15 Fotospots auf Gran Canaria – wo die Insel am schönsten ist

Gran Canaria ist ein Kontinent im Kleinen – das gilt ganz besonders für Fotografen. In einem Radius von 30 Kilometern liegen senkrechte Steilklippen über dem Atlantik, flammendrote Vulkankrater, Dünenmeere wie in der Sahara, mittelalterlich wirkende Kolonialstraßen und das bekannteste Naturdenkmal der Kanarischen Inseln. Die Herausforderung ist nicht, schöne Motive zu finden. Die Herausforderung ist, die richtigen 15 auszuwählen.

Der Roque Nublo auf Gran Canaria – Nummer 1 auf jeder Fotoroute der Insel.
Der Roque Nublo auf Gran Canaria – Nummer 1 auf jeder Fotoroute der Insel.

Diese Liste versucht genau das: 15 Fotospots, die das gesamte Spektrum der Insel abbilden – Norden, Süden, Zentralmassiv, Küste, Architektur und Natur. Mit Angaben zur besten Tageszeit, zum Licht und zu dem, was man konkret mitbringen sollte.

Schnellübersicht – alle 15 Spots

SpotTageszeit & Licht
1. Roque Nublo (Zentralmassiv)Morgens 07:30–10:00 – Seitenlicht von Osten, Teide sichtbar
2. Mirador del Balcón / Andén Verde (Westküste)Nachmittags 15:00–18:00 – Sonne beleuchtet Klippen von Westen
3. Mirador de Unamuno, ArtenaraMorgens 08:00–11:00 – Bentayga im Gegenlicht, Teide-Sicht
4. Dunas de Maspalomas – SonnenaufgangSonnenaufgang – keine Fußspuren, Goldlicht, Stille
5. Faro de Maspalomas – SonnenuntergangSonnenuntergang – Leuchtturm in der letzten Sonne
6. Puerto de Mogán – KanäleMorgens 08:00–10:00 oder Freitagsmarkt ab 08:00
7. Caldera de Bandama – MiradorMorgens – Licht kommt von Osten in den Krater
8. Playa de Las Canteras, Las PalmasSonnenuntergang – Riff La Barra im Goldlicht
9. Cruz de Tejeda – PanoramaMorgens vor 10:00 – bevor Nebel hochzieht
10. Vegueta – Calle de los BalconesDiffuses Licht, bewölkt – keine harten Schatten
11. Teror – Calle Real de la PlazaDiffuses Licht oder Gegenlicht morgens
12. Barranco de GuayadequeMittagslicht – rote Felswände leuchten am stärksten
13. Roque BentaygaMorgens – vom Mirador de Unamuno oder direkt am Fels
14. Fataga – Blick ins TalSpätnachmittag – Dorf im Schatten, Hänge noch im Licht
15. Playa de GüigüíMittag – Wasser türkisblau, keine anderen Menschen

Die 15 Fotospots im Detail

1. Roque Nublo – das ikonischste Motiv der Insel

Es gibt kein anderes Motiv auf Gran Canaria, das so häufig fotografiert wird. Der Roque Nublo ist unerschöpflich: vom weiten Feld der Mandelhaine aus, von unten auf dem Plateau umrundet, mit mit Teide-Silhouette im Hintergrund, mit dem Fraile als Rahmen, im Morgendunst oder im Abendlicht. Nach seltenen Kälteeinbrüchen im Winter können die Felsen sogar kurzzeitig mit einer dünnen Schneeschicht überzogen sein – ein außergewöhnliches Motiv auf Gran Canaria.

Die Wanderung ab der Degollada de La Goleta ist seit 2025 reservierungspflichtig (reservasroquenublo.com ) – früh morgens vor 10:00 Uhr ist der Zugang ohne Reservierung möglich und die Stimmung am besten.

