Schnell auf den Gipfel: Die kürzeste Runde zum höchsten Punkt des Tamadaba

Sechs Kilometer, 271 Höhenmeter, leicht – und trotzdem ein echter Gipfel. Diese kurze Rundwanderung führt auf den höchsten Punkt des Tamadaba-Massivs. Sie erreicht denselben Gipfel wie die längere S-90-Runde, nimmt für den Rückweg jedoch die kürzere Variante über das Forsthaus und einen kurzen Straßenabschnitt statt über Llanos de la Mimbre. Das Ergebnis ist eine kompakte Wanderung mit großem Gipfelerlebnis.

Das Panorama von den Gipfeln des Tamadaba zeigt die weite Berglandschaft Gran Canarias.
Das Panorama von den Gipfeln des Tamadaba zeigt die weite Berglandschaft Gran Canarias.

Die Route eignet sich hervorragend als erste Tamadaba-Tour, für Familien mit Kindern oder wenn die Zeit knapp ist. Der dichte Kanarische Kiefernwald beeindruckt vom ersten Schritt an. Vom Gipfel der Montaña de Tamadaba (1.443 m) reicht der Blick bei klarer Sicht bis zum Teide auf Teneriffa.

Startpunkt ist wie bei allen Tamadaba-Routen die Degollada de Las Lajas an der GC-216. Die Route folgt S-90 und S-93. Kein GPS-Track zwingend erforderlich – die Wegmarkierung trägt sicher durch die Tour.

Kurze Tamadaba-Gipfelrunde auf einen Blick

Streckenlänge6,0 km (Rundwanderung)
Schwierigkeitleicht – trittsicher, vorwiegend Pfade
Gehzeitca. 1:45 bis 2:30 Stunden
Höhenmeter Aufstieg271 hm
Höhenmeter Abstieg271 hm
Höchster Punkt1.443 m (Gipfel Montaña de Tamadaba)
Niedrigster Punkt1.229 m (Degollada de Las Lajas)
StartpunktDegollada de Las Lajas, GC-216, Parque Natural de Tamadaba
WegmarkierungS-90, S-93
RoutentypRundwanderung
SchutzstatusParque Natural de Tamadaba
Beste ReisezeitGanzjährig – auch im Sommer angenehm kühl
Wasser0,5–1 Liter mitbringen – keine Trinkwasserquelle unterwegs
BesonderheitGipfel Montaña de Tamadaba (1.443 m) + Cueva del Zapatero + kurze Runde
Hinweisschilder am Startpunkt an der Degollada de Las Lajas.
Hinweisschilder am Startpunkt an der Degollada de Las Lajas.

Anfahrt und Startpunkt

Der Startpunkt der Wanderung liegt an der Degollada de Las Lajas im Parque Natural de Tamadaba.

Mit dem Auto: Die Anfahrt erfolgt über die GC-216. Von der Kreuzung GC-210 / GC-217 führt die Straße Richtung Tamadaba. Nach etwa vier Kilometern erreicht man die Degollada de Las Lajas, wo der Wanderparkplatz und Hinweisschilder den Einstieg zur Route markieren. Kostenlose Parkplätze stehen direkt am Startpunkt zur Verfügung.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die Degollada de Las Lajas wird nicht direkt von Bussen angefahren. Die nächstgelegene Haltestelle befindet sich in Artenara. Von dort gelangt man mit dem Taxi oder einem Mietwagen zum Startpunkt. Aktuelle Busverbindungen nach Artenara unter Guaguasglobal.com – Busverbindungen Artenara / Tamadaba

Die Wanderung in drei Abschnitten

Die Route folgt S-90 und S-93. Der Unterschied zur längeren S-90-Runde liegt im Rückweg: Statt über Llanos de la Mimbre führt diese Variante über das Forsthaus und einen kurzen Straßenabschnitt zurück – kürzer, aber ohne den idyllischen Rastplatz.

Der Wanderweg führt durch lichten Kiefernwald im Parque Natural de Tamadaba.
Der Wanderweg führt durch lichten Kiefernwald im Parque Natural de Tamadaba.

Abschnitt 1: Aufstieg auf den Gipfel Montaña de Tamadaba

Hinter den Hinweisschildern beginnt der Wanderweg durch den lichten Kiefernwald. Die Route folgt zunächst den gemeinsam verlaufenden Wanderwegen S-90 und S-93. Schon nach wenigen Minuten prägen der Duft der Kanarischen Kiefern und das gefilterte Licht unter den Baumkronen die besondere Atmosphäre des Naturparks.

Panoramablick vom Gipfel des Montaña de Tamadaba (1.433 m).
Panoramablick vom Gipfel des Montaña de Tamadaba (1.433 m).

Nach rund 1,1 Kilometern erreicht man einen Abzweig. Ein kurzer Pfad führt links hinauf zur Montaña de Tamadaba (1.443 m) – dem höchsten Punkt des Massivs – und wenige Meter weiter zum Pico de la Bandera (1.440 m). Vom Gipfel reicht der Blick über den Naturpark Tamadaba bis zum Teide auf Teneriffa, wenn die Sicht klar ist.

Der Naturpark Tamadaba bietet großartige Ausblicke auf Teneriffa.
Der Naturpark Tamadaba bietet großartige Ausblicke auf Teneriffa.

Abschnitt 2: Aussichtsplateau und Weggabelung

Auf dem Rückweg führt derselbe Pfad zurück zu den Wanderwegen S-90 und S-93. Diesen folgt man nach links. Nach etwa 80 Metern lohnt sich ein kurzer Abstecher zu einem Aussichtspunkt mit weitem Blick über den Kiefernwald.

Die Wanderroute durch einen der größten zusammenhängenden Bestände der kanarischen Kiefer auf Gran Canaria.
Die Wanderroute durch einen der größten zusammenhängenden Bestände der kanarischen Kiefer auf Gran Canaria.

Nach ca. 700 Metern kommt eine Weggabelung. Hier links auf dem S-93 weitergehen – das ist der Unterschied zur längeren S-90-Runde, die rechts auf S-90 abbiegt und über Llanos de la Mimbre führt. Auf dem S-93 folgt die Route nach 130 Metern für ca. 500 Meter der Straße nach links, dann ca. 1,15 Kilometer bis zum Forsthaus

Abschnitt 3: Forsthaus, Cueva del Zapatero und Rückweg

Am Forsthaus (Casa Forestal) angekommen, geht es nach einigen Metern durch den Wald weiter. Nach ca. 500 Metern verlässt man den S-93 und stößt auf die Cueva del Zapatero – die Schusterhöhle. Diese natürliche Felsöffnung liegt direkt am Weg und ist leicht zu übersehen. Kurz innehalten und hineinsehen lohnt sich.

Die Cueva del Zapatero – die Schusterhöhle – im Naturpark Tamadaba.
Die Cueva del Zapatero – die Schusterhöhle – im Naturpark Tamadaba.

Nach 550 Metern erreicht man die Straße, der man 150 Meter nach rechts folgt. Dann links 950 Meter in den Wald. Nach dem Waldabschnitt führt die Straße nach links ca. 300 Meter zurück zum Ausgangspunkt Degollada de Las Lajas

Der Parque Natural de Tamadaba

Das Tamadaba-Altavista-Massiv beherbergt auf 7.538,6 Hektar einen der wertvollsten Kiefernwälder der Kanarischen Inseln. Der Parque Natural de Tamadaba ist der einzige nach Norden ausgerichtete Kiefernwald Gran Canarias – feuchter, üppiger und artenreicher als die südexponierten Kiefernwälder. Die Kanarischen Kiefern kondensieren Feuchtigkeit aus den Passatwolken und liefern damit horizontale Niederschläge, die die Grundwasserreserven der Insel auffüllen.

Der lichte Kiefernwald ist charakteristisch für den Parque Natural de Tamadaba.
Der lichte Kiefernwald ist charakteristisch für den Parque Natural de Tamadaba.

Schutzstatus und Regeln: Parque Natural de Tamadaba

Die Route verläuft durch den Parque Natural de Tamadaba. Wildcampen ist verboten – nur auf dem offiziellen Campingplatz Llanos de la Mimbre. Lagerfeuer sind im gesamten Naturpark strikt untersagt. Keine Pflanzenentnahme. Abfall mitnehmen. Leitungswasser nicht trinkbar.

Flora und Fauna

Der Tamadaba-Kiefernwald beherbergt eine reiche Flora: Zistrose (Cistus ocreatus), Baumheide (Erica arborea), Gagelstrauch (Morella faya) und der endemische Bergthymian (Micromeria pineolens). Im Wald singen Blaufinken (Fringilla teydea polatzeki) – eine auf Gran Canaria heimische Unterart. Über dem Gipfel kreisen Turmfalken.

Gran-Canaria-Fink (Fringilla teydea polatzeki)
Gran-Canaria-Fink (Fringilla teydea polatzeki)

Beste Reisezeit

GanzjährigKiefernwald angenehm zu jeder Jahreszeit – keine Einschränkung
Herbst (Okt–Nov)Klare Sicht, angenehme Temperaturen – Teneriffa gut sichtbar
Sommer (Jun–Sep)Angenehm kühl im Kiefernwald – ideal wenn der Rest der Insel heiß ist
Winter (Dez–Feb)Intensiv grüner Wald, gute Fernsicht – sehr schön

Ausrüstung

SchuhwerkFestes Schuhwerk empfohlen – Gipfelpfad teils weglos und steinig
Wasser0,5–1 Liter mitbringen – kurze Tour, keine Quelle unterwegs
SonnenschutzHut, Creme – Gipfelbereich ohne Schatten
WindschutzLeichte Jacke – Gipfel kann windig sein

Kombinationsmöglichkeiten

S-90 Rundweg7,4 km, moderat – die längere Variante mit Llanos de la Mimbre
Große Faneque-Runde11,8 km, schwer – vom Gipfel weiter zum Roque Faneque
Tamadaba → Agaete10,7 km, moderat – Abstieg vom Kiefernwald ans Meer
Die kleine Runde auf den Montaña de Tamadaba5,2 km, leicht – ähnliche Tour mit anderem Rückweg
Große Faneque-Runde: schroffe Felslandschaft am Roque Faneque.
Große Faneque-Runde: schroffe Felslandschaft am Roque Faneque.

GPS-Track und Routenplaner

Den vollständigen GPS-Track – inklusive Höhenprofil, Wegpunkte, GPX-Download – findet man auf der Routenseite bei Sunhikes:

Zur Routenseite auf Sunhikes: Kurze Rundwanderung auf den höchsten Punkt des Tamadaba Massivs

Wer die Route individuell anpassen möchte:

Eigene Route planen – 3D-Routenplaner von Sunhikes

Praktische Tipps

Gipfelpfad: Der kurze Abschnitt zum Gipfel ist weglos und mit Steinmännchen markiert. Wer sich unsicher fühlt, lässt den Abstecher weg – das Aussichtsplateau ca. 80 m nach dem Gipfelrückweg bietet ebenfalls schöne Ausblicke.

Unterschied zur S-90-Runde: Diese Tour (6 km) führt über das Forsthaus zurück statt über Llanos de la Mimbre. Für eine Rast am idyllischen Kiefernrastplatz die S-90-Runde (7,4 km) wählen.

Kein Feuer: Lagerfeuer sind im gesamten Naturpark strikt verboten – kein Kompromiss.

Familien: Diese Tour ist für Kinder ab ca. 6 Jahren gut geeignet. Der Gipfelabschnitt erfordert Aufmerksamkeit. Festes Schuhwerk für alle.

Ausblick vom Naturpark Tamadaba bis zum Roque Nublo.
Ausblick vom Naturpark Tamadaba bis zum Roque Nublo.

Häufige Fragen zur kurzen Tamadaba-Gipfelrunde

Was ist der Unterschied zwischen dieser Tour und der S-90-Runde?

Beide Wanderungen führen auf die Montaña de Tamadaba (1.443 m). Die längere S-90-Runde verläuft über den Rastplatz Llanos de la Mimbre und bietet mehr Abwechslung. Diese kurze Variante kehrt über das Forsthaus zurück und eignet sich besonders, wenn nur wenig Zeit zur Verfügung steht.

Für wen ist diese Route geeignet?

Für alle Einsteiger, Familien mit Kindern ab ca. 6 Jahren und alle, die eine kurze, schöne Tour im Tamadaba suchen. Trittsicherheit ist ausreichend – kein GPS-Track zwingend erforderlich. Die Route ist gut beschildert und leicht zu folgen.

Kann man im Tamadaba zelten?

Wildcampen ist im Parque Natural de Tamadaba nicht erlaubt. Der einzige legale Übernachtungsplatz ist der offizielle Campingplatz Llanos de la Mimbre. Da die Stellplätze besonders an Wochenenden und in den Ferien häufig lange im Voraus ausgebucht sind, empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung über das Cabildo de Gran Canaria.

Wie lange dauert die Tour wirklich?

Die offizielle Gehzeit beträgt 1:45 bis 2:30 Stunden. Mit Gipfelpause, Aussichtsplateau und Besichtigung der Cueva del Zapatero sollte man 2:30 bis 3 Stunden einplanen.

Ist die Montaña de Tamadaba oder der Pico de la Bandera der höchste Punkt?

Die Montaña de Tamadaba ist mit 1.443 Metern der höchste Punkt des Tamadaba-Massivs. Nur wenige Meter entfernt liegt der Pico de la Bandera (1.440 m). Der kurze Gipfelabstecher dieser Wanderung führt an beiden Punkten vorbei und bietet eindrucksvolle Ausblicke über den Naturpark und bei klarer Sicht bis zum Teide auf Teneriffa.

Braucht man für die kurze Gipfelrunde einen GPS-Track?

Nein. Die Route verläuft überwiegend auf den gut ausgeschilderten Wanderwegen S-90 und S-93. Lediglich der kurze Gipfelpfad zur Montaña de Tamadaba und zum Pico de la Bandera ist schmaler und teilweise durch Steinmännchen markiert. Wer den Hauptwegen folgt, kann die Wanderung auch ohne GPS gut bewältigen.

Lohnt sich diese Wanderung auch ohne Gipfelabstecher?

Ja. Bereits entlang der markierten Wanderwege S-90 und S-93 eröffnen sich schöne Ausblicke auf den Kiefernwald des Tamadaba und die Berglandschaft Gran Canarias. Wer den kurzen, steinigeren Gipfelpfad auslassen möchte, findet am Aussichtsplateau unweit der Wegkreuzung ebenfalls hervorragende Panoramablicke.

Kann man die kurze Gipfelrunde mit anderen Wanderungen kombinieren?

Ja. Die Route eignet sich hervorragend als Einstieg in den Naturpark Tamadaba. Wer anschließend noch weiterwandern möchte, kann sie mit der längeren S-90-Runde, der Wanderung zum Roque Faneque oder dem Abstieg nach Agaete kombinieren. So lässt sich die Tour je nach verfügbarer Zeit flexibel erweitern.

Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.

Weiterführende Informationen zu Gran Canaria und seinen Wanderwegen finden sich auf Sunhikes, dem Wanderportal mit detaillierten Beschreibungen aller Touren der Insel:

www.sunhikes.com