt, dass der Winter irgendwann enden wird. Unten an der Küste sind es 20 Grad, sechs Sonnenstunden täglich, und das Wasser glänzt blau wie im Sommer. Es ist nur nicht ganz so warm.

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Februar auf Gran Canaria: Karneval, Mandelblüte und das Calima-Risiko, das man kennen muss

Der Karneval in Las Palmas de Gran Canaria – mit über 200.000 Menschen beim Gran Coso einer der größten Europas.

Im Februar auf Gran Canaria riecht es nach Konfetti, Mandeln und gelegentlich nach Saharastaub. Die Stadt Las Palmas hat sich in eine Bühne verwandelt. Auf dem Parque Santa Catalina proben Drag Queens ihre Nummern, Kostümgruppen treffen sich in Hinterhöfen, und an den Bars zieht sich die Musik bis tief in die Nacht. Der Karneval von Las Palmas de Gran Canaria ist einer der größten der Welt – und er findet mitten im Februar statt.

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März auf Gran Canaria: Wenn die Insel gerade richtig durchatmet

Im März zeigt sich Tejeda mit grünen Terrassen – ein saftiges Bild, das die fruchtbare Seite Gran Canarias offenbart.

Im März riecht Gran Canaria nach nasser Erde und Frühling. Die Winterregen haben das Hochland grün gefärbt, die Mandelblüte ist inzwischen vorbei, doch die Bäume tragen frisches Laub und prägen gemeinsam mit blühenden Wildpflanzen das Landschaftsbild. Zwischen Tejeda und der Westküste leuchten die Schluchten in sattem Grün – ein Anblick, den viele der Insel kaum zutrauen. Dazu kommen angenehme 21 Grad, sieben Sonnenstunden täglich und eines der niedrigsten Calima-Risiken des Jahres.

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April auf Gran Canaria: Frühlingsfrisch, Semana Santa und das Calima-Paradox

Für Wanderer bietet der April die letzte grüne Landschaft vor dem Sommer bevor die Insel sich in kargeres Gelb kleidet.

Im April auf Gran Canaria riecht es nach Frühling. Das Hochland ist noch grün von den Winterregen, die Temperaturen sind angenehme 22 Grad, und wer von den Bergpfaden rund um Tejeda hinunterblickt, sieht eine Insel, die sich gerade vom Winter verabschiedet. Wilde Blumen blühen zwischen den Felsformationen, die Kiefernwälder von Tamadaba leuchten in sattem Grün, und selbst die Barrancas im Westen tragen noch etwas Feuchtigkeit in sich.

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Mai auf Gran Canaria: Der Monat, über den Stammgäste nicht reden wollen

Im Mai bietet Gran Canaria ideale Bedingungen für alle, die Sonne, Meer und angenehme Luft suchen.

Im Mai auf Gran Canaria riecht es nach Meer und Sonnencreme – aber der Strand gehört einem noch einigermaßen. 22 Grad. Ein Regentag im Monat. Kaum Calima – statistisch der ruhigste Monat des gesamten Jahres für Saharastaub. Und Preise, die so niedrig sind, dass man zweimal nachschaut, ob man sich beim Datum nicht geirrt hat.

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Juni auf Gran Canaria: Wenn der Sommer leise anfängt zu brennen

Playa de Maspalomas auf Gran Canaria – links die Dünen, rechts der offene Atlantik.

Im Juni auf Gran Canaria riecht es nach Sonnencreme, warmem Asphalt und dem Salz des Atlantiks. 24 Grad. Kein Regen. Neun Sonnenstunden. Das Wasser hat 20 Grad erreicht – nach Monaten des Aufheizens ist es endlich wirklich badbar. Noch ist es nicht die kompromisslose Hitze des Hochsommers; ein angenehmer Atlantikwind sorgt dafür, dass selbst die heißen Nachmittage ertragreich bleiben.