Ausblick von Weitem auf den Roque Nublo – von der gesamten Insel sichtbar, bei Weitem am eindrucksvollsten aus der Nähe.
Ausblick von Weitem auf den Roque Nublo – von der gesamten Insel sichtbar, bei Weitem am eindrucksvollsten aus der Nähe.
Beste Zeit07:30–10:00 Uhr morgens; Oktober bis April für klare Teide-Sicht
LichtSeitenlicht von Osten; Teide-Sicht am zuverlässigsten in den ersten Morgenstunden
AnfahrtShuttle ab Tejeda (Reservierung nötig) oder früh ohne Reservierung vor 10:00
TippKompass mitbringen – Teide liegt genau im Westen hinter dem Fels

2. Mirador del Balcón / Andén Verde Skywalk – Abgrund über dem Atlantik

Der Mirador del Balcón an der GC-200 zwischen Agaete und La Aldea ist das spektakulärste Küstenbild der Insel: senkrechte Basaltklippen, weiße Atlantikbrandung, kein Horizont in Sicht. Der Andén Verde Skywalk ragt über die Kante – wer Höhenangst hat, bleibt lieber am Auto. Nachmittags beleuchtet die tiefstehende Westsonne die Klippen golden; der Kontrast zum tiefblauen Meer darunter ist dann am stärksten.

Grandioser Ausblick Richtung Südwest vom Mirador del Balcón auf Gran Canaria.
Grandioser Ausblick Richtung Südwest vom Mirador del Balcón auf Gran Canaria.
Beste Zeit15:00–18:00 Uhr (Sonne von Westen auf die Klippen)
LichtDirektes Gegenlicht morgens – nachmittags besser
AnfahrtGC-200 ab Agaete, ca. 25 Min.; Parkplatz direkt an der Straße
TippWindschutz mitdenken – auf der Plattform pfeift es oft

3. Mirador de Unamuno, Artenara – das vollständigste Zentralmassiv-Panorama

Wer ein Bild sucht, das Roque Bentayga, Roque Nublo und den Teide auf Teneriffa gleichzeitig zeigt, findet es am Mirador de Unamuno in Artenara. Das Panorama ist komplett; die Bronzestatue des Philosophen Unamuno gibt dem Bild einen stillen Vordergrund. Morgens vor 11:00 Uhr ist die Luft am klarsten; die Teide-Sicht verschwindet regelmäßig nach Mittag hinter aufsteigenden Wolken.

Blick vom Mirador de Unamuno – Roque Bentayga, Roque Nublo und Teide auf einer Linie.
Blick vom Mirador de Unamuno – Roque Bentayga, Roque Nublo und Teide auf einer Linie.
Beste Zeit08:00–11:00 Uhr morgens
LichtBentayga im Morgengegenlicht; sehr kontrastreich
AnfahrtGC-21 ab Cruz de Tejeda; Parkplatz direkt am Mirador
TippDas Mesón La Silla direkt am Mirador serviert traditionelle kanarische Küche mit demselben Panorama – ideal für eine Mittagspause nach dem Fotografieren.

4. Dunas de Maspalomas – die Sahara des Südens

Die Dunas de Maspalomas sind nur bei Sonnenaufgang wirklich fotografierbar – später sind die Fußspuren überall. Kurz nach dem ersten Licht: Goldenes Streificht über unberührte Dünen, keine Menschen, der Faro de Maspalomas im Hintergrund. Das Bild, das jeder kennt, lässt sich nur in diesem Fenster von 30–40 Minuten machen. Reserva Natural Especial – nur auf markierten Wegen.

Blick über die Dünen von Maspalomas.
Blick über die Dünen von Maspalomas.
Beste ZeitSonnenaufgang ±30 Minuten
LichtStreifendes Goldlicht von Osten; Schattenwürfe der Dünen maximal
AnfahrtEingang Faro de Maspalomas; früh morgens kaum Verkehr
TippWetterbericht beachten: Calima (Saharasand) trübt die Farben

5. Faro de Maspalomas – Leuchtturm bei Sonnenuntergang

Der Faro de Maspalomas ist der bekannteste Leuchtturm der Kanarischen Inseln – und einer der meistfotografierten. Das Bild, das funktioniert: Sonnenuntergang, der weiße Turm leuchtet orange-rosa, die Palmen des Oasis-Haims im Vordergrund, das letzte Licht über dem Atlantik. Kein Stativ nötig – das Licht ist lange genug warm. Position: Vom Strand aus südlich des Leuchtturms, Teleobjektiv oder mittlere Brennweite.

Abendstimmung mit Blick auf den Faro de Maspalomas – das ikonischste Wahrzeichen des Südens im letzten Licht.
Abendstimmung mit Blick auf den Faro de Maspalomas – das ikonischste Wahrzeichen des Südens im letzten Licht.
Beste ZeitSonnenuntergang; im Winter ca. 18:30 Uhr, im Sommer ca. 21:00 Uhr
PositionStrand südlich des Leuchtturms, Blick nach Norden
AnfahrtParken am Faro de Maspalomas; Zugang frei
Tipp15 Min. vor Sonnenuntergang ankommen – Position wählen, bevor die Menge da ist

6. Puerto de Mogán – das kleine Venedig

Puerto de Mogán ist das postkartenwürdigste Dorf Gran Canarias – Kanäle, Blumenranken, weiße Häuser, Boote im Hafenbecken. Früh morgens, bevor die Tagestouristen kommen: leere Brücken, spiegelndes Wasser, ruhige Gassen. Freitags ab 08:00 Uhr findet der Wochenmarkt statt – dann ist das Dorf lebendig, bunt und voller Menschen, die Lokal- und Touristencharme vermischen.

Pittoresker Kulisse am Hafen von Puerto de Mogán.
Pittoresker Kulisse am Hafen von Puerto de Mogán.
Beste Zeit08:00–10:00 Uhr (leer); Freitag Markt ab 08:00 für Stimmungsbilder
LichtSoft-Licht morgens von Osten in die Gassen; nachmittags Gegenlicht
AnfahrtGC-1 Ende; Parken am Ortszugang
TippRuhigste Bilder: Unter der Woche, nicht freitags

7. Caldera de Bandama – in den Vulkankrater schauen

Die Caldera de Bandama ist in 20 Minuten ab Las Palmas erreichbar – und bietet ein Bild, das kein Touristenfoto aus dem Süden replizieren kann: der vollständige Blick in einen Vulkankrater, 216 Meter tief, kreisrund, mit einer verfallenen Finca auf dem Kraterboden. Morgens fällt das Ostlicht direkt in die Öffnung und beleuchtet die Kraterwände; später ist alles im Schatten oder überstrahlt.

Blick in die Caldera de Bandama – 216 Meter Tiefe.
Blick in die Caldera de Bandama – 216 Meter Tiefe.
Beste Zeit08:00–10:00 Uhr; Licht von Osten in den Krater
PositionMirador Caldera de Bandama; alternativ Pico de Bandama (15 Min. Aufstieg)
AnfahrtGC-110 / GC-802; ca. 20 Min. ab Las Palmas; Parkplatz kostenlos
TippPico de Bandama (574 m) für 360°-Panorama: Las Palmas Skyline + Krater

8. Playa de Las Canteras – Stadtstrand im Goldlicht

Die Playa de Las Canteras ist Europas bester Stadtstrand – und gleichzeitig einer der meistunterschätzten Fotospots. Bei Sonnenuntergang leuchtet das Vulkanriff La Barra orange, die Promenade dahinter summt, und der Atlantik wird violett. Das Bild, das man selten sieht: Vom nördlichen Ende der Promenade (Confital), Blick nach Süden auf die gesamte Strand-Promenade-Skyline.

Die Playa de Las Canteras in Las Palmas de Gran Canaria – Stadtstrand.
Die Playa de Las Canteras in Las Palmas de Gran Canaria – Stadtstrand.
Beste ZeitSonnenuntergang
PositionNördliches Ende (Confital); Blick auf Riff La Barra
AnfahrtBus oder Taxi in Las Palmas; kein Auto nötig
TippBeim Surfer-Spot La Cicer am Südende: Action-Fotos Surfwellen + Stadtkulisse

9. Cruz de Tejeda – Mittelpunkt der Insel

Cruz de Tejeda ist der geografische Mittelpunkt Gran Canarias und bietet ein vollständiges Panorama: Roque Nublo und Roque Bentayga im Süden, Tamadaba im Nordwesten, das Meer in alle Richtungen. Morgens vor 10:00 Uhr ist die Fernsicht am besten; später zieht regelmäßig eine Wolkenschicht aus dem Norden hoch. Das Steinkruzifix als Vordergrundmotiv mit dem Panorama dahinter – das klassische Motiv.

Panorama im Zentralmassiv – Cruz de Tejeda bietet einen 360°-Blick auf alle wichtigen Gipfel.
Panorama im Zentralmassiv – Cruz de Tejeda bietet einen 360°-Blick auf alle wichtigen Gipfel.
Beste ZeitMorgens vor 10:00 Uhr; Oktober bis April
LichtWeiches Morgenlicht; im Sommer oft Dunst
AnfahrtGC-21 oder GC-15; Parkplatz am Parador
TippParador-Café öffnet früh – Kaffee mit Panoramablick vor dem Fotografieren

10. Vegueta, Las Palmas – kanarische Holzbalkone

Das Kolonialviertel Vegueta in Las Palmas bietet die dichteste Abfolge von Architektur-Fotomotiven der Insel: zweigeschossige Häuser mit handgeschnitzten Holzbalkonen, weiße Kalkfassaden, gepflasterte Gassen. Die Calle de los Balcones und die Plaza del Pilar Nuevo sind die Herzstücke. Diffuses Licht an bewölkten Tagen ist ideal – keine harten Schatten auf den Balkonen.

La Vegueta bewahrt das koloniale Erbe von Las Palmas – enge Gassen und Fassaden, die von vergangenen Jahrhunderten erzählen.
La Vegueta bewahrt das koloniale Erbe von Las Palmas – enge Gassen und Fassaden, die von vergangenen Jahrhunderten erzählen.
Beste ZeitBewölkte Tage; morgens mit Ostlicht in den Gassen
LichtDiffuses Licht bei Bewölkung – Balkone gleichmäßig beleuchtet
AnfahrtZu Fuß von Triana; Parken am Rande Veguetas
TippCasa de Colón im Innenhof: Brunnen + Arkaden + Blumen = Postkartenmotiv

11. Teror – die schönste Kolonialstraße der Insel

Die Calle Real de la Plaza in Teror ist das vollständigste Bild kanarischen Kolonialstils: drei- und viergeschossige Häuser mit aufwändig handgeschnitzten Holzbalkonen, gesäumt von der Basílica de Nuestra Señora del Pino am Ende der Sichtachse. Wer die Straße im leichten Gegenlicht morgens fotografiert, bekommt das dreidimensionalste Bild der Balkon-Struktur.

Die Calle Real de la Plaza in Teror – das schönste Straßenbild der Insel.
Die Calle Real de la Plaza in Teror – das schönste Straßenbild der Insel.
Beste ZeitMorgens 08:00–10:00; Sonntags für Marktbetrieb
LichtLeichtes Gegenlicht von Westen für Balkon-Plastizität
AnfahrtGC-21 ab Las Palmas; ca. 25 Min.
TippSonntag Mercadillo: Markt + Architektur + Kirchenfassade als Kombi

12. Barranco de Guayadeque – rote Schlucht der Höhlenhäuser

Der Barranco de Guayadeque bietet Motive, die sonst nirgends auf Gran Canaria zu finden sind: rot-ockerfarbene Felswände mit in den Stein gehauenen Fenstern und Türen, Höhlenkirche, Ladengeschäfte im Felsen. Mittagslicht beleuchtet die roten Tuffsteinwände am intensivsten; morgens liegen die Wände noch im Schatten. In der Schlucht gibt es kaum künstliche Lichtquellen – das Natürliche dominiert vollständig.

Die Schlucht des Barranco de Guayadeque – rote Felswände, Höhlenhäuser, kaum Besucher.
Die Schlucht des Barranco de Guayadeque – rote Felswände, Höhlenhäuser, kaum Besucher.
Beste Zeit11:00–14:00 Uhr – Mittagssonne beleuchtet rote Felswände
LichtMittagslicht direkt; Schlucht liegt ost-west, Wände erhalten Licht von oben
AnfahrtGC-100 ab Agüimes, ca. 10 Min.
TippHöhlenrestaurant El Centro: Interieur-Fotografie in natürlichem Felshöhlen-Ambiente

13. Roque Bentayga – der heilige Fels

Der Roque Bentayga wird immer noch zu selten als eigenständiges Fotomotiv behandelt – er gilt als Begleiterscheinung des Roque Nublo. Dabei ist er von bestimmten Positionen aus fotografisch eindrucksvoller: massiver, farbiger, und mit dem archäologischen Interpretationszentrum als interessantem Vordergrund. Am besten vom Mirador de Unamuno in Artenara: Bentayga scharf, Nublo dahinter, Teide am Horizont.

Roque Bentayga – heiliger Berg der Guanchen, umgeben von Schluchten.
Roque Bentayga – heiliger Berg der Guanchen, umgeben von Schluchten.
Beste ZeitMorgens 08:00–11:00 Uhr; Bentayga erhält Licht von Osten
PositionMirador de Unamuno (Artenara) oder direkt am Interpretationszentrum Bentayga
AnfahrtGC-21 ab Tejeda; ca. 15 Min.
TippDirekter Aufstieg zum Bentayga-Plateau: Almogarén-Opferschalen als Nahaufnahmen

14. Fataga – weißes Dorf im Palmenhain

Das Bild von Fataga ist klar: weißes Dorf, ringsum Hunderte von Dattelpalmen, im Hintergrund die nackten Felswände des Barrancos. Das Foto entsteht vom Mirador nördlich des Dorfes (auf der GC-65 Richtung Maspalomas), Blick auf das gesamte Ensemble. Spätnachmittags liegt das Dorf im Schatten, während die Hänge dahinter noch im Licht sind – das erzeugt den besten Kontrast.

Blick über den Ort Fataga im gleichnamigen Barranco – das weiße Oasendorf im Tal der 1000 Palmen.
Blick über den Ort Fataga im gleichnamigen Barranco – das weiße Oasendorf im Tal der 1000 Palmen.
Beste Zeit16:00–18:00 Uhr – Dorf im Schatten, Hänge im Licht
PositionMirador auf GC-65, nördlich des Dorfes; ca. 3 km vor Fataga
AnfahrtGC-65 ab Maspalomas, ca. 20 Min.
TippMirador Degollada de las Yeguas: noch dramatischerer Blick über das gesamte Tal

15. Playa de Güigüí – der abgelegenste Strand

Die Playa de Güigüí ist kein bequemer Fotospot. Sie ist das Ende einer 10,5-km-Wanderung ab Tasartico oder einer Bootstour ab La Aldea oder Puerto de Mogán. Wer dort ankommt, hat die Insel für sich – kaum Menschen, schwarzer und grauer Kies mit türkisblauem Wasser, von senkrechten Felswänden eingerahmt. Das Mittagslicht lässt das Wasser türkisblau leuchten; abends kühlt es schnell.

Playa de Güigüí auf Gran Canaria – erreichbar nur nach 10,5 km Wanderung oder per Boot.
Playa de Güigüí auf Gran Canaria – erreichbar nur nach 10,5 km Wanderung oder per Boot.
Beste ZeitMittag (Wasser türkisblau); früh ankommen, nicht zu spät
ZugangWanderung ab Tasartico (10,5 km, schwer) oder Boot ab La Aldea/Puerto de Mogán
SicherheitSchwimmen nur bei ruhigem Meer; rote Flagge = Badeverbot; schwieriger Rückweg
AusrüstungVollständige Wanderausrüstung; Wasser für ganzen Tag; Sonnenschutz
HinweisGüigüí ist ein Naturdenkmal; Feuer verboten; nur auf markierten Wegen

Allgemeine Tipps für die Fotografie auf Gran Canaria

Licht und Jahreszeit

Die goldene Stunde – kurz nach Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang – liefert auf Gran Canaria besonders weiches, warmes Licht, das die Basaltfelsen in Orange-Rottöne taucht. Oktober bis April ist die beste Zeit für klare Fernsicht; im Sommer bringen Saharawinde (Calima) oft einen milchigen Schleier, der die Farben trübt und alle Fernblicke verhindert.

Calima – der Feind jedes Fotografen

Die Calima ist ein Saharastaubschleier, der Gran Canaria mehrmals im Jahr für Tage einnebelt – Fernsicht null, Farben flach, Horizont verschwunden. Vor einer Fotoexpedition auf die Insel immer die Calima-Prognose prüfen (grancanariamosaico.com; meteored.es). Oktober bis März ist Calima seltener; Juli bis September am häufigsten.
Besonders für Panoramaaufnahmen vom Roque Nublo, Mirador de Unamuno oder Cruz de Tejeda lohnt sich ein Blick auf die Wetter- und Calima-Prognose. Schon leichter Saharastaub kann die Sicht auf den Teide und die Fernblicke deutlich einschränken.

Der Saharastaubschleier der Calima nimmt jede Fernsicht – Farben wirken flach, der Horizont verschwindet im diffusen Dunst.
Der Saharastaubschleier der Calima nimmt jede Fernsicht – Farben wirken flach, der Horizont verschwindet im diffusen Dunst.

Ausrüstung

Objektive28–70mm für Landschaft; 70–200mm für Mirador-Aufnahmen; Weitwinkel für Höhlenwohnungen
FilterPolarisationsfilter gegen Reflexionen auf dem Wasser; ND-Filter für lange Belichtungen Dünen
StativFür Sonnenuntergang Faro und Dunas-Langbelichtungen sinnvoll
WasserMindestens 2 Liter – Leitungswasser nicht trinkbar auf der Insel
SchuheFestes Schuhwerk für Roque Nublo, Mirador del Balcón und Güigüí

Häufige Fragen zu den Fotospots auf Gran Canaria

Was ist der bekannteste Fotospot auf Gran Canaria?

Der Roque Nublo auf 1.813 Metern ist das meistfotografierte Motiv der Insel – gefolgt von den Dünen von Maspalomas und dem Faro de Maspalomas. Für ausgefallenere, weniger gesehene Motive: Mirador del Balcón an der Westküste, der Barranco de Guayadeque mit seinen roten Felswänden und Höhlenhäusern, und der Mirador de Unamuno in Artenara für das vollständigste Zentralmassiv-Panorama.

Wann ist das beste Licht auf Gran Canaria?

Die goldene Stunde direkt nach Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang liefert das warmste, weichste Licht. Oktober bis April ist die beste Jahreszeit für klare Fernsicht und Teide-Sicht. Im Sommer trübt Calima (Saharasand) häufig die Luft – vor einer Fototour immer die Calima-Prognose prüfen.

Braucht man ein Auto für die besten Fotospots?

Für Las Canteras, Vegueta und das Stadtzentrum Las Palmas ist kein Auto nötig. Für die meisten anderen Spots – Roque Nublo, Mirador del Balcón, Cruz de Tejeda, Caldera de Bandama, Tamadaba, Fataga, Güigüí – ist ein Mietwagen unbedingt empfohlen. Busverbindungen sind eingeschränkt und oft nicht tageszeit-kompatibel mit der besten Fotostunde.

Welche Fotospots eignen sich besonders für Sonnenaufgänge?

Für Sonnenaufgänge zählen die Dünen von Maspalomas, der Roque Nublo, der Mirador de Unamuno und die Caldera de Bandama zu den schönsten Orten der Insel. In den frühen Morgenstunden ist die Luft meist klarer, das Licht weicher und beliebte Aussichtspunkte deutlich weniger besucht als später am Tag.

Darf man auf Gran Canaria überall mit einer Drohne fotografieren?

Nein. Für Drohnenflüge gelten auf Gran Canaria die spanischen und europäischen Luftfahrtvorschriften. Zusätzlich bestehen Einschränkungen in Naturschutzgebieten, in der Nähe von Flughäfen sowie über Menschenansammlungen. Vor jedem Flug sollten die aktuellen Sperrzonen und Genehmigungspflichten geprüft werden. Gerade rund um den Flughafen von Gran Canaria sowie in Schutzgebieten wie den Dünen von Maspalomas oder dem Roque Nublo können besondere Regeln gelten.

Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.

www.sunhikes.com