Im schönsten Kiefernwald der Insel: Die Presa de las Niñas auf Gran Canaria
Wer auf Gran Canaria einen Ort sucht, an dem Ruhe und Natur im Mittelpunkt stehen, wird an der Presa de las Niñas fündig. Eingebettet in einen ausgedehnten Kiefernwald auf rund 1.000 Metern Höhe zählt der Stausee zu den schönsten Naherholungsgebieten der Insel. Hier bestimmen das Rauschen der Kanarischen Kiefern, der Duft des Waldes und die klare Bergluft das Erlebnis – fernab der Küste und des touristischen Trubels.

Der Presa de las Niñas ist auch als Naherholungsgebiet bekannt: Picknickplätze, Feuerstellen und ein offizieller Campingbereich machen ihn zum beliebtesten Ausflugsziel der Hochlandbevölkerung im Süden der Insel. Und er hat eine Geschichte – von einem Mädchen, einem alten Baum und einem Feuer.
Dieser Artikel liefert alle Informationen zu Wanderwegen, Camping, der Legende des Stausees, Anfahrt und Besuchstipps.
Steckbrief: Presa de las Niñas auf einen Blick
| Typ | Stausee / Naherholungsgebiet |
|---|---|
| Lage / Gemeinde | Tejeda (und San Bartolomé de Tirajana), Gran Canaria |
| Höhe | Ca. 1.000 m ü. M. |
| Schutzstatus | Teil des Parque Rural del Nublo / UNESCO-Biosphärenreservat |
| Besonderheit | Schöner Kiefernwald, Picknickbereich, Camping mit Genehmigung |
| Camping | Offizieller Campingplatz – Genehmigung beim Cabildo (mind. 72h vorher) |
| Eintritt | Kostenlos |
| Parken | Kostenlos an der Zufahrtsstraße und am Picknickbereich |
| Wildcampen | Verboten |
| Lagerfeuer | Verboten – Brandgefahr im Kiefernwald |
| Beste Reisezeit | Oktober bis Mai; Sommer Kiefernwald angenehm kühl |

Die Geschichte: Woher kommt der Name „Las Niñas“?
Der Name „Las Niñas“ – Die Mädchen – trägt eine Legende, die im Hochland Gran Canarias erzählt wird: Ein Mädchen namens Casandra soll an einem alten, nahezu feuerfesten Baum am Ufer des späteren Stausees gestorben sein – unter Umständen, die je nach Erzählversion unterschiedlich geschildert werden.
Die historische Wurzel des Namens ist unsicher. „Las Niñas“ könnte sich auch auf die Familie der Landbesitzer beziehen, die das Gebiet bewohnten, bevor der Stausee gebaut wurde. Wie so oft auf den Kanarischen Inseln vermischt sich historische Realität mit volkstümlicher Überlieferung – und macht den Ort dadurch interessanter.
Der Bau des Stausees
Die Presa de las Niñas ist ein künstlicher Stausee, der im Rahmen der großen Bewässerungsinfrastruktur Gran Canarias errichtet wurde. Er dient zur Trinkwasser- und Bewässerungsversorgung und ist gleichzeitig zu einem der beliebtesten Naherholungsziele des Hochlands geworden.
Der Kiefernwald: Grüne Stille auf 1.000 Metern
Der Kanarische Kiefernwald (Pinus canariensis) um die Presa de las Niñas ist einer der schönsten seiner Art auf Gran Canaria. Die Kiefern sind hier alt, gerade und hoch – bis zu 30 Meter. Ihr Harzgeruch, der rote Nadelstreu auf dem Boden und das Rauschen der Kronen im Wind schaffen eine Atmosphäre, die kaum mit anderen Naturräumen der Insel vergleichbar ist.

Ökologische Bedeutung
Der Kiefernwald der Presa de las Niñas ist Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Gran Canaria (seit 2005). Er gehört zum Parque Rural del Nublo und erfüllt wichtige ökologische Funktionen: Die Kiefern filtern Nebelfeuchtigkeit aus den Passatwolken und speisen so den Grundwasserspiegel – für Gran Canarias Wasserversorgung von entscheidender Bedeutung.
Wandern an der Presa de las Niñas
Die Presa de las Niñas ist Ziel und Wegpunkt mehrerer Wanderrouten im südlichen Hochland Gran Canarias. Die bekanntesten Routen starten in Barranquillo Andrés oder an der Presa del Salto del Perro und führen durch die Majada-Alta-Hochebene zum See.
Rundwanderung Majada Alta
Die Rundwanderung durch die Hochebene Majada Alta führt an der Presa de las Niñas vorbei und bietet weite Blicke über das südliche Hochland Gran Canarias. Die Route ist gut markiert und landschaftlich abwechslungsreich: Kiefernwald, Felsformationen, offenes Hochplateau und der stille See. Aktuelle GPS-Tracks bietet das Wanderportal Sunhikes.

Route zur Presa de Soria
Eine weitere klassische Verbindungsroute führt von der Presa de las Niñas zur Presa de Soria – dem größten Stausee der Kanarischen Inseln. Diese Tour verbindet zwei der schönsten Stauseen des Hochlands in einer anspruchsvollen Halbtagestour.

Camping an der Presa de las Niñas
Die Presa de las Niñas hat einen offiziellen Campingbereich mit Feuerstellen und Picknickplätzen – einen der wenigen legalen Campingplätze im Hochland Gran Canarias. Das Wildcampen im gesamten Parque Rural del Nublo ist strikt verboten.
So funktioniert die Genehmigung
Die Campinggenehmigung ist kostenlos und muss mindestens 72 Stunden vorher beim Cabildo de Gran Canaria online beantragt werden. Die Genehmigung gilt pro Gruppe und Aufenthaltsdauer. Lagerfeuer sind im gesamten Kiefernwald verboten – auch auf dem offiziellen Campingplatz gilt Feuerschutz.
Der Campingplatz verfügt über gemauerte Grill- und Feuerstellen. Deren Nutzung richtet sich jedoch nach den jeweils geltenden Waldbrandwarnstufen des Cabildo de Gran Canaria. Bei erhöhter Waldbrandgefahr ist offenes Feuer grundsätzlich verboten und die Grillstellen bleiben gesperrt. Vor dem Besuch empfiehlt es sich, die aktuellen Hinweise des Cabildo zu prüfen.
| Camping | Offiziell – Genehmigung beim Cabildo Gran Canaria (kostenlos) |
|---|---|
| Buchungsfrist | Mindestens 72 Stunden vorher online beantragen |
| Wildcampen | Verboten |
| Lagerfeuer | Verboten (Brandgefahr im Kiefernwald) |
| Picknickbereich | Vorhanden – Tische, Feuerstellen (Nutzung mit Vorsicht) |
| Toiletten | Vorhanden am Campingbereich |
| Trinkwasser | Verfügbar am Campingbereich; im Kiefernwald kein Leitungswasser |
| Lagerfeuer & Grillen | Offenes Feuer verboten; Grillstellen dürfen nur genutzt werden, wenn sie aufgrund der aktuellen Waldbrandwarnstufe freigegeben sind. |
Besuchsinfos: Presa de las Niñas
| Eintritt | Kostenlos |
|---|---|
| Zugang | Jederzeit |
| Parken | Kostenlos an der Zufahrtsstraße / Picknickbereich |
| Hunde | Erlaubt, an der Leine |
| Trinkwasser | Am Campingbereich verfügbar; kein Trinkwasser direkt am See |
| Beste Reisezeit | Oktober bis Mai; Juni–September angenehm kühl für Wanderungen |
Anfahrt zur Presa de las Niñas
Mit dem Auto: Von Maspalomas oder Playa del Inglés führt die Route zunächst über die GC-60 in Richtung San Bartolomé de Tirajana und Ayacata. Kurz vor Ayacata wechselt man auf die GC-605, die direkt zur Presa de las Niñas führt. Alternativ erreicht man den Stausee auch von Mogán aus über die GC-605. Von Las Palmas fährt man zunächst über die GC-15 bis Cruz de Tejeda und folgt anschließend den Straßen durch das Hochland in Richtung Presa de las Niñas.
Mit dem Bus: Die Busverbindungen ins Hochland Majada Alta sind eingeschränkt. Ein Mietwagen ist die praktischste Lösung. Aktuelle Verbindungen auf guaguasglobal.com.
Kombinationen: Was liegt in der Nähe?
| Presa del Salto del Perro | Ca. 5 km – Start vieler Majada-Alta-Wanderungen |
|---|---|
| Presa de Soria | Ca. 8 km – größter Stausee der Kanarischen Inseln |
| Montaña de Tauro | Ca. 10 km – Naturdenkmal, Kultplatz der Guanchen |
| Barranquillo Andrés | Ca. 8 km – Ausgangspunkt vieler Wandertouren |
| Tejeda Ortskern | Ca. 15 km – Mandelspezialitäten, Restaurants |

Beste Reisezeit für die Presa de las Niñas
| Jahreszeit | Bedingungen |
|---|---|
| Herbst (Okt–Nov) | Sehr gut: Stausee füllt sich nach ersten Regen; Kiefernwald grün |
| Winter (Dez–Feb) | Ideal: voll gefüllter See; frischer Kiefernwald; selten Schnee möglich |
| Frühling (Mär–Mai) | Gut: Wasserstand hoch; Fauna erwacht; angenehme Wandertemperaturen |
| Sommer (Jun–Sep) | Stausee teils niedrig; Kiefernwald aber angenehm kühl (Campingempfehlung) |
Häufige Fragen zur Presa de las Niñas
Kann man an der Presa de las Niñas campen?
Woher kommt der Name Presa de las Niñas?
Wie voll ist die Presa de las Niñas?
Darf man an der Presa de las Niñas grillen?
Warum ist die Presa de las Niñas ein beliebtes Ausflugsziel?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.