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Juli auf Gran Canaria: 10 Sonnenstunden, 0 Regen – der Hochsommer ohne Wenn und Aber

Abendstimmung über den Dunas de Maspalomas

Im Juli riecht Gran Canaria nach Sonnenöl, gegrilltem Fisch und dem Salz des Atlantiks. Zehn Sonnenstunden am Tag – kein anderer Monat schafft das. Null Regen – buchstäblich. Das Wasser hat 21 Grad, die Luft 25 Grad, und von den Strandpromenaden in Maspalomas bis zur Playa de Las Canteras in Las Palmas ist jeder Platz belegt. Juli ist Gran Canaria auf Maximum: laut, voll, sonnig, teuer, lebendig.

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August auf Gran Canaria: Hochsaison, Bajada de la Rama – und das älteste Volksfest der Insel

Im August feiert Gran Canaria die Bajada de la Rama – ein traditionelles Volksfest, bei dem Zweige tanzend durch die Straßen getragen werden.

Im August auf Gran Canaria riecht es nach Kokossonnenöl und gegrillten Sardinen. Das Wasser hat 22 Grad. Die Strände sind voll. Die Promenade in Maspalomas ist ein Strom aus Badegästen, Eis und Musik. In den ersten Augusttagen rollt in Agaete, dem kleinen Dörfchen an der Nordwestküste, das älteste Volksfest Gran Canarias: die Bajada de la Rama. Ein Ritual der Guanchen, das die Inselbewohner seit Jahrhunderten mit Palmwedeln ins Meer ziehen lässt, um Regen zu erbitten.

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September auf Gran Canaria: Wärmstes Wasser, kaum Calima – und der August-Preis ist weg

Im September auf Gran Canaria hat das Hochland noch seinen goldenen Sommerton, aber die drückende Hitze des Augusts ist weg. Das Wasser hat 23 Grad – seinen Jahreshöchstwert, erarbeitet über drei Monate Hochsommer. Und die Strände? Die gehören wieder mehr den Menschen, die sie wirklich wollen, als denen, die keine andere Wahl hatten.

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Oktober auf Gran Canaria: Wandern morgens, Baden nachmittags – das geht wirklich

Wanderpfad an den zerklüfteten Berghängen des Tamadaba-Massivs.

Im Oktober auf Gran Canaria riecht es nach Erde und Salz. Die ersten Herbstregenschauer haben das Hochland aufgefrischt, die Kiefernwälder von Tamadaba leuchten wieder in satten Farben, und unten an der Küste hat das Wasser seinen Jähreshöchstwert von 23 Grad erreicht. Oben am Roque Nublo ist es morgens frisch genug für eine lange Wanderung ohne Hitzestress. Unten in Maspalomas ist es warm genug, um nachmittags noch eine Stunde im Atlantik zu liegen.

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November auf Gran Canaria: 24 Grad, WOMAD und der letzte Blick vor der Hochsaison

Herbstwärme prägt den November auf Gran Canaria – mit einem gewissen Calima-Risiko, das die Fernsicht gelegentlich trübt.

Im November auf Gran Canaria riecht es nach Weltmusik, Straßenfood und dem letzten warmen Herbstlicht. In Las Palmas verwandelt sich der Parque Santa Catalina für einige Tage in eine Weltbühne: WOMAD, das World of Music, Art and Dance Festival, bringt Künstler aus aller Welt in die Hauptstadt. Auf dem Atlantik liegt noch Badesommerwärme – 21 Grad Wassertemperatur.

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Dezember auf Gran Canaria: Weihnachten im Warmen, Silvester am Meer – und das Calima-Paradox

Die Playa de Las Canteras in Las Palmas an Silvester – drei Kilometer Promenade, Livemusik und Feuerwerk über dem Atlantik.

Im Dezember auf Gran Canaria riecht es nach Frühlingszwiebeln, Raucherkerzen und dem salzigen Atlantik. In den Gassen von Vegueta leuchten Weihnachtskrippen – Belenes – in den Schaufenstern; auf der Playa de Las Canteras spielen Kinder im Sand, während es in Frankfurt minus 5 Grad hat. 22 Grad. Volles Programm. Silvester am Meer.

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