Baranquillo Andrés, Cuevas de Majada und Soria: Die große Hochlandrunde

Drei Welten in einer Tour: das stille Weiler-Dorf Baranquillo Andrés mit seinem Palmenhain, das Hochland der Majada Alta mit den Höhlen der Hirten, der weite Stausee Presa de las Niñas im Kiefernwald – und dann der Abstieg nach Soria mit dem spektakulären Blick auf den Soria-Stausee tief im Tal. Diese Runde verbindet das Beste des südwestlichen Hochlands Gran Canarias in 11,4 Kilometern.

Fantastischer Ausblick über den Stausee Presa de las Niñas und das umliegende Bergpanorama.

Die Route startet in Baranquillo Andrés nahe der Kirche, steigt über einen Palmenhain und Feldwege auf, überquert Kanäle, erreicht die Degollada de Majada Alta, führt durch die Cuevas de Majada, am Ufer des Stausees Presa de las Niñas entlang und schließlich über die Caideros de Soria bergab zurück nach Soria. Moderat, abwechslungsreich, ohne Wegmarkierung – GPS-Track ist Pflicht.

Rundwanderung Baranquillo Andrés – Las Niñas – Soria auf einen Blick

Streckenlänge11,4 km (Rundwanderung)
Schwierigkeitmoderat – trittsicher, vorwiegend Pfade, kein markierter Weg
Gehzeitca. 3:30 bis 4:15 Stunden
Höhenmeter Aufstieg478 hm
Höhenmeter Abstieg478 hm
Höchster Punkt965 m (Cuevas de Majada / Alto de los Ceniceros)
Niedrigster Punkt621 m (Baranquillo Andrés / Soria)
StartpunktBaranquillo Andrés, Straße nahe der Kirche, Gemeinde Mogán
WegmarkierungKeine – GPS-Track Pflicht; Steinmännchen im Abstieg beachten
RoutentypRundwanderung
Beste ReisezeitOktober bis April – bei Regen/Sturm nicht empfohlen
WasserProviant und Wasser für 3:30–4:15 h – keine Versorgung unterwegs
BesonderheitBaranquillo Andrés + Cuevas de Majada + Presa de las Niñas + Soria-Blick

Anfahrt und Startpunkt

Mit dem Auto: Der Startpunkt liegt in Baranquillo Andrés, einem kleinen Weiler der Gemeinde Mogán. Die Anfahrt erfolgt über Puerto de Mogán auf der GC-200 und weiter Richtung Soria beziehungsweise Baranquillo Andrés. Kostenlose Parkmöglichkeiten befinden sich in der Nähe der Kirche.
Mit dem Bus (ÖPNV): Baranquillo Andrés ist nur sehr eingeschränkt an das öffentliche Busnetz angebunden. Die nächstgelegenen regelmäßigen Busverbindungen von Guaguas Global enden meist in Soria oder Mogán. Für die letzten Kilometer bis zum Startpunkt an der Kirche ist daher ein Taxi oder Mietwagen erforderlich. Aktuelle Busverbindungen unter Guaguasglobal.com – Busverbindungen Mogán / Soria

Die Wanderung in vier Abschnitten

Keine offizielle Wegmarkierung – GPS-Track ist unverzichtbar. Besondere Vorsicht auf Abschnitten mit losem Untergrund. Im Abstieg nach Soria an den Steinmännchen orientieren.

Abschnitt 1: Baranquillo Andrés – Aufstieg nach Majada Alta

Die Wanderung beginnt an der Straße nahe der Kirche in Baranquillo Andrés. Der Weg führt bergauf, schließt an einen betonierten Weg an und führt in Richtung des Palmenhains. Auf einem Feldweg geht es seitlich am Montañón weiter – steil bergauf bis zu einer Kreuzung. Man nimmt den verlassenen Weg nach rechts, bis er in einem bewachsenen Gebiet endet. Ein Meilenstein dient als Orientierung.

Der Stausee Presa de las Niñas eingebettet im Kiefernwald.

Hier beginnt der Weg auf der rechten Seite der Schlucht, überquert einen Kanal – kurz verliert sich der Pfad –, wechselt auf die linke Seite der Schlucht und stößt auf eine Kreuzung. Links abbiegen, einen weiteren Kanal überqueren und zur Degollada de Majada Alta aufsteigen. Der Wegweiser zeigt: links Stausee Salto del Perro, rechts Stausee Las Niñas.

Abschnitt 2: Cuevas de Majada und Alto de los Ceniceros

Rechts abbiegen Richtung Stausee Las Niñas. Der Weg passiert in Sichtweite die Cuevas de Majada – die Hirtenhöhlen unter der markanten Felskuppe. Etwas weiter bergab, vorbei an einigen Gebäuden bei Majada Alta, überquert man einen Pfad vom Cruz de San Antonio. Der Zickzackweg steigt sanft auf zum Alto de los Ceniceros – dem höchsten Punkt der Runde.

Cuevas de Majada
 Cuevas de Majada

Für den Besuch der Höhlen: ca. 200 Meter auf Höhe der Gebäude den Pfad nach rechts nehmen – 600 Meter felsiger Aufstieg zu den Cuevas de Majada. Die große Höhle unter der Felskuppe ist eindrucksvoll und kühl. Nach dem Besuch zurück auf die Hauptroute.

Die Rundwanderung bietet einen Ausblick über die Hochebene Majada Alta im Bergland Gran Canarias.
Die Rundwanderung bietet einen Ausblick über die Hochebene Majada Alta im Bergland Gran Canarias.

Abschnitt 3: Stausee Presa de las Niñas und Uferweg

Am Stausee Presa de las Niñas angekommen, orientiert man sich ans Ufer. Bei gutem Wasserstand führt der Weg als Uferpfad direkt am Wasser entlang – eine der schönsten Passagen der Tour. Kiefernwald, Wasseroberfläche, Bergpanorama. Man überquert einen Kanal, passiert eine kleine Anhöhe und eine kleine Schlucht. Am Grillplatz angekommen, geht es von dort in südöstlicher Richtung weiter.

Der Uferweg zieht sich am Stausee Presa de las Niñas entlang.
Der Uferweg zieht sich am Stausee Presa de las Niñas entlang.

Vom Grillplatz überquert man das Ende des Stausees und gelangt auf die Straße zur Staumauer. Nach wenigen Metern bergab zweigt der Weg nach links ab und führt durch ein felsiges Gebiet, von dem aus bereits die Dörfer Baranquillo Andrés und Soria zu sehen sind.

Abschnitt 4: Caideros de Soria und Abstieg zurück

Der Weg wird zunehmend steiler. Über die felsigen Caideros de Soria geht es bergab – bei Nässe ist auf dem rutschigen Untergrund besondere Vorsicht geboten. Steinmännchen helfen bei der Orientierung. Während des Abstiegs eröffnen sich eindrucksvolle Ausblicke auf den tief eingeschnittenen Soria-Stausee. Im unteren Abschnitt erreicht die Route wieder die Straße im Bereich von Baranquillo Andrés, von der aus es in wenigen Minuten zurück zum Ausgangspunkt an der Kirche geht.

Der Stausee von Soria zählt zu den größten Talsperren Gran Canarias – eingebettet in die Bergwelt der Inselmitte.
Der Stausee von Soria zählt zu den größten Talsperren Gran Canarias – eingebettet in die Bergwelt der Inselmitte.

Die Landschaft: Hochland, Wasser und Stille

Die Majada Alta auf knapp 1.000 Metern ist eine der stillsten und am wenigsten erschlossenen Hochlandregionen Gran Canarias. Die karge Felslandschaft, durchzogen von alten Bewässerungskanälen, gibt einen Einblick in die jahrhundertelange Wasserversorgungstradition der Insel. Der Stausee Presa de las Niñas – eingebettet in Kiefernwald – ist ein sanfter Kontrast zu dieser kargen Welt.

Felskuppe entlang der Wanderung  durchs Hochland Gran Canarias.
Felskuppe entlang der Wanderung durchs Hochland Gran Canarias.

Der Soria-Stausee tief im Tal ist einer der malerischsten Gran Canarias: türkisblaues Wasser, umgeben von steilen Felshängen. Vom Abstieg über die Caideros de Soria hat man einen der schönsten Blicke auf dieses Reservoir.

Flora und Fauna

Das Hochland zwischen Baranquillo Andrés und Majada Alta wird von Kanarischen Kiefern (Pinus canariensis) und offenem Tabaiba- und Cardonalgebüsch geprägt. Am Ufer des Stausees Presa de las Niñas wächst der Kiefernwald besonders dicht. In den alten Kanälen und feuchten Felsspalten gedeihen Farne und Aeonium. Über dem Hochland kreisen Turmfalken und Bussarde. In den Schluchten des Soria-Abstiegs sind Kanarische Eidechsen (Gallotia stehlini) auf den Felsen zu sehen.

Beste Reisezeit

Herbst (Okt–Nov)Angenehme Temperaturen, guter Wasserstand – ideal
Winter (Dez–Feb)Kühl, ruhig, Kiefernwald intensiv grün – sehr gut
Frühling (Mär–Mai)Milde Temperaturen, gelegentliche Blüte – sehr gut
Sommer (Jun–Sep)Heiß, Stauseen können niedrig sein – früh starten

Hinweis

Bei Regen und stürmischem Wetter Tour verschieben – Caideros de Soria und steinige Pfade werden rutschig.

Ausrüstung

SchuhwerkFeste Bergwanderschuhe – steile Abschnitte, loser Untergrund, felsig
Wasser und ProviantFür 3:30–4:15 Stunden – keine Versorgung unterwegs
SonnenschutzHut, Brille, Creme – offenes Hochland, wenig Schatten
Wind-/RegenschutzLeichte Jacke und Regenschutz – Hochlage, Wetter kann schnell wechseln
NavigationGPS-Track Pflicht – keine Wegmarkierung

Kombinationsmöglichkeiten

Kürzere Stauseen-Runde6,7 km, leicht – nur Salto del Perro und Presa de las Niñas
Cuevas de Majada solo4,8 km, moderat – Stausee Salto del Perro und Höhlen
Soria-Stausee WanderungenVon Soria aus: mehrere Routen rund um den Chira-Soria-Komplex
Puerto de Mogán30 Min. Fahrt – Hafen mit venezianischem Charme, Bootsfahrten
Blick über den Hafen von Puerto de Mogán auf Gran Canaria
Blick über den Hafen von Puerto de Mogán auf Gran Canaria

GPS-Track und Routenplaner

Den vollständigen GPS-Track – inklusive Höhenprofil, Wegpunkte, GPX-Download – findet man auf der Routenseite bei Sunhikes:

Zur Routenseite auf Sunhikes: Rundwanderung Baranquillo Andrés – Presa Las Niñas – Soria

Wer die Route individuell anpassen möchte, kann das im 3D-Routenplaner von Sunhikes tun:

Eigene Route planen – 3D-Routenplaner von Sunhikes

Praktische Tipps

GPS-Track: Auf dieser Tour unverzichtbar. Beschilderung fehlt besonders am Eingang des Pfades und im Bereich der Majada Alta. Ohne Track verliert man den Weg.

Steinmännchen beachten: Im Abstieg über die Caideros de Soria zeigen Steinmännchen den Weg. Bei Nebel oder schlechter Sicht vorsichtig vorgehen.

Caideros de Soria bei Nässe: Besondere Vorsicht – die steilen Felsabschnitte werden bei Regen sehr rutschig. Bei schlechtem Wetter lieber umkehren.

Lange Tour: Für 3:30–4:15 Stunden ausreichend Proviant mitbringen. Es gibt keine Einkehrmöglichkeit entlang der Route.

Trocken gefallener Seitenarm de Stausees Presa de las Niñas.
Trocken gefallener Seitenarm de Stausees Presa de las Niñas.

Häufige Fragen zur Rundwanderung Baranquillo Andrés – Las Niñas – Soria

Wo startet die Wanderung?

Die Wanderung startet in Baranquillo Andrés, einem kleinen Weiler in der Gemeinde Mogán, nahe der Kirche. Der Ort liegt an der Straße, die Mogán mit Soria verbindet.

Kann man die Cuevas de Majada auf dieser Route besuchen?

Ja. Die Höhlen liegen knapp abseits der Hauptroute – ein kurzer Abstecher von ca. 600 Metern führt zur großen Höhle unter der Felskuppe. Ein Besuch ist empfehlenswert und dauert nur 15–20 Minuten zusätzlich.

Warum ist GPS-Track auf dieser Tour Pflicht?

Die Route hat keine offizielle Wegmarkierung. Besonders am Einstieg in Baranquillo Andrés und im Bereich der Majada Alta lässt die Beschilderung laut Sunhikes zu wünschen übrig. Ohne GPS-Track riskiert man Umwege oder Verlaufen.

Ist die Wanderung ausgeschildert?

Nein. Die Route besitzt keine durchgehende offizielle Wegmarkierung. Vor allem im Bereich der Majada Alta sowie auf den alten Hirtenpfaden erleichtert ein GPS-Track die Orientierung erheblich. Ohne Navigation besteht insbesondere an mehreren Weggabelungen die Gefahr, den richtigen Pfad zu verfehlen.

Lohnt sich die Wanderung auch bei niedrigem Wasserstand der Presa de las Niñas?

Ja. Auch wenn der Wasserstand saisonal stark schwanken kann, bleibt die Tour landschaftlich äußerst abwechslungsreich. Die Kombination aus Palmenoase, alten Hirtenhöhlen, Kiefernwald, Hochland und den weiten Ausblicken auf den Soria-Stausee macht die Rundwanderung zu einer der schönsten Touren im Südwesten Gran Canarias.

Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.

Weiterführende Informationen zu Gran Canaria und seinen Wanderwegen finden sich auf Sunhikes, dem Wanderportal mit detaillierten Beschreibungen aller Touren der Insel:

www.sunhikes.com