Vom Stausee auf den Gipfel: Die volle Tamadaba-Erfahrung von der Ostseite
Diese Rundwanderung verbindet zwei Landschaften, die am Tamadaba nur selten auf einer Tour erlebt werden: die stille Stauseenlandschaft an der Ostflanke und den höchsten Bereich des Massivs. Vom Parkplatz zwischen den Stauseen Lugarejos und Las Hoyas führt der S-96 zunächst steil hinauf zur Degollada la Laja. Über die Wanderwege S-90 und S-93 geht es weiter zur Montaña de Tamadaba (1.443 m) und zum Pico de la Bandera (1.440 m). Der Rückweg verläuft über Llanos de la Mimbre und durch die eindrucksvollen Schluchten der Ostseite zurück zum Ausgangspunkt.

11,5 Kilometer, 671 Höhenmeter, moderat. Bei klarer Sicht: Teneriffa vom Gipfel. Diese Route ist die anspruchsvollste der drei Barranco-Las-Hoyas-Varianten – und die lohnendste, wer den Gipfel will.
Rundweg Barranco Las Hoyas – Gipfel auf einen Blick
| Streckenlänge | 11,5 km (Rundwanderung) |
|---|---|
| Schwierigkeit | moderat – trittsicher, vorwiegend Pfade |
| Gehzeit | ca. 3:45 bis 4:30 Stunden |
| Höhenmeter Aufstieg | 671 hm |
| Höhenmeter Abstieg | 671 hm |
| Höchster Punkt | 1.443 m (Montaña de Tamadaba) |
| Niedrigster Punkt | 895 m (Parkplatz GC-215) |
| Startpunkt | Kleiner Parkplatz GC-215 zwischen Stauseen Lugarejos und Las Hoyas |
| Wegmarkierung | S-90, S-93, S-96 |
| Routentyp | Rundwanderung |
| Schutzstatus | Parque Natural de Tamadaba |
| Beste Reisezeit | Ganzjährig – Herbst und Winter für beste Fernsicht |
| Wasser | Proviant und Wasser für 3:45–4:30 h mitbringen |
| Besonderheit | Stauseen + Gipfel Montaña de Tamadaba + Teneriffa-Blick + Lomo del Camello |
Anfahrt und Startpunkt
Startpunkt: Kleiner Parkplatz an der GC-215 zwischen Stauseen Lugarejos und Las Hoyas. Einstieg bei den Wanderschildern S-96 Richtung Tamadaba auf der rechten Seite. Anfahrt von Artenara über GC-210 und GC-215. Parkplatz kostenlos.
Der abgelegene Startpunkt an den Stauseen ist nicht direkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die nächstgelegene Busverbindung endet in Artenara. Von dort ist für die Weiterfahrt ein Taxi oder ein Mietwagen erforderlich.
Aktuelle Busverbindungen Richtung Artenara unter Guaguasglobal.com – Busverbindungen Artenara
Die Wanderung in vier Abschnitten
Die Route folgt S-96, dann S-90/S-93 zum Gipfel, dann zurück über S-96. Gut markiert, leicht zu folgen.
Abschnitt 1: S-96 steil bergauf bis Degollada la Laja
Vom Parkplatz direkt auf den S-96 bergauf. Die Route steigt ca. 2 km steil an der Bergflanke entlang. Über 300 Höhenmeter bis zur Degollada la Laja – einem Pass, an dem sich die Ost- und Westseite des Massivs treffen. Auf dem Aufstieg öffnen sich immer wieder Blicke zurück auf die Stauseen Lugarejos und Las Hoyas tief unten im Tal.

Der Aufstieg ist der steilste Abschnitt der Tour. Für diese ersten 2 km ausreichend Kraft einteilen – der Weg oben ist angenehmer.
Abschnitt 2: Gipfel Montaña de Tamadaba
Hinter der Degollada la Laja überquert die Route die Straße und führt auf den Wanderwegen S-90 und S-93 durch den lichten Kiefernwald. Nach rund 1,1 Kilometern zweigt links ein schmaler Pfad ab. Er führt zunächst zur Montaña de Tamadaba (1.443 m) – dem höchsten Punkt des Massivs – und wenige Meter weiter zum Pico de la Bandera (1.440 m).

Vom Gipfel öffnet sich ein beeindruckendes Panorama über den Naturpark Tamadaba, die Westküste Gran Canarias und bei klarer Sicht bis zum Teide auf Teneriffa. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten sind die Fernblicke oft außergewöhnlich klar. Anschließend geht es auf demselben Pfad zurück zum Hauptweg S-90/S-93.

Abschnitt 3: Degollada de Humo, Llanos de la Mimbre und Cueva del Zapatero
Nach ca. 220 m Degollada de Humo und Straße. 100 m bergab bis Siete Pinos. S-90 links – Auf und Ab ca. 900 m bis Llanos de la Mimbre. Picknickpause unter Kiefern. Links, Fuente del Reventón, dann ca. 950 m bis zum Campingplatz.

Bergauf durch felsiges Waldgebiet, 780 m bis SL-93-Kreuzung. 90 m rechts zur Cueva del Zapatero. 550 m bis Straße, 150 m rechts, dann 950 m Waldweg, 300 m zurück: Degollada la Laja
Abschnitt 4: Abstieg S-96 und Schluchten zurück
Von der Degollada la Laja auf dem S-96 bergab. Die Landschaft auf dem Lomo del Camello wird felsiger und schroffer. Links die eindrucksvollen Wände der Schluchten Barranco del Camello und Barranco de la Hoya. Tiefe Einschnitte, die zum Tal hin entwässern – ein lohnender letzter Blick. Bald erreicht man den Parkplatz an der GC-215

Das Tamadaba-Massiv: Kiefernwald, Stauseen und Gipfel
Der Parque Natural de Tamadaba ist auf 7.538,6 Hektar einer der wertvollsten Kiefernwälder der Kanarischen Inseln. Von der Ostseite – dem Ausgangspunkt dieser Route – zeigt sich das Massiv von seiner wildesten Seite: steile Schluchten, Stauseewelt und ein langer Aufstieg auf den Hochkamm. Wer hier wandert, hat Tamadaba fast für sich allein.

Die Stauseen Lugarejos und Las Hoyas am Fuße der Ostflanke sind Teil eines komplexen Bewässerungssystems. Das Wasser, das der Kiefernwald aus den Passatwolken kondensiert, füllt diese Stauseen und versorgt die Landwirtschaft in den Tallagen des Nordens.
Flora und Fauna
Vom Stausee bergauf wechselt die Vegetation: Schilf und Weiden an den Ufern, offene Hangzonen mit Tabaibas, dann dichter Kiefernwald mit Zistrose, Baumheide und Bergthymian. Im Wald singen die endemischen Blaufinken. Über dem Gipfel kreisen Turmfalken. In den Schluchten am Abstieg nisten Blaumerlen

Schutzstatus und Regeln: Parque Natural de Tamadaba
Wildcampen verboten – nur Campingplatz Llanos de la Mimbre. Lagerfeuer strikt untersagt. Keine Pflanzenentnahme. Abfall mitnehmen. Leitungswasser nicht trinkbar.
Beste Reisezeit
| Herbst (Okt–Nov) | Klare Fernsicht auf Teneriffa, angenehme Temperaturen – optimal |
|---|---|
| Winter (Dez–Feb) | Beste Fernsicht vom Gipfel, Kiefernwald grün – sehr gut |
| Frühling (Mär–Mai) | Zistrosenblüte, milde Temperaturen – ideal |
| Sommer (Jun–Sep) | Kiefernwald kühl – auch im Sommer gut, früh starten |
Ausrüstung
| Schuhwerk | Festes Schuhwerk – steiler S-96 Aufstieg, felsiger Abstieg |
|---|---|
| Wasser | Mindestens 1,5 Liter – keine Trinkwasserquelle unterwegs |
| Sonnenschutz | Hut, Creme – Gipfel und offene Abschnitte |
| Windschutz | Leichte Jacke – Gipfelplateau kann windig sein |
GPS-Track und Routenplaner
Den vollständigen GPS-Track auf der Routenseite bei Sunhikes:
Zur Routenseite auf Sunhikes: Rundweg vom Barranco Las Hoyas auf dem Montaña de Tamadaba
Wer die Route individuell anpassen möchte, kann das im 3D-Routenplaner von Sunhikes tun:
Eigene Route planen – 3D-Routenplaner von Sunhikes
Praktische Tipps
S-96 Aufstieg: Die ersten 2 km sind der steilste Abschnitt. Langsam starten, Kraft einteilen. Oben auf der Degollada la Laja wird es angenehmer.
Gipfelpfad: Der kurze Abschnitt vom S-90 zum Gipfel ist weglos. Steinmännchen zeigen die Richtung. Wer sich unsicher fühlt, lässt den Gipfelabstecher weg – das Aussichtsplateau ca. 80 m weiter bietet ebenfalls gute Blicke.
Llanos de la Mimbre: Ideale Halbzeitpause. Picknicktische, Kiefernschatten, Stille.
Gipfelabstecher: Der kurze Pfad zur Montaña de Tamadaba und zum Pico de la Bandera ist schmal und teilweise unmarkiert. Steinmännchen erleichtern die Orientierung. Wer auf den Gipfel verzichtet, genießt wenige Meter weiter am Aussichtspunkt ebenfalls einen weiten Blick über das Tamadaba-Massiv.

Häufige Fragen
Warum hat diese Route mehr Höhenmeter als der Las-Hoyas-Rundweg mit Llanos de la Mimbre?
Kann man diese Tour mit der der Las-Hoyas-Rundweg mit Llanos de la Mimbre Wanderung kombinieren?
Wann sieht man Teneriffa am besten?
Was ist der Unterschied zwischen der Montaña de Tamadaba und dem Pico de la Bandera?
Lohnt sich der Gipfelabstecher zur Montaña de Tamadaba?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.
Weiterführende Informationen zu Gran Canaria und seinen Wanderwegen finden sich auf Sunhikes, dem Wanderportal mit detaillierten Beschreibungen aller Touren der Insel:


