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Agaete – wo der Nordwesten atmet

Wer den Rummel von Las Palmas hinter sich lässt und 30 Kilometer westwärts fährt, landet in einem anderen Gran Canaria: Agaete, ein weißes Städtchen am Fuß des Naturparks Tamadaba, mit einer Kirche aus dem 16. Jahrhundert, gepflasterten Gassen, einem belebten Fischerhafen und dem einzigen kommerziellen Kaffeeanbaugebiet Europas. In dem fruchtbaren Tal hinter dem Ort wachsen Palmen, Avocados, Zitrusfrüchte – und Kaffeesträucher, die einen der exklusivsten Kaffees des Kontinents produzieren.

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Puerto de las Nieves – Fähre, Fisch und Atlantik

Puerto de las Nieves auf Gran Canaria – der Fischerhafen von Agaete und Anlaufstelle der Fred-Olsen-Fähre von Teneriffa.

Puerto de las Nieves ist der Hafen von Agaete – ein kleiner, aktiver Fischerhafen an der Nordwestküste Gran Canarias, der täglich von der Fred-Olsen-Schnellfähre aus Santa Cruz de Tenerife angelaufen wird. Wer von Teneriffa nach Gran Canaria fährt, landet hier: im Schatten der vulkanischen Steilküste des Nordwestens, mit dem Blick auf den Roque Partido – den gespaltenen Felsen im Meer, auch bekannt als „Dedo de Dios" (Finger Gottes).

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El Risco – das Ende der Straße

Das Örtchen El Risco am Ausgangspunkt der Wanderung zum Charco Azul – ein winziges Dorf am Rand der Tamadaba-Schlucht.

El Risco ist kein Reiseziel, das man zufällig findet. Das winzige Dörfchen liegt am Ende einer schmalen Bergstraße, kurz vor dem Eingang zum Parque Natural de Tamadaba – und genau das macht es aus. Wer hier ankommt, kommt wegen einer Sache: der Wanderung zum Charco Azul – einem natürlichen Wasserbecken in der Risco-Schlucht, gespeist von einem Wasserfall. El Risco ist der Ausgangspunkt, die Straße endet hier, und dahinter beginnt das Naturschutzgebiet.

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Tamadaba – wo Gran Canaria am wildesten ist

Ein ausgedehnter Wald aus kanarischen Kiefern bedeckt weite Teile des Naturparks Tamadaba.

Es gibt einen Moment auf dem Weg zum Roque Faneque, kurz nach dem Rastplatz Llanos de la Mimbre, wenn der Kiefernwald endet und das Gelände unvermittelt abbricht: Senkrecht. 1.008 Meter senkrecht, direkt in den Atlantik. Die Klippen des Roque Faneque sind – nach aktuellen Untersuchungen – eine der höchsten aktiven Steilklippen der Welt, gemessen als direkt in den Ozean abfallende Felswand. Es gibt auf Gran Canaria viele beeindruckende Aussichtspunkte. Diesen vergisst man nicht.

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Wo der Berg ins Meer stürzt: Der Roque Faneque auf Gran Canaria

Blick auf das flache Gipfelplateau des Roque Faneque.

Es gibt Orte, die man einmal gesehen haben muss – und der Roque Faneque auf Gran Canaria gehört zweifellos dazu.Mit einer Höhendifferenz von rund 1.008 Metern zwischen Gipfel und Atlantik gehört der Roque Faneque zu den höchsten Meeresklippen Europas und zu den eindrucksvollsten Steilküsten der Kanarischen Inseln. Kein breiter Sandstrand, kein sanftes Abrollen ins Meer – hier endet der Berg abrupt, fast gewaltsam, in einem vertikalen Abfall, der den Atem verschlägt.

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Kaffee, Heilquellen und Lost Places: Das Barranco de Agaete

Talkessel des Barranco de Agaete auf Gran Canaria

Im Nordwesten Gran Canarias liegt ein Tal, das mit jedem Kilometer Einfahrt überraschender wird: das Barranco de Agaete – das Valle de Agaete. Es beginnt am Atlantik mit dem Hafen Puerto de las Nieves und führt tief ins Inselinnere, begleitet von üppiger Vegetation, Felswänden aus Basalt und einer Geschichte, die von Heilquellen, kolonialer Kaffeekultur und verlassenen Orten erzählt.

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Blaues Wunder in der Schlucht: Der Charco Azul im Naturpark Tamadaba

Der Charco Azul liegt still verborgen im Naturpark Tamadaba – ein türkisfarbenes Wasserbecken inmitten schroffen Gesteins.

Im wilden Nordwesten Gran Canarias verbirgt sich am Grund einer Basaltschlucht ein kleines Wunder: der Charco Azul – ein natürlicher See von leuchtendem Türkisblau, gespeist von einem Wasserfall, umgeben von wassergeschliffenen Felsen und üppiger Schluchtvegetation. Wer ihn kennt, hält ihn für eines der schönsten Naturziele der gesamten Insel.

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Grüne Wände, Froschgesang und geschliffener Basalt: Der Barranco del Risco

Wanderroute durchs Barranco del Risco.

Im Nordwesten Gran Canarias gibt es eine Schlucht, die die meisten Reisenden nie sehen: den Barranco del Risco – eine Felsschlucht im Parque Natural de Tamadaba, gespeist von Regenwasser aus dem Hochland, bewachsen von Moosen und Farnen in allen Grüntönen, belebt vom Quaken kanarischer Frösche. Hier führt der einzige Wanderweg zum legendären Charco Azul hindurch.

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