La Punta, Chira-Staumauer und Tunnel: Die vollständige Soria-Runde
Diese Tour vereint die schönsten Höhepunkte der Soria-Region in einer abwechslungsreichen Rundwanderung: den Aufstieg über den Lomo de la Palma zum Aussichtspunkt La Punta mit seinem weiten Blick über den Barranco de Soria und den Stausee, die Überquerung der Chira-Staumauer sowie den Abstieg zum Eingang des Trasvase-Tunnels. Nach rund 20 Minuten durch die geheimnisvolle Dunkelheit des etwa einen Kilometer langen Tunnels führt der gut markierte Wanderweg S-60 zurück nach Soria. 12,9 Kilometer, 644 Höhenmeter, schwer. Und: Stirnlampe Pflicht.

Diese Runde ist die natürliche Erweiterung beider Einzeltouren – La Punta und Tunnel-Wanderung – in einer vollständigen Rundtour von Soria. Alles startet und endet am Restaurant Casa Fernando
Sicherheitshinweis: Tunnel nur bei trockenem Wetter
Die Tunnel-Passage ist nur bei trockenem Wetter und niedrigem Wasserstand begehbar. Nach Regenfällen oder bei Wasserführung darf der Tunnel keinesfalls betreten werden, da er sich innerhalb kurzer Zeit mit Wasser füllen kann.
| Regen | Tunneldurchquerung verboten – lebensgefährlich |
|---|---|
| Regenvorhersage | Tunnel nicht betreten – auch bei angekündigtem Regen |
| Wasserführung im Bach | Tunnel nicht betreten |
| Chira nahe Überlaufen | Tunnel nicht betreten |
| Stirnlampe | Pflicht – im Tunnel komplett dunkel |
| Eigene Verantwortung | Tunnelroute ist keine offizielle Wanderstrecke |

Rundwanderung Soria – La Punta – Chira-Tunnel auf einen Blick
| Streckenlänge | 12,9 km (Rundwanderung) |
|---|---|
| Schwierigkeit | schwer – trittsicher, guter Orientierungssinn, alpines Gelände |
| Gehzeit | ca. 4:30 bis 5:30 Stunden (inkl. Tunnel-Passage ca. 25 Min.) |
| Höhenmeter Aufstieg | 644 hm |
| Höhenmeter Abstieg | 644 hm |
| Höchster Punkt | 964 m (Lomo de la Palma / La Punta-Bereich) |
| Niedrigster Punkt | 547 m (Soria) |
| Startpunkt | Hauptstraße Soria / Restaurant Casa Fernando, Gemeinde Mogán |
| Wegmarkierung | S-60 |
| Routentyp | Rundwanderung |
| Beste Reisezeit | Nur bei trockenem Wetter – Sommer und trockener Herbst/Frühling |
| Ausrüstung Besonders | Stirnlampe Pflicht, wasserfestes Schuhwerk, Proviant für 4:30–5:30 h |
| Besonderheit | La Punta 360°-Blick + Chira-Staumauer + Trasvase-Tunnel (1 km) |

Anfahrt und Startpunkt
Startpunkt: Hauptstraße Soria, Parkplatz gegenüber Restaurant Casa Fernando, Gemeinde Mogán. Anfahrt über GC-1 und GC-505 von Süden oder über GC-200 von Mogán. Aktuelle Busverbindungen unter Guaguasglobal.com – Busverbindungen Mogán / Soria
Die Wanderung in vier Abschnitten
Abschnitt 1: Staumauer Soria – Lomo de la Palma – La Punta
Von der Hauptstraße über die Treppe auf den Hauptweg der Staumauer. Parkplatz passieren. Hinter dem letzten Gebäude beginnt der S-60. Sanft bergauf in die Schlucht von Amácigo, dann steiler in Serpentinen. Nach etwa einer Stunde die Hochebene des Lomo de la Palma erreichen. Geradeaus vorbei an Häusern bis zum 900 m hohen Bergrücken, dann links auf der Piste. Nach 300 Metern links zur Abzweigung Aussichtspunkt La Punta – 650 Meter weiter bis zum Fels mit dem 360-Grad-Blick auf Barranco de Soria und Stausee. Der Aussichtspunkt zählt zu den schönsten Aussichtsbalkonen im Südwesten Gran Canarias. Eine Pause lohnt sich – besonders bei klarer Sicht reicht der Blick weit über den Barranco de Soria bis in die umliegende Bergwelt.

Abschnitt 2: Lomo de la Palma zur Chira-Staumauer
Vom Aussichtspunkt La Punta ein Stück zurück, dann links weiter zur Staumauer des Chira-Sees. An der Staumauer rechts abbiegen und dem Weg bis zur Jugendherberge am Chira-See folgen. Von hier geht es auf der Schotterstraße einige Meter bergab – an der Weggabelung rechts. Der Blick auf die gewaltigen Felsstürze vor der Staumauer ist eindrucksvoll. Der Wasserstand des Chira-Stausees schwankt – wie bei allen großen Stauseen Gran Canarias – je nach Niederschlagsmenge und Wasserwirtschaft teilweise erheblich.

Abschnitt 3: Flussbett und Tunneldurchquerung
Ins Flussbett eintauchen und der Schlucht folgen. Bequemerer Weg führt wieder ins Bachbett. Dann: Betonbauwerke des Umleitungskanals Chira–Soria. Durch die rechte Öffnung in den Kanal und zur Mündung des Tunnels.

Tunnel: ca. 1 km, 20–25 Minuten. Komplett dunkel – Stirnlampe einschalten. Hoch und breit, im Sommer fast trocken. Auf halbem Weg Pfützen aus Quellwasser. Am Ausgang: Wasser an kleiner Kante. Dann trifft man wieder auf den S-60.

Abschnitt 4: S-60 zurück nach Soria
Nach dem Tunnel dem S-60 Richtung Soria folgen. Der Weg führt bergab, vorbei an Ausblicken auf Stausee und Schlucht – der Stausee Soria taucht wieder auf. Entlang der Aufstiegsroute bergab zurück zur Hauptstraße Soria und zum Ausgangspunkt.

Was diese Runde besonders macht
Diese Tour verbindet drei separate Erlebnisse in einer Runde: Den La Punta Aussichtspunkt mit seinem 360-Grad-Blick über Barranco de Soria und Stausee – ein Ort, der durch den S-60-Aufstieg verdient wird. Die Chira-Staumauer – das Ingenieurbauwerk, das den zweitgrößten Stausee Gran Canarias hält. Und den Trasvase-Tunnel – einen Kilometer Dunkelheit, die jeden Wanderer verblüfft, der nicht damit gerechnet hat.

Die Kombination macht diese Tour zur abwechslungsreichsten Runde im Soria-Gebiet. Wer alle drei Soria-Highlights an einem Tag erleben will, geht diese Runde.
Beste Reisezeit
| Sommer (Jun–Sep) | Beste Zeit: Trockene Monate, niedrige Stauseen – Tunnel sicher |
|---|---|
| Herbst (Okt–Nov) | Nach langer Trockenphase möglich – Wetter prüfen |
| Winter (Dez–Feb) | Regenzeit – Tunnel oft nicht begehbar; La Punta-Tour ohne Tunnel möglich |
| Frühling (Mär–Mai) | Nach trockenen Wochen möglich – Wettervorhersage prüfen |
Faustregel: Mehrere trockene Tage zuvor, kein Regen angekündigt, niedrige Stauseen – dann ist die Tour sicher.
Ausrüstung
| Stirnlampe | Pflicht – Tunnel komplett dunkel; Ersatzbatterien mitnehmen |
|---|---|
| Schuhwerk | Wasserfeste feste Bergwanderschuhe – Pfützen am Tunnelende |
| Wasser und Proviant | Für 4:30–5:30 Stunden – keine Versorgung auf dem Weg |
| Sonnenschutz | Hut, Brille, Creme – Lomo de la Palma und La Punta offen |
| Wind-/Regenschutz | Leichte Jacke – Aussichtspunkt und Staumauern können windig sein |
| GPS-Track | Empfohlen – besonders nach dem Tunnel für Orientierung |
Kombinationsmöglichkeiten
| Soria → La Punta solo | 9,0 km, moderat – ohne Tunnel; für alle Wetterbedingungen |
|---|---|
| Tunnel-Rundtour Chira | 5,6 km, moderat – Tunnel-Runde vom Chira-Stausee |
| Drei Stauseen Runde | 15,5 km, schwer – Chira, Soria und Las Niñas |
| Soria Chira-Rundwanderung | 13,3 km, moderat – ohne Tunnel, mit Chira-Umrundung |

GPS-Track und Routenplaner
Den vollständigen GPS-Track – inklusive Höhenprofil, Wegpunkte, GPX-Download und Bewertungen anderer Wandernder – findet man auf der Routenseite bei Sunhikes:
Wer die Route individuell anpassen möchte, kann das im 3D-Routenplaner von Sunhikes tun:
Eigene Route planen – 3D-Routenplaner von Sunhikes
Praktische Tipps
Tunnel-Bedingungen prüfen: Vor dem Start: Wettervorhersage und Stausee-Pegelstand checken. Bei Unsicherheit die Variante ohne Tunnel wählen – einfach den S-60 direkt zurück nach Soria nehmen.
Wasserstände beachten: Die Wasserstände der Stauseen Chira und Soria verändern sich je nach Niederschlägen und Wasserbewirtschaftung deutlich. Ein niedriger Wasserstand erleichtert die Tunnelpassage, verändert aber auch das Landschaftsbild.
Stirnlampe: Nicht vergessen. Wer ohne Stirnlampe am Tunneleingang steht, muss umkehren.
Frühzeitiger Start: 4:30–5:30 Stunden Gehzeit – vor 8 Uhr aufbrechen, besonders im Sommer.
Restaurant Casa Fernando: Direkt am Start in Soria – idealer Abschluss der Runde.

Häufige Fragen zur Soria-Runde mit La Punta und Tunnel
Kann ich diese Runde auch ohne den Tunnel gehen?
Was ist der Unterschied zur kleinen Tunnel-Rundtour am Chira-See?
Wie schwer ist der Aufstieg von Soria?
Ist der Chira-Tunnel offiziell als Wanderweg ausgewiesen?
Brauche ich für die Tour einen GPS-Track?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.
Weiterführende Informationen zu Gran Canaria und seinen Wanderwegen finden sich auf Sunhikes, dem Wanderportal mit detaillierten Beschreibungen aller Touren der Insel:


