Über den Lomo de la Palma zum Aussichtspunkt La Punta: Der stille Soria-Weg
Soria ist mehr als die Staumauer. Wer vom Dorf aufsteigt, entdeckt die andere Seite: den Lomo de la Palma – einen Bergrücken auf 900 Metern, der die Soria-Schlucht von oben rahmt. Und ganz oben wartet der Aussichtspunkt La Punta: ein schmaler Felssporn mit einem sensationellen Blick auf den Barranco de Soria, der Blick auf den Soria-Stausee und die Bergkämme des Südwestens. Je nach Jahreszeit und Niederschlagsmenge schimmert der Stausee türkisblau oder zeigt weite trockene Uferbereiche.

Die Route startet an der Hauptstraße von Soria, führt entlang der Staumauer, durch Serpentinen in die Schlucht von Amácigo, über die Hochebene des Lomo de la Palma zum Aussichtspunkt La Punta – und auf demselben Weg zurück. Ein guter S-60-Abschnitt mit klarem Ziel und lohnendem Ausblick. Besonders schön: der Duft von wildem Lavendel entlang des Aufstiegs.
Wanderung Soria – La Punta auf einen Blick
| Streckenlänge | 9,0 km (Hin- und Zurück) |
|---|---|
| Schwierigkeit | moderat – trittsicher, vorwiegend Pfade, alpines Gelände |
| Gehzeit | ca. 2:45 bis 3:30 Stunden |
| Höhenmeter Aufstieg | 498 hm |
| Höhenmeter Abstieg | 498 hm |
| Höchster Punkt | 929 m (Aussichtspunkt La Punta) |
| Niedrigster Punkt | 547 m (Startpunkt Soria) |
| Startpunkt | Hauptstraße Soria, Gemeinde Mogán |
| Wegmarkierung | S-60 |
| Routentyp | Hin- und Zurück |
| Beste Reisezeit | Oktober bis April – ganzjährig möglich |
| Wasser | Wasser, festes Schuhwerk, Sonnenschutz mitbringen |
| Besonderheit | Aussichtspunkt La Punta + Lomo de la Palma + Panorama Barranco de Soria |
Anfahrt und Startpunkt
Der Startpunkt liegt an der Hauptstraße von Soria in der Gemeinde Mogán. Parkmöglichkeiten am Parkplatz gegenüber dem Restaurant Casa Fernando und entlang der Straße. Anfahrt: GC-1 Richtung Mogán, dann GC-505 nach Soria. Aktuelle Busverbindungen unter
Die Wanderung in drei Abschnitten
Die Route folgt durchgehend dem gut markierten S-60 – leicht zu folgen, kein GPS-Track zwingend erforderlich.
Abschnitt 1: Staumauer Soria und Einstieg in die Schlucht
Die Wanderung beginnt an der Hauptstraße Soria. Am Stausee empfängt einen ein faszinierendes Panorama: die imposante Staumauer der Presa de Soria – 42 Meter hoch. Auf der einen Seite das türkisblaue Wasser, auf der anderen der Blick in die Schlucht von Arguineguín. Über eine Treppe gelangt man auf den Hauptweg und passiert einen Parkplatz.

Hinter dem letzten Gebäude beginnt der Wanderweg S-60. Der gut ausgebaute Weg führt zunächst sanft bergauf in die Schlucht von Amácigo. Der Weg wird steiler und windet sich in sanften Serpentinen. An einigen Stellen sind Stufen in den Fels gehauen. Beim Aufstieg belohnt der Blick zurück nach Soria mit immer neuen Perspektiven auf Stausee und Schlucht.

Abschnitt 2: Lomo de la Palma und Weg zum Aussichtspunkt
Nach etwa einer Stunde erreicht man die Hochebene des Lomo de la Palma. An der nächsten Weggabelung folgt man dem Weg geradeaus, vorbei an einigen hübschen Häusern, bis man den 900 Meter hohen Bergrücken Lomo de la Palma erreicht. Links halten auf der Piste. Nach etwa 300 Metern links abbiegen und dem Weg 650 Meter bis zum Aussichtspunkt La Punta folgen.

Entlang des Aufstiegs duftet wilder Lavendel – ein Begleiter, der den ganzen Weg prägt. Die Vegetation wechselt: unten Orangengärten und Tabaibas, oben Zistrosen und Kiefern
Abschnitt 3: Aussichtspunkt La Punta und Rückweg
Der Aussichtspunkt La Punta liegt auf einem Felssporn am Rand des Bergrückens. Von hier öffnet sich ein sensationelles Panorama auf den Barranco de Soria und den Stausee tief unten. Nach regenreichen Wintern leuchtet das Wasser intensiv blau, in trockenen Jahren können große Teile des Beckens trockenfallen. Der Blick reicht über die Bergkämme des Südwestens bis hin zu den Schluchten von Mogán. Eine Rast auf dem Fels und der Anblick dieses Panoramas – das ist das Ziel dieser Tour.

Der Rückweg führt auf demselben Weg zurück nach Soria. Beim Abstieg gibt es nochmals wechselnde Blickwinkel auf Stausee und Schlucht.

Der Lomo de la Palma: Bergrücken zwischen zwei Stauseen
Der Lomo de la Palma ist ein Bergrücken zwischen dem Soria-Stausee im Südwesten und dem Chira-Stausee im Nordosten. Er liegt auf etwa 900 Metern und ist Teil des Kanalsystems, das Wasser aus dem Chira-See nach Soria und weiter in die Bewässerungsanlagen des Südens leitet. Rund um den Lomo de la Palma liegen einige alte Häuser und Höhlenwohnungen – Zeugnisse einer Zeit, in der dieser abgelegene Bergrücken noch bewohnt war.

Der Aussichtspunkt La Punta liegt am westlichen Ende des Lomo de la Palma, direkt über der Schlucht Barranco de Soria. Der Felsvorsprung – La Punta heißt auf Deutsch die Spitze – gibt den Blick frei auf die gesamte Tiefe der Schlucht und den türkisblauen Stausee.
Flora und Fauna: Lavendel, Zistrosen und Turmfalken
Der Aufstieg zum Lomo de la Palma ist reich an Aromen: Wilder Lavendel wächst entlang des Weges, dazu Tabaibas, Zistrosen und Kanarisches Geißklee. Weiter oben wechselt die Vegetation zu Kanarischen Kiefern (Pinus canariensis) und Aeonium-Arten in den Felsspalten. Die Kanarische Eidechse (Gallotia stehlini) sonnt sich auf den Steinmauern. Über dem Aussichtspunkt La Punta kreisen Turmfalken.

Beste Reisezeit
| Herbst (Okt–Nov) | Angenehme Temperaturen, guter Wasserstand im Stausee – ideal |
|---|---|
| Winter (Dez–Feb) | Kühl, ruhig – Stausee gut gefüllt, schöne Landschaft |
| Frühling (Mär–Mai) | Lavendel und Zistrosen in Blüte – schönste Jahreszeit |
| Sommer (Jun–Sep) | Heiß – früher Start vor 8 Uhr empfohlen |
Ausrüstung
| Schuhwerk | Festes Schuhwerk – Serpentinen, alpine Abschnitte am Aussichtspunkt |
|---|---|
| Wasser | Mindestens 1 Liter – keine Quelle unterwegs |
| Sonnenschutz | Hut, Brille, Creme – offene Abschnitte am Lomo de la Palma |
| Windschutz | Leichte Jacke – Aussichtspunkt La Punta kann windig sein |
Kombinationsmöglichkeiten
| Soria Chira-Rundwanderung | 13,3 km, moderat – La Punta als Teil der großen Chira-Runde |
|---|---|
| Cascada Bonita Soria | 12,5 km, moderat – Barranco de Soria mit Wasserfall |
| Soria über La Punta und Chira-Tunnel | 12,9 km, schwer – kombinierte Route mit Tunnel |
| Presa de Soria Besuch | Staumauer und Stausee per Auto – ohne Wanderung |

GPS-Track und Routenplaner
Den vollständigen GPS-Track – inklusive Höhenprofil, Wegpunkte, GPX-Download – findet man auf der Routenseite bei Sunhikes:
Zur Routenseite auf Sunhikes: Wandern von Soria zum La Punta Ausblick auf Gran Canaria
Wer die Route individuell anpassen möchte, kann das im 3D-Routenplaner von Sunhikes tun:
Eigene Route planen – 3D-Routenplaner von Sunhikes
Praktische Tipps
Restaurant Casa Fernando: Direkt am Ausgangspunkt in Soria – für Frühstück vor der Tour oder Einkehr danach.
Früher Start: Im Sommer vor 8 Uhr aufbrechen – die Serpentinen in der Schlucht von Amácigo werden am Nachmittag heiß.
Lavendel genießen: Der Duft von wildem Lavendel entlang des Aufstiegs ist eines der besonderen Erlebnisse dieser Tour – langsam gehen und innehalten.
Rückweg = Gleiches: Die Tour führt auf demselben Weg zurück. Beim Abstieg zeigt sich die Schlucht von Amácigo und der Stausee aus einem anderen Lichtwinkel – auf dem Rückweg genauso aufmerksam sein.
Wasserstand des Stausees: Der Füllstand der Presa de Soria hängt stark von Niederschlägen und dem Wassermanagement auf Gran Canaria ab. Nach regenreichen Wintern präsentiert sich der See oft beeindruckend gefüllt, in längeren Trockenperioden kann er jedoch nur wenig oder gar kein Wasser führen.
Häufige Fragen zur Wanderung Soria – La Punta
Was ist der Aussichtspunkt La Punta?
Kann man die Tour auch als Rundwanderung gehen?
Gibt es ein Restaurant in Soria?
Führt der Soria-Stausee immer Wasser?
Ist die Wanderung auch ohne GPS gut zu finden?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.
Weiterführende Informationen zu Gran Canaria und seinen Wanderwegen finden sich auf Sunhikes, dem Wanderportal mit detaillierten Beschreibungen aller Touren der Insel:


