Dörfer Gran Canaria: Die schönsten Orte, Bergdörfer und historischen Ortschaften der Insel
Gran Canaria ist weit mehr als Sonne und Strand – die wahren Schätze der Insel verbergen sich in ihren Dörfern: historischen Ortschaften, malerischen Küstenorten und traditionellen Bergdörfern im Inselinneren. Ob das spektakuläre Höhlendorf Artenara, hoch in den Fels gebaut, das geschichtsträchtige Teror mit seiner prachtvollen Kolonialarchitektur oder das romantische Fischerdorf Puerto de Mogán – jedes Dorf Gran Canarias erzählt seine eigene Geschichte und zeigt eine andere Seite der Insel.
Von Höhlendörfern bis Küstenidyllen – die Vielfalt der Dörfer Gran Canarias entdecken
Während an der Küste das Leben pulsiert, schlägt im grünen Herzen und in den Bergen der Puls des ursprünglichen Gran Canaria. Hier entdeckt man charmante Bergdörfer, lokale Märkte wie den berühmten Bauernmarkt in Vega de San Mateo oder spektakuläre Aussichtspunkte rund um Tejeda. Der GO-Gran-Canaria-Reiseführer zu den schönsten Dörfern Gran Canarias hilft dabei, die faszinierendsten Ortschaften der Insel authentisch, individuell und abseits der großen Touristenströme zu erkunden.
Puerto de Mogán – das schönste Küstendorf Gran Canarias

Es gibt Orte, über die die Welt sich einig ist. Puerto de Mogán im Südwesten Gran Canarias ist so einer. Das Fischerdorf mit Kanälen, blumenüberwucherten Brücken, weiß getünchten Häusern und einem Yachthafen, der sich organisch in die Bucht fügt, trägt seinen Spitznamen – kleines Venedig Gran Canarias – zu Recht. Kein anderer Ort auf der Insel hat diese Kombination aus maritimem Charme, Gastronomie und entspannter Atmosphäre.
Las Palmas de Gran Canaria – die Insel in einer Stadt

Las Palmas de Gran Canaria ist alles auf einmal: Metropole und Strandstadt, Kulturzentrum und Wintersonnendestination, historische Kolonialstadt und lebendige moderne Hauptstadt. Mit rund 382.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt der Kanarischen Inseln und die siebentgrößte Spaniens. Wer Gran Canaria besucht und Las Palmas auslässt, hat die Insel nicht verstanden.
Agaete – wo der Nordwesten atmet

Wer den Rummel von Las Palmas hinter sich lässt und 30 Kilometer westwärts fährt, landet in einem anderen Gran Canaria: Agaete, ein weißes Städtchen am Fuß des Naturparks Tamadaba, mit einer Kirche aus dem 16. Jahrhundert, gepflasterten Gassen, einem belebten Fischerhafen und dem einzigen kommerziellen Kaffeeanbaugebiet Europas. In dem fruchtbaren Tal hinter dem Ort wachsen Palmen, Avocados, Zitrusfrüchte – und Kaffeesträucher, die einen der exklusivsten Kaffees des Kontinents produzieren.
Agüimes – der unterschätzte Schatz des Südostens

Agüimes liegt im Südosten Gran Canarias, zwischen dem Flughafen und dem Oasendorf Fataga – und wird von den meisten Touristen auf der Durchfahrt links liegen gelassen. Das ist ihr Verlust. Agüimes hat eine der besterhaltenen Kolonialaltädte der Insel, eine lebendige Lokal-Gastronomie, das faszinierende Schluchtthal des Barranco de Guayadeque vor der Haustür und das beste Tauch- und Schnorchelrevier Gran Canarias in Sichtweite: das Meeresschutzgebiet Playa del Cabrón bei Arinaga.
Teror – das schönste Dorf Gran Canarias

Es gibt auf Gran Canaria viele schöne Dörfer – aber keines, das so häufig als das schönste der Insel bezeichnet wird wie Teror. Rund 20 Kilometer westlich bis nordwestlich von Las Palmas, in den grünen Höhenlagen der Medianías auf etwa 543 Metern, liegt ein Ort, der seine koloniale Architektur mit holzgeschnitzten Balkonen, weißen Fassaden und einer besonderen Atmosphäre bewahrt hat.
Tejeda – im Herz der Insel

Wer Gran Canaria wirklich verstehen will, muss nach Tejeda. Das Bergdorf auf über 1.050 Metern liegt im Herzen des Zentralmassivs, eingebettet in eine Landschaft aus Mandelhainen, Kiefernwäldern und Basaltfelsen, die in ihrer Drastik und Schönheit auf der Insel keine Parallele hat. Roque Nublo und Roque Bentayga stehen sichtbar über dem Dorf, der Pico de las Nieves (1.949 m) liegt auf Gemeindegebiet – Tejeda ist buchstäblich umgeben von den bedeutendsten Naturdenkmalern der Insel.
Artenara – wo Fels zum Zuhause wird

Am nördlichen Rand der Caldera de Tejeda, auf 1.270 Metern Höhe, liegt Artenara – das höchstgelegene Dorf Gran Canarias. Was diesen Ort von allen anderen unterscheidet: Ein großer Teil der Bevölkerung lebt in Höhlenwohnungen, die in den weichen Tuffstein gehauen wurden. Modern ausgestattet, teils mit Balkon und Blumenkästen, kaum von außen als Höhle erkennbar – und doch ist genau das die älteste Wohnform der Kanarischen Inseln, die hier lebendig geblieben ist.
Fataga – die weiße Oase im Süden

Wer von Maspalomas aus nördlich in das Innenland fährt, erlebt eine der spektakulärsten Landschaftsveränderungen Gran Canarias: Aus dem trockenen Dünenland des Südens öffnet sich, nach wenigen Kilometern Fahrt durch den Barranco de Fataga, plötzlich ein üppig grünes Tal mit Hunderten von Dattelpalmen – das Tal der 1000 Palmen. Und mittendrin liegt Fataga: ein winziges weißes Dorf mit rund 400 Einwohnern, enger Gassen, einer kleinen Kirche und einer Atmosphäre, die selbst an touristischen Hochsaisontagen entspannt und ursprünglich wirkt.
Telde – die übersehene Zweite

Telde ist mit rund 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Gran Canarias und liegt nur 13 Kilometer südlich von Las Palmas. Dennoch wird sie von vielen Urlaubern auf dem Weg in den Süden übersehen. Dabei besitzt Telde eine der schönsten historischen Altstädte der Ostküste, eine Basilika von überregionaler Bedeutung, bedeutende archäologische Fundstätten der Altkanarier und mit Melenara eine attraktive Küste mit Promenade und hervorragenden Fischrestaurants.
Gáldar – wo die Geschichte Gran Canarias begann

Gáldar war einmal das Zentrum der Welt – zumindest der Welt Gran Canarias vor der spanischen Conquista. Die Hauptstadt des westlichen Guanchen-Königreichs liegt an der Nordküste der Insel, und unter ihren Straßen und Häusern liegen die Überreste einer Hochkultur, die erst durch die spanische Eroberung 1483 ein Ende fand. Heute ist Gáldar vor allem für ein einziges Zeugnis dieser Zeit bekannt: die Cueva Pintada – eine Höhle mit geometrischen Wandmalereien der Guanchen, die zu den bedeutendsten archäologischen Funden der Kanarischen Inseln gehört.
Arucas – wo der Rum Gran Canarias gebraut wird

Arucas, 17 Kilometer westlich von Las Palmas, ist die wasserreichste Gemeinde Gran Canarias – und die Heimat von Arehucas, der größten Rumbrennerei der Kanarischen Inseln. Zuckerrohr und Bananen prägen das Bild dieser üppig grünen Gemeinde am nördlichen Hang des Inselzentrums. Mittendrin: eine neogotische Kirche aus dunklem Basalt, die man zuerst für eine mittelalterliche Kathedrale hält – und die erst zwischen 1909 und den 1970er Jahren erbaut wurde.
Santa Lucía de Tirajana – der stille Süden

Santa Lucía de Tirajana liegt im Südosten Gran Canarias, zwischen dem Flughafen und dem Inselzentrum, und ist eines der wenigen Bergdörfer des Südens, das noch weitgehend unberührt vom Tourismus ist. Weiße Häuser, enge Gassen, eine barocke Kirche – und ein Blick über den Barranco de Tirajana der zu den eindrucksvollsten des Ostens gehört. Santa Lucía ist kein Ort für lange Aufenthalte, aber ein idealer Zwischenstopp und Wanderausgangspunkt auf dem Weg zwischen dem Süden und dem Inselzentrum.
Vegueta – das koloniale Herz von Las Palmas

Vegueta ist der älteste Stadtteil von Las Palmas de Gran Canaria und eines der besterhaltenen Kolonialviertel Spaniens. Gegründet im Jahr 1478 – noch vor dem Abschluss der Eroberung Gran Canarias – hat sich das historische Viertel seinen ursprünglichen Charakter bis heute bewahrt: gepflasterte Gassen, weiße Fassaden mit dunklen Holzbalkonen, ruhige Innenhöfe mit Orangenbäumen sowie bedeutende Bauwerke wie die Catedral de Santa Ana und das Casa de Colón, in dem Christoph Kolumbus vor seiner ersten Atlantiküberquerung Station machte. Der Barranco de Guiniguada trennt Vegueta vom jüngeren Stadtgebiet und markiert den Übergang zwischen Geschichte und Moderne.
Jardín Canario – 27 Hektar Inselflora

Nur 15 Minuten südlich des Stadtzentrums von Las Palmas, im Stadtteil Tafira Alta, liegt das grüne Herzstück der Insel: der Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo – kurz Jardín Canario. Mit 27 Hektar Fläche und über 3.000 Pflanzenarten ist er der größte botanische Garten Spaniens und ein wissenschaftliches Zentrum für die Erforschung und den Schutz der kanarischen Flora. Der Eintritt ist kostenlos.
Puerto de las Nieves – Fähre, Fisch und Atlantik

Puerto de las Nieves ist der Hafen von Agaete – ein kleiner, aktiver Fischerhafen an der Nordwestküste Gran Canarias, der täglich von der Fred-Olsen-Schnellfähre aus Santa Cruz de Tenerife angelaufen wird. Wer von Teneriffa nach Gran Canaria fährt, landet hier: im Schatten der vulkanischen Steilküste des Nordwestens, mit dem Blick auf den Roque Partido – den gespaltenen Felsen im Meer, auch bekannt als „Dedo de Dios“ (Finger Gottes).
El Risco – das Ende der Straße

El Risco ist kein Reiseziel, das man zufällig findet. Das winzige Dörfchen liegt am Ende einer schmalen Bergstraße, kurz vor dem Eingang zum Parque Natural de Tamadaba – und genau das macht es aus. Wer hier ankommt, kommt wegen einer Sache: der Wanderung zum Charco Azul – einem natürlichen Wasserbecken in der Risco-Schlucht, gespeist von einem Wasserfall. El Risco ist der Ausgangspunkt, die Straße endet hier, und dahinter beginnt das Naturschutzgebiet.
Mirador Roque Palmés – der stille Riese

Zwischen Tejeda und dem Roque Bentayga liegt einer der am wenigsten besuchten und schönsten Aussichtspunkte Gran Canarias: der Mirador Roque Palmés – auch bekannt als Mirador El Toscón. Von hier blickt man auf die massive Felsformation des Roque Palmés, die sich zwischen dem Barranco de Siberio und dem Barranquillo de Toscón erhebt – ein Basaltriese, der in seiner Stille und Dramatik an den Roque Nublo erinnert, aber kaum je auf Touristen-Routen auftaucht.
Maspalomas – wo der Süden Gran Canarias am intensivsten ist

Maspalomas ist das Herzstück des touristischen Südens Gran Canarias – und gleichzeitig eines der außergewöhnlichsten Naturgebiete der Insel. Direkt neben Hotels und Promenaden erstrecken sich die Dunas de Maspalomas, ein rund vier Quadratkilometer großes Naturschutzgebiet, dessen Sanddünen sich durch Wind und Atlantikströmungen ständig verändern. Dahinter liegt die Charca de Maspalomas, eine bedeutende Brackwasserlagune für Zugvögel. An der Südküste erhebt sich mit dem Faro de Maspalomas der historische Leuchtturm, umgeben vom berühmten Palmenhain El Oasis.
Finca de Osorio – Lorbeer und Stille bei Teror

Nur rund zwei Kilometer vom historischen Ortszentrum von Teror entfernt liegt die Finca de Osorio – ein weitläufiges, geschütztes Landgut mit uralten Lorbeerbäumen, schattigen Wanderwegen, Picknickplätzen und einer historischen herrschaftlichen Villa. Der Lorbeerwald (Laurisilva) vermittelt einen Eindruck davon, wie große Teile Gran Canarias einst aussahen, bevor Landwirtschaft und Besiedlung die ursprüngliche Vegetation verdrängten. Der Zugang zum Natur- und Kulturareal ist grundsätzlich kostenlos, unterliegt jedoch zum Schutz der Natur den Vorgaben der Inselverwaltung.
Santa Brígida – Wein, Caldera und die feine Seite Gran Canarias

Santa Brígida liegt nur 15 Kilometer südlich von Las Palmas de Gran Canaria und ist doch eine andere Welt: gepflegte Villen, terrassierte Weingärten, historische Fincas und eine Atmosphäre, die eher an die Bergdörfer der spanischen Meseta erinnert als an die Küstenorte im Süden der Insel. Das Weinanbaugebiet Monte Lentiscal bildet das Herz der traditionsreichen DO Gran Canaria, die beeindruckende Caldera de Bandama prägt das Gemeindegebiet, und in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich mit dem Real Club de Golf de Las Palmas der älteste Golfclub Spaniens.
Vega de San Mateo – der schönste Markt der Insel

Vega de San Mateo liegt auf rund 880 Metern Höhe im Zentralmassiv Gran Canarias – und an diesem Samstag- und Sonntagmarkt schlägt das Herz der kanarischen Landwirtschaft. Frische Äpfel, Pfirsiche, Avocados und Gemüse direkt von den umliegenden Fincas, lokaler Käse, Honig, selbstgebackenes Brot, kanarische Wurstwaren – der Markt von San Mateo gilt als der authentischste und lebendigste der gesamten Insel. Wer das echte Gran Canaria erleben will, ohne weit fahren zu müssen: San Mateo ist nur 20 Kilometer von Las Palmas entfernt.
La Aldea – das Ende der Straße im Westen

San Nicolás de Tolentino, landläufig La Aldea genannt, ist der westlichste Ort Gran Canarias – und fühlt sich auch so an. Tomatenfelder, Palmenhaine, ein kleiner Hafen, und ringsum die Felswände der Westküste. La Aldea de San Nicolás liegt am abgelegenen Westen Gran Canarias. Lange galt der Ort als schwer erreichbar, heute verbindet eine moderne Tunnelstraße den Ort sicher mit Agaete. Dennoch hat sich La Aldea seinen ursprünglichen Charakter bewahrt – umgeben von Tomatenfeldern, Palmenhainen und den imposanten Steilküsten des Inselwestens.