Drei Felsenfenster, ein Gipfel: Die große Roque-Nublo-Runde

Am Roque Nublo kennt jeder das eine Bild: der 65 Meter hohe Basaltmonolith vor blauem Himmel. Was die wenigsten wissen: Rund um diesen Felsen gibt es drei Felsenfenster – natürliche Steinbögen, die den Blick auf den Nublo, den Bentayga und bis nach Teneriffa rahmen wie ein Gemälde. Diese Tour besucht alle drei: den Arco Aserrador (Ventana del Bentayga), den abgelegenen und anspruchsvollen Cuchillon-Bogen und die legendäre Ventana del Nublo. 15,2 Kilometer, 906 Höhenmeter, schwer – und eines der großen Wandererlebnisse Gran Canarias.

Wie zwei Elefanten scheinen die Felsformationen der Ventana del Bentayga vor dem Himmel zu stehen
Wie zwei Elefanten scheinen die Felsformationen der Ventana del Bentayga vor dem Himmel zu stehen

Die Route startet am Parkplatz La Goleta und führt im großen Bogen durch den Parque Rural del Nublo: zunaechst über den Risco de la Fogalera mit seinem Panoramablick auf Roque Nublo und Caldera de Tejeda, dann zum Bentayga-Fenster am Lomo del Aserrador, hinab zum Stausee Presa de Elba, hinauf zur Candelilla und dem anspruchsvollen Cuchillon-Kamm, weiter zur Ventana del Nublo und schliesslich auf den Gipfel des El Montañón (1.744 m) – mit Blick auf alles, was Gran Canaria im Inneren zu bieten hat.

Dieser Artikel liefert den vollständigen Steckbrief, eine detaillierte Routenbeschreibung in fünf Abschnitten, Hintergründe zu den Felsenfenstern, Pflichthinweise zur Reservierungspflicht sowie alle Tipps für eine sichere Planung.

Wichtiger Hinweis: Reservierungspflicht am Roque Nublo (S-70)

Diese Route verläuft über den Wanderweg S-70, der zum geschützten Gipfelbereich des Roque Nublo führt. Seit dem 3. Februar 2025 gilt für diesen Bereich eine Reservierungspflicht. Wer ohne Reservierung dort ankommt, wird abgewiesen. Die wichtigsten Regeln im Überblick:

ReservierungOnline unter reservasroquenublo.com – kostenlos, Pflicht
ÖffnungszeitenMontag bis Sonntag, 09:00 bis 17:00 Uhr
KapazitätMax. 60 Personen pro Stunde, max. 300 Personen pro Tag
Shuttle ab TejedaFahrzeit ca. 30 Minuten – alle 30 Min. von 09:30 bis 18:00 Uhr
Shuttle ab Cruz de Los LlanosFahrzeit ca. 10 Minuten – alle 30 Min. von 09:30 bis 18:00 Uhr
Bus MaspalomasGlobal Linie 18 – 3 Verbindungen täglich
Parkplatz La GoletaGesperrt – Anreise per Shuttle oder zu Fuss
AusnahmenAndere Wanderwege (nicht S-70), Schulen, offizielle Gruppen, Einwohner Artenara/Tejeda

Reservierungen müssen vorab auf reservasroquenublo.com vorgenommen werden. Ohne gültigen Reservierungsnachweis kein Zugang zum S-70-Bereich.

Montaña de Aserrador: Blick zum Ventana del Bentayga bis La Aldea, mit Teneriffa am Horizont.
Montaña de Aserrador: Blick zum Ventana del Bentayga bis La Aldea, mit Teneriffa am Horizont.

Wanderung drei Felsenfenster Roque Nublo auf einen Blick

Streckenlänge15,2 km (Rundwanderung)
Schwierigkeitschwer – schwindelfrei, trittsicher, streckenweise weglos, guter Orientierungssinn
Der anspruchsvollste Teil der Tour ist der Anstieg von La Candelilla hinauf zum Cuchillón. Der Weg gewinnt hier auf kurzer Distanz viele Höhenmeter und verläuft überwiegend in der Sonne. Besonders während der Mittagsstunden können Hitze und Steigung die Kondition zusätzlich fordern. Ausreichend Wasser und regelmäßige kurze Pausen machen diesen Abschnitt deutlich angenehmer.
Gehzeitca. 5:30 bis 6:15 Stunden
Höhenmeter Aufstieg906 hm
Höhenmeter Abstieg906 hm
Höchster Punkt1.744 m (El Montañón)
Niedrigster Punkt1.195 m (Parkplatz La Goleta)
StartpunktParkplatz La Goleta, GC-600, Tejeda (Shuttle empfohlen)
WegmarkierungS-70, S-82, S-50, S-51 – streckenweise nicht markiert
RoutentypRundwanderung
SchutzstatusParque Rural del Nublo
Beste ReisezeitOktober bis April – klare Sicht, angenehme Temperaturen
WasserMindestens 3 Liter mitnehmen – keine Quelle auf der Route
AuslastungModerat – abseits der Hauptwege ruhig
BesonderheitDrei Felsenfenster: Arco Aserrador, Cuchillon-Bogen, Ventana del Nublo
Felsbogen mit Blick auf Acusa Seca und Altavista
Felsformationen Roque San José und El Fraile beim Roque Nublo.

Anfahrt und Startpunkt

Der Startpunkt ist der Parkplatz La Goleta an der GC-600 zwischen Tejeda und Cruz de Tejeda. Wichtig: Der Parkplatz ist geschlossen, da der Zugang zum S-70-Bereich nur per Shuttle oder zu Fuss erlaubt ist. Der Shuttle faehrt ab Tejeda (30 Minuten, alle 30 Min. ab 09:30 Uhr) und ab Cruz de Los Llanos (10 Minuten, alle 30 Min. ab 09:30 Uhr). Letzte Fahrt jeweils um 18:00 Uhr.

Mit dem Bus kommt man per Global Linie 18 dreimal taeglich aus Maspalomas nach Tejeda. Von dort den Shuttle zum Parkplatz nehmen. Aktuelle Fahrpläne unter: Guaguasglobal.com – Busverbindungen Tejeda / Roque Nublo.

Die Wanderung: fünf Abschnitte durch den Parque Rural del Nublo

Die Route folgt zunächst dem markierten Wanderweg S-70, wechselt dann auf teils unmarkierte Pfade zum Bentayga-Fenster, kehrt auf den offiziellen Weg zurück und führt über den Cuchillon-Kamm und die Ventana del Nublo zum Gipfel des El Montañón. Ein GPS-Track ist auf dieser Tour unverzichtbar – mehrere Abschnitte sind nicht oder schlecht markiert.

Wanderpfad mit Blick in den Barranco del Chorillo.
Wanderpfad mit Blick in den Barranco del Chorillo.

Abschnitt 1: Parkplatz La Goleta zum Risco de la Fogalera

Vom Parkplatz La Goleta aus geht es nicht direkt zum Roque Nublo, sondern auf dem S-70 um den Berg herum durch einen schönen Pinienwald. Vorbei am Aussichtspunkt La Goleta mit ersten Blicken auf den Felsmonolith und die charakteristische Felsstatue El Fraile – dem Mönch. An der Wegkreuzung biegt man rechts auf den S-70 in Richtung La Culata und Tejeda ab. Im Wald hält man sich rechts, beginnt einen leichten Abstieg – und biegt nach etwa 1,6 km links ab auf den Weg zum Risco de la Fogalera.

Blick vom Risco la Fogalera in die Caldera de Tejeda.

Auf einem schönen Steinweg erreicht man den Aussichtspunkt. Was sich von hier oben zeigt, ist aussergewöhnlich: der Roque Nublo aus einer ungewohnten Perspektive, die zerklüfte Caldera de Tejeda in ihrer ganzen Tiefe, und bei klarem Wetter der Roque Bentayga in unmittelbarer Gegenüberstellung.

Vom Risco La Fogalera bietet sich ein guter Blick auf den Roque Bentayga.
Vom Risco La Fogalera bietet sich ein guter Blick auf den Roque Bentayga.

Abschnitt 2: Lomo del Aserrador und das erste Felsenfenster – Arco Aserrador

Vom Risco de la Fogalera aus führt ein teils unmarkierter Pfad weiter in Richtung Montaña del Aserrador. Nach gut 3,4 km folgt man einem schlecht markierten Weg nach rechts – wer hier den GPS-Track verliert, verläuft sich leicht. Nach ca. 700 Metern beginnt ein wilder, teilweise wegloser Pfad, der zum ersten Ziel führt: dem Arco Aserrador, auch Ventana del Bentayga oder Bentayga-Fenster genannt.

Der Blick fällt auf das mächtige Felsplateau des Roque Nublo – ein Wahrzeichen Gran Canarias
Der Blick fällt auf das mächtige Felsplateau des Roque Nublo – ein Wahrzeichen Gran Canarias

Der Moment, wenn man durch diesen natürlichen Steinbogen tritt und der Roque Bentayga direkt im Rahmen steht, ist einer der unvergesslichsten dieser Tour. Der Felsbogen sieht von einer Seite aus wie zwei Elefanten – von der anderen oeffnet er den Blick auf den Bentayga, den Montaña Altavista und in weiter Ferne Teneriffa am Horizont.

Blick von der Montaña del Aserrador über die Montaña del Humo bis La Aldea, mit Teneriffa am Horizont.
Blick von der Montaña del Aserrador über die Montaña del Humo bis La Aldea, mit Teneriffa am Horizont.

Abschnitt 3: Abstieg zur Presa de Elba und Aufstieg nach Candelilla

Nach dem Bentayga-Fenster beginnt der Abstieg zum kleinen Stausee Presa de Elba. Das stille Wasserbecken liegt eingebettet in Kiefernwald und Felshänge – ein ruhiger Kontrapunkt zur Dramatik der Felsenfenster. Hier trifft man wieder auf den offiziellen Wanderweg, dem man durch die Schlucht Hoya Vieja folgt.

Die Gebirgslandschaft im Parque Rural de Roque Nublo zeigt sich schroff und weit
Die Gebirgslandschaft im Parque Rural de Roque Nublo zeigt sich schroff und weit

Dann führt ein Teilabschnitt auf der Strasse hinunter in die Schlucht von Juntas – bevor der offizielle Weg wieder hinauf nach La Candelilla führt. Der Aufstieg von Candelilla nach Cuchillon ist anstrengend und der schwierigste Abschnitt der gesamten Tour. Besonders an heissen Tagen in der Mittagszeit fordert dieser Hang Kondition und Konzentration.

Still liegt der kleine Stausee Presa de Elba eingebettet in die Berglandschaft
Still liegt der kleine Stausee Presa de Elba eingebettet in die Berglandschaft

Abschnitt 4: Cuchillon-Bogen und Ventana del Nublo

Der Cuchillon-Bogen ist das abgelegenste und anspruchsvollste der drei Felsenfenster. Der Weg dorthin ist streckenweise weglos – guter Orientierungssinn und Schwindfreiheit sind Pflicht. Das Risiko ist real: Wer unsicher ist, lässt dieses Fenster aus. Wer es schafft, wird mit einem Ausblick belohnt, den kaum jemand kennt.

Die Ventana del Nublo bildet ein natürliches Felsentor mit direktem Blick auf den Roque Nublo.
Die Ventana del Nublo bildet ein natürliches Felsentor mit direktem Blick auf den Roque Nublo.

Zurück auf dem Camino de la Plata wird der Weg leichter. Ein kleiner Umweg führt zur Ventana del Nublo – dem dritten und meistbesuchten Felsenfenster. Der Steinbogen rahmt den Roque Nublo wie kein anderer Aussichtspunkt. Wochenends und in Ferienzeiten kann es hier voller werden – frühzeitiger Aufbruch lohnt sich.

Der Felsbogen Ventana del Nublo zählt zu den markanten Formationen im Umfeld des Roque Nublo.
Der Felsbogen Ventana del Nublo zählt zu den markanten Formationen im Umfeld des Roque Nublo.

Abschnitt 5: El Montañón (1.744 m) und Rückweg zum Parkplatz

Vom Cuchillon-Kamm führt der Weg parallel zum Wanderweg durch den Wald weiter. Kurz vor der Degollada de Hornos biegt der Weg nach links ab – entlang des Bergkamms bis zum felsigen Aufstieg auf den El Montañón (1.744 m). Das Plateau dieses Berges bietet ein sensationelles 360-Grad-Panorama: Roque Nublo direkt gegenüber, Pico de las Nieves im Osten, Caldera de Tejeda rundum, und bei klarem Wetter Teneriffa und La Palma am Horizont.

Vom El Montañón bietet sich ein guter Blick auf den Roque Nublo.
Vom El Montañón bietet sich ein guter Blick auf den Roque Nublo.

Der Abstieg zurück zum Parkplatz La Goleta ist teilweise beschwerlich – Trittsicherheit bis zum Schluss gefordert. Wer den letzten Shuttle nehmen will, sollte die Zeit im Blick behalten: letzte Abfahrt um 18:00 Uhr.

Die drei Felsenfenster im Überblick

Was macht ein Felsenfenster aus? Erosion. Jahrmillionen Wind, Wasser und Temperaturwechsel greifen den Phonolith und Trachyt des Nublo-Massivs an – und hinterlassen dort, wo das Gestein weniger widerstandsfähig ist, Bögen und Fenster. Die drei Felsenfenster rund um den Roque Nublo sind nicht zufällig nebeneinander: Alle entstammen demselben vulkanischen Erosionskomplex der Caldera de Tejeda.

Arco AserradorAuch Ventana del Bentayga oder Bentayga-Fenster. Blick auf Roque Bentayga, Altavista, Teneriffa. Streckenweise weglos – GPS-Track noetig.
Cuchillon-BogenDas schwierigste Fenster. Weglos, abgelegen, Risiko. Nur für erfahrene Wandernde. Spektakulär.
Ventana del NubloDas bekannteste Fenster. Blick direkt auf Roque Nublo. Gut erreichbar, am Wochenende belebt.
Vom Arco Aserrador schweift der Blick über die Montaña Altavista, während sich am Horizont die Silhouette Teneriffas abzeichnet
Vom Arco Aserrador schweift der Blick über die Montaña Altavista, während sich am Horizont die Silhouette Teneriffas abzeichnet

Geologie: Phonolith, Erosion und die Entstehung der Caldera de Tejeda

Der Parque Rural del Nublo liegt im Zentrum der urzeitlichen Caldera de Tejeda – einem riesigen, längst erloschenen Vulkankomplex von etwa 20 Kilometern Durchmesser. Vor vier bis fünf Millionen Jahren herrschte hier massiver Vulkanismus. Was zurückblieb: hartes Phonolith- und Trachytgestein, das der Erosion trotzte, während das weichere umliegende Gestein abgetragen wurde. Das Ergebnis sind die charakteristischen Felsnadeln und Steinbögen des Inselinneren.

Die Felsenfenster entstehen dort, wo das Gestein zwar hart, aber nicht homogen ist – Klüftungen, unterschiedliche Härtezonen, Einschlüsse weicherer Mineralien. Wind und Wasser erodieren diese Schwachstellen und hinterlassen Bögen. Der Arco Aserrador und der Cuchillon-Bogen sind geomorphologische Raritäten – auf den Kanarischen Inseln gibt es nur wenige vergleichbare Formationen.

Schutzstatus: Parque Rural del Nublo

Die gesamte Route verläuft durch den Parque Rural del Nublo, das größte Schutzgebiet Gran Canarias mit rund 34.000 Hektar. Es gelten die Schutzgebietsregeln: Wegegebot, kein Feuer, keine Pflanzenentnahme, Abfall mitnehmen. Wildcampen ist verboten. Leitungswasser ist in der Regel nicht trinkbar – Wasser mitbringen.

Flora und Fauna: Kanarenkiefern, Aeonium und Bussarde

Der Hochgebirgsbereich rund um den Roque Nublo wird von der Kanarischen Kiefer (Pinus canariensis) dominiert. In den Felsspalten wachsen Aeonium-Arten – endemische Hauswurzen Gran Canarias – und Cistus-Arten (Zistrosen), die im Frühjahr aufblühen. Auf den offenen Hochflächen um den El Montanon wachsen Tabaibas und Cardonales.

Über den Felsen kreisen Turmfalken und Bussarde. An den Steilwänden des Roque Nublo nisten Blaumerlen. Im Kiefernwald sind Kanarengirlitze und Blaufinken zu hören. Wer aufmerksam ist, sieht auf alten Steinmauern die große Kanarische Eidechse (Gallotia stehlini).

Beste Reisezeit

Herbst (Okt–Nov)Klare Sicht, angenehm mild – beste Saison für Panoramablicke
Winter (Dez–Feb)Kühl, Kiefernwald intensiv grün, gute Fernsicht – sehr gut
Frühling (Mär–Mai)Zistrosenblüte, frisches Grün – schönste Vegetation
Sommer (Jun–Sep)Cuchillon-Aufstieg in der Mittagshitze vermeiden – früh starten
Entlang der Wanderroute öffnet sich der Blick auf La Candelilla
Entlang der Wanderroute öffnet sich der Blick auf La Candelilla

Ausrüstung und Vorbereitung

SchuhwerkFeste Bergwanderschuhe – Pflicht, streckenweise weglos und felsig
WasserMindestens 3 Liter – keine Quelle auf der gesamten Route
NavigationGPS-Track unverzichtbar – mehrere Abschnitte nicht markiert
SchwindfreiheitPflicht – besonders am Cuchillon-Bogen und El Montañón
SonnenschutzHut, Brille, Creme – wenig Schatten auf Kamm und Gipfeln
Wind- und RegenschutzLeichte Jacke – Höhenlage, Wetter kann schnell wechseln
ZeitFrühzeitig starten – letzter Shuttle 18:00 Uhr
ReservierungVorab auf reservasroquenublo.com – ohne Reservierung kein Zugang S-70
Wanderroute über felsiges Terrain zum El Montañón.
Wanderroute über felsiges Terrain zum El Montañón.

Kombinationsmöglichkeiten

Roque Nublo KlassikerWanderung zum Gipfel des Roque Nublo: 4,8 km, leicht – als eigene Tour oder Erweiterung
Ventana del Nublo soloWanderung vom Stausee Presa de los Hornos: 6,4 km, moderat – nur das dritte Fenster
El Montañon soloAls eigenständiger Halbtag mit spektakulären Ausblicken
TejedaDas Bergdorf Tejeda liegt direkt am Fuss des Nublo-Massivs: Mandel-Spezialitäten, Mazapan, Bienmesabe
Tejeda inmitten der zerklüfteten Bergwelt Gran Canarias
Tejeda inmitten der zerklüfteten Bergwelt Gran Canarias

GPS-Track und Routenplaner

Den vollständigen GPS-Track – inklusive Höhenprofil, Wegpunkte, GPX-Download – findet man auf der Routenseite bei Sunhikes:

Zur Routenseite auf Sunhikes: Wandern zu den drei Felsenfenstern rund um den Roque Nublo

Wer die Route individuell anpassen möchte, kann das im 3D-Routenplaner von Sunhikes tun:

Eigene Route planen – 3D-Routenplaner von Sunhikes

Praktische Tipps

Reservierung: Ohne gültigen Eintrag auf reservasroquenublo.com gibt es keinen Zugang zum S-70-Bereich. Frühzeitig buchen – beliebte Termine sind schnell ausgebucht.

Shuttle nutzen: Der Parkplatz La Goleta ist gesperrt. Shuttle ab Tejeda oder Cruz de Los Llanos nehmen. Rückfahrt einplanen – letzter Shuttle um 18:00 Uhr.

GPS-Track: Pflicht auf dieser Tour. Mehrere Abschnitte sind nicht oder schlecht markiert – ohne Track ist Verlaufen fast vorprogrammiert.

Cuchillon-Bogen: Nur für erfahrene Bergwandernde. Wer unsicher ist oder keine Erfahrung mit weglosem Gelände hat, lässt dieses Fenster aus – die Tour ist auch ohne ihn großartig.

Früh starten lohnt sich: Da diese Rundwanderung je nach Tempo etwa 5½ bis über 6 Stunden reine Gehzeit erfordert, empfiehlt sich ein möglichst früher Start. Wer den Shuttlebus nutzt, sollte idealerweise gleich eine der ersten Fahrten am Morgen nehmen. Bei einem späten Start kann es – insbesondere mit längeren Pausen an den Aussichtspunkten – knapp werden, den letzten Shuttle zurück zu erreichen.

Wanderung auf dem Wanderweg S-70 verläuft durch den Parque Rural del Nublo
Wanderung auf dem Wanderweg S-70 verläuft durch den Parque Rural del Nublo

Hinweis: Parque Rural del Nublo und Reservierungspflicht

Die gesamte Wanderung verläuft durch den Parque Rural del Nublo. Der Bereich um den Roque Nublo gilt als eines der schützenswertesten Gebiete Gran Canarias. Es gelten die Schutzgebietsregeln: Wegegebot, kein Feuer, keine Pflanzenentnahme, Abfall mitnehmen. Wildcampen ist verboten. Leitungswasser ist nicht trinkbar – Wasser mitbringen. Für den S-70-Bereich gilt ausserdem die Reservierungspflicht unter reservasroquenublo.com.

Häufige Fragen zur Wanderung drei Felsenfenster Roque Nublo

Brauche ich für diese Wanderung eine Reservierung?

Ja. Die Route verläuft über den Wanderweg S-70, für den seit dem 3. Februar 2025 eine Reservierungspflicht gilt. Die Reservierung ist kostenlos und muss vorab auf reservasroquenublo.com vorgenommen werden. Ohne Reservierung wird man am Zugang abgewiesen.

Ist die Wanderung auch für geübte Wandernde geeignet?

Die Tour ist als schwer eingestuft und setzt Schwindfreiheit, Trittsicherheit und gute Kondition voraus. Besonders der Abschnitt zum Cuchillon-Bogen ist anspruchsvoll und streckenweise weglos. Wer regelmäßig im Gebirge unterwegs ist und GPS-Erfahrung hat, meistert die Tour. Weniger erfahrene Wandernde sollten eine der kürzeren Varianten wählen.

Kann man die drei Felsenfenster auch einzeln besuchen?

Ja. Die Ventana del Nublo ist über die Wanderung vom Stausee Presa de los Hornos auf kurzem Weg erreichbar (6,4 km, moderat). Das Bentayga-Fenster (Arco Aserrador) ist über längere Routen zugänglich. Wer alle drei in einem Zug besuchen will, braucht den vollen Tag.

Was ist der schwerste Abschnitt der Tour?

Der Aufstieg von La Candelilla zum Cuchillon-Kamm ist der anstrengendste und technisch anspruchsvollste Abschnitt. Steil, weglos, Risiko. Besonders an heissen Tagen in der Mittagszeit sollte dieser Abschnitt nicht unterschätzt werden.

Reicht die Zeit, wenn man den Shuttle erst später am Vormittag nimmt?

Das ist nur bedingt empfehlenswert. Mit einer Gehzeit von rund 5½ bis über 6 Stunden sowie Zeit für Fotostopps an den drei Felsenfenstern sollte die Wanderung möglichst früh begonnen werden. Wer erst am späten Vormittag startet, gerät leicht unter Zeitdruck, um den letzten Shuttlebus zurück noch zu erreichen.

Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.

Weiterführende Informationen zu Gran Canaria und seinen Wanderwegen finden sich auf Sunhikes, dem Wanderportal mit detaillierten Beschreibungen aller Touren der Insel:

www.sunhikes.com