Was kostet Gran Canaria? Ehrliche Zahlen für jeden Geldbeutel

Gran Canaria ist keine teure Insel. Im Vergleich zu den Malediven, Mallorca in der Hochsaison oder dem Tessin ist Gran Canaria moderat – vorausgesetzt, man vermeidet die offensichtlichen Budgetfallen: Hochsaisonflüge, Touristenrestaurants an den Strandpromenaden und die Hauptferienzeiten. Wer weiß, wann und wie er reist, kommt auf Gran Canaria entspannend günstig durch.

Der wichtigste Kostenfaktor für eine Reise nach Gran Canaria ist nicht die Insel selbst, sondern der gewählte Reisezeitpunkt.
Der wichtigste Kostenfaktor für eine Reise nach Gran Canaria ist nicht die Insel selbst, sondern der gewählte Reisezeitpunkt.

Der wichtigste Kostenfaktor ist nicht die Insel selbst, sondern der Reisezeitpunkt. Ein Doppelzimmer in Maspalomas kostet im Mai 45 Euro pro Nacht. Im August oder Dezember kostet dasselbe Zimmer 110 Euro. Der Flug von Frankfurt nach Las Palmas kostet im Mai 120 Euro (Direktflug, Eurowings). Im Dezember ist er für 350 Euro zu haben – wenn man Glück hat. Wer Geld sparen will, beginnt bei der Wahl des Reisemonats.

Kostenübersicht: Was kostet was auf Gran Canaria?

KostenkategorieBudget (Sparsam)Mittel (Standard)Komfort (Gehobenen)
Unterkunft (Hotel, Doppelzimmer)35–70 €/Nacht60–120 €/Nacht120–250+ €/Nacht
Unterkunft (Ferienwohnung, 2 Pers.)25–50 €/Nacht50–90 €/Nacht90–200+ €/Nacht
Frühstück (Café/Bäckerei)2–4 €5–8 €8–15 €
Mittagessen (Menú del Día)8–12 €12–18 €18–30+ €
Abendessen (Restaurant)10–20 €20–40 €40–100+ €
Busfahrt (Beispiel: Las Palmas → Maspalomas)ca. 5–6 €ca. 5–6 €ca. 5–6 €
Mietwagen (Kompaktwagen/Tag)25–40 €40–65 €65+ €
Bier/Wein im Lokal1,80–3 €3–4,50 €4,50–8 €
Supermarkt-Grundversorgung/Tag/Pers.5–8 €8–12 €12+ €

Alle Preise: Richtwerte für 2026. Vorsaison (Mai, Oktober): eher unteres Ende. Hochsaison (Juli/August, Dezember/Januar): eher oberes Ende. Touristenzentren Süden generell teurer als Las Palmas oder das Hochland.

Die günstigsten Reisemonate

Mai ist der günstigste Monat des Jahres auf Gran Canaria. Vorsaison, kein Feriendruck, warm genug für Strand und Wandern. Flüge günstig, Unterkünfte oft 30 bis 50 Prozent unter Hochsaisonniveau. September und Oktober sind ebenfalls gut: Wasser warm (23°C), Preise unter Sommer, weniger Gedränge.

Zu meiden für Budgetreisende: Dezember (teuerster Monat), Juli und August (Schulferienpreis), Ostern (Hochsaisonzuschlag), Karnevalswoche im Februar (Las Palmas und Maspalomas). Wer diese Zeiträume meidet und frühzeitig bucht, zahlt deutlich weniger für dieselbe Insel.

Orientierungsrahmen: Was kostet ein Urlaubstag auf Gran Canaria?

Budgetreisende (Ferienwohnung, Supermarkt-Frühstück, Menú del Día, Bus): 40–60 €/Tag pro Person

Mittleres Niveau (Hotel, Restaurants, gelegentlich Mietwagen): 80–130 €/Tag pro Person

Komfort (gehobenes Hotel, gute Restaurants, täglich Mietwagen): 150–250+ €/Tag pro Person

Flugkosten kommen zusätzlich hinzu: Je nach Saison und Buchungszeitpunkt liegen Direktflüge häufig zwischen 120 und 400 Euro pro Person und Strecke.

Spartipp: Mietübersicht und Buchungsstrategien

Früh buchen

Der Direktflug Las Palmas – Frankfurt kostet 3 bis 4 Monate im Voraus oft 40 bis 60 Prozent weniger als 4 Wochen vor Abflug. Das gleiche gilt für Unterkünfte. Wer das Reisedatum weiß, bucht sofort. Wer wartet, zahlt den Nachfragepreis.

Pauschalreise vs. Einzelbuchung

In der Hochsaison (Dezember bis März, Juli/August) ist die Pauschalreise (Flug + Hotel bei TUI, DER