Von Stausee zu Stausee: Die stille Hochlandrunde Majada Alta
Zwei Stauseen, eine Höhle, ein Kanal und das weite Schweigen des Hochlandes der Majada Alta – das ist diese Tour. Zwischen dem Presa del Salto del Perro und dem Presa de las Niñas liegt eine leichte, fast vergessene Rundwanderung auf knapp 1.000 Metern Höhe, die zeigt, wie Gran Canaria abseits der Touristenrouten aussieht: karg, weit, steil, schön.

Die Route startet am Parkplatz des Stausees Presa del Salto del Perro am Fuß der Montaña de Tauro, führt über die Degollada de Majada Alta und den Canal de las Niñas zum Stausee Presa de las Niñas, vorbei an einer Hirtenquellhöhle, über den Alto de los Ceniceros und schließlich durch die beeindruckenden Cuevas de Majada zurück zum Ausgangspunkt. 6,7 Kilometer, 188 Höhenmeter, leicht – mit Trittsicherheit.
Wanderung Stauseen Salto del Perro – Las Niñas auf einen Blick
| Streckenlänge | 6,7 km (Rundwanderung) |
|---|---|
| Schwierigkeit | leicht – trittsicher, vorwiegend Pfade |
| Gehzeit | ca. 2:00 bis 2:45 Stunden |
| Höhenmeter Aufstieg | 188 hm |
| Höhenmeter Abstieg | 188 hm |
| Höchster Punkt | 965 m (Cuevas de Majada) |
| Niedrigster Punkt | 891 m (Presa del Salto del Perro) |
| Startpunkt | Parkplatz Presa del Salto del Perro, Fuß der Montaña de Tauro, Mogán |
| Wegmarkierung | Keine – GPS-Track empfohlen |
| Routentyp | Rundwanderung |
| Beste Reisezeit | Oktober bis April – ganzjährig; bei Regen/Sturm nicht empfohlen |
| Wasser | Wasser, festes Schuhwerk, Sonnen- und Windschutz mitbringen |
| Besonderheit | Zwei Stauseen + Cuevas de Majada + Hirtenquellhöhle + Canal de las Niñas |
Anfahrt und Startpunkt
Mit dem Auto: Der Startpunkt befindet sich am Parkplatz der Presa del Salto del Perro am Fuß der Montaña de Tauro. Die Anfahrt erfolgt aus dem Süden über die GC-1 bis nach Mogán. Von dort führt die GC-200 weiter ins Hochland. Anschließend geht es über eine schmale, kurvenreiche Bergstraße in Richtung Majada Alta und Presa de las Niñas bis zum kostenlosen Parkplatz am Stausee.
Hinweis: Die Bergstraßen im Hochland sind teilweise sehr schmal und erfordern eine vorausschauende Fahrweise.
Mit dem Bus (ÖPNV): Der Startpunkt an der Presa del Salto del Perro ist nicht direkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die nächstgelegenen regelmäßigen Busverbindungen von Guaguas Global enden im Dorf Mogán. Für die Weiterfahrt ins Hochland zum Ausgangspunkt ist daher ein Taxi oder Mietwagen erforderlich. Aktuelle Busverbindungen unter Guaguasglobal.com – Busverbindungen Mogán
Die Wanderung in vier Abschnitten
Keine offizielle Wegmarkierung – GPS-Track ist Pflicht. Besondere Vorsicht auf Abschnitten mit losem Untergrund. Bei Regen und Sturm Tour verschieben.
Abschnitt 1: Stausee Salto del Perro und Kanalweg
Vom Parkplatz führt ein Pfad direkt hinab zur Staumauer. Wer sich auf der Staumauer nicht sicher fühlt, wählt die Umgehung nach links. Hinter der Staumauer geht es durch felsiges Terrain entlang eines Kanals. Nach ca. 900 Metern öffnet sich der grandiose Ausblick auf das Barranquillo Andrés – die breite Schlucht mit den zerklüfteten Berghängen ringsum.

Abschnitt 2: Degollada de Majada Alta und Canal de las Niñas
Nach weiteren 50 Metern am Kanal überquert man diesen und steigt links in einer Kehre zur Degollada de Majada Alta auf. Ein Wegweiser zeigt: links Stausee Salto del Perro, rechts Stausee Las Niñas. Rechts abbiegen. Der Weg passiert die Cuevas de Majada in Sichtweite – sie werden auf dem Rückweg besucht – und führt bergab an einigen Gebäuden vorbei.

Vor der Cañada Grande ein kurzer Anstieg, dann folgt der Weg dem Canal de las Niñas. Nach ca. 300 Metern verlässt man den Kanal nach links bergauf – und steigt hinunter zum Stausee Presa de las Niñas. Der Kontrast ist eindrucksvoll: Die karge Hochlandfelsenwelt gibt dem grünen Kiefernwald hinter dem Stausee Raum – ein ruhiges, weitläufiges Bild.

Abschnitt 3: Hirtenquellhöhle und Alto de los Ceniceros
Am Stausee Presa de las Niñas trifft man auf den Kanal – diesem folgt man ca. 700 Meter nach links. Dann ein besonderes Detail: eine Höhle mit einer Quelle im Felsen, die Hirten früher als Unterstand nutzten. Das Wasser sickert noch heute durch den Fels – ein stiller Zeuge der Hochlandnutzung durch vergangene Generationen.

Nach der Hirtenquellhöhle steigt der Zickzack-Weg sanft auf bis zum Alto de los Ceniceros – dem höchsten Punkt der Runde. Von hier führt eine Piste bergauf weiter. Nach insgesamt etwa 4,9 Kilometern zweigt links ein weiterer Wanderpfad ab, dem die Route zu den Cuevas de Majada folgt.
Abschnitt 4: Cuevas de Majada und Rückweg
Ca. 200 Meter nach dem Abzweig nimmt man auf Höhe der Gebäude den Pfad nach rechts, der über steiniges und felsiges Terrain 600 Meter bergauf zu den Cuevas de Majada führt. Die große Höhle unter der Felskuppe war jahrhundertelang Hirtenunterschlupf – kühl, ruhig, eindrucksvoll. Nach der Besichtigung und zwei kleinen Ab- und Aufstiegen geht es steil bergab zurück zum Stausee Presa del Salto del Perro und zum Parkplatz.

Presa de las Niñas: Der Stausee mit dem Kiefernwald
Der Stausee Presa de las Niñas liegt auf etwa 900 Metern im Hochland zwischen Mogán und San Bartolomé de Tirajana. Er gehört zu den schöneren Stauseen Gran Canarias – nicht wegen seiner Größe, sondern wegen seines Kiefernwaldumgebung: Pinus canariensis wächst direkt bis ans Ufer. Bei gutem Wasserstand spiegeln sich die Kiefern im Wasser. Der Stausee ist Teil des Kanalsystems Canal de las Niñas, das Wasser aus dem Hochland für die Bewässerung im Süden der Insel sammelt und leitet.

Die Presa del Salto del Perro (Stausee des Hundessprungs) liegt etwas tiefer und ist meist ausgetrocknet. Sein weites, ausgehöhltes Becken aus Vulkangestein hat eine eigenartige, mondlandschaftliche Schönheit.
Flora und Fauna: Kiefern, Kanäle und Eidechsen
Das Hochland der Majada Alta zeigt zwei verschiedene Welten: Im Bereich der Stauseen wächst Kanarische Kiefer (Pinus canariensis) in dichteren Beständen. In den felsigen Bereichen zwischen den Stauseen dominieren Tabaibas, Cardonales und Aeonium-Arten. An der Hirtenquellhöhle gedeihen feuchtigkeitsliebende Farne und Moose in den Felsspalten. Die Kanarische Eidechse (Gallotia stehlini) ist auf den Felsen allgegenwärtig. Über dem Hochland kreisen Turmfalken.
Beste Reisezeit
| Herbst (Okt–Nov) | Gute Wasserführung, angenehme Temperaturen – empfehlenswert |
|---|---|
| Winter (Dez–Feb) | Kühl, ruhig, Kiefernwald intensiv grün – sehr gut |
| Frühling (Mär–Mai) | Milde Temperaturen, gelegentliche Blüte – sehr gut |
| Sommer (Jun–Sep) | Heiß, trocken – früher Start vor 9 Uhr; Stauseen können leer sein |

Ausrüstung
| Schuhwerk | Festes Schuhwerk – steinige Pfade, felsige Abschnitte |
|---|---|
| Wasser | Mindestens 1,5 Liter – kein Quellwasser sicher trinkbar unterwegs |
| Sonnenschutz | Hut, Brille, Creme – offenes Hochland ohne Schatten |
| Windschutz | Leichte Jacke – Hochlage und Kammabschnitte können windig sein |
| Navigation | GPS-Track Pflicht – keine Wegmarkierung |
Kombinationsmöglichkeiten
| Kürzere Variante | Wanderung nur zum Presa del Salto del Perro und Cuevas de Majada: 4,8 km, moderat |
|---|---|
| Große Majada-Alta-Runde | Rundwanderung Baranquillo Andrés – Presa Las Niñas – Soria: 11,4 km, moderat |
| Montaña de Tauro | Wanderung auf den Tauro: 5,4 km, moderat – Gipfel des Naturmonuments |
| Puerto de Mogán | 45 Min. Fahrt – der Hafen mit venezianischem Charme; Bootsfahrten, Restaurants |

GPS-Track und Routenplaner
Den vollständigen GPS-Track – inklusive Höhenprofil, Wegpunkte, GPX-Download und Bewertungen anderer Wandernder – findet man auf der Routenseite bei Sunhikes:
Zur Routenseite auf Sunhikes: Rundwanderung Stauseen Presa del Salto del Perro und Las Niñas
Wer die Route individuell anpassen möchte, kann das im 3D-Routenplaner von Sunhikes tun:
Eigene Route planen – 3D-Routenplaner von Sunhikes
Praktische Tipps
GPS-Track mitnehmen: Keine Wegmarkierung – GPS ist auf dieser Tour unverzichtbar. Die Wegführung um die Gebäude von Majada Alta und am Kanal ist ohne Track schwer zu folgen.
Staumauerquerung: Wer sich auf der Staumauer nicht sicher fühlt, wählt die Umgehung nach links. Diese ist sicherer und kaum länger.
Bei Regen: Tour verschieben – steinige Pfade und felsige Abschnitte werden rutschig.
Stille Runde: Diese Tour ist kaum bekannt und kaum besucht. Wer das stille Hochland Gran Canarias für sich sucht, findet es hier.

Häufige Fragen zur Rundwanderung Stauseen Majada Alta
Was ist der Unterschied zwischen dieser Tour und der kürzeren Variante?
Kann man am Stausee Presa de las Niñas schwimmen?
Ist die Tour wirklich leicht?
Ist die Wanderung ausgeschildert?
Kann man die Tour auch mit der kürzeren Majada-Runde kombinieren?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.
Weiterführende Informationen zu Gran Canaria und seinen Wanderwegen finden sich auf Sunhikes, dem Wanderportal mit detaillierten Beschreibungen aller Touren der Insel:


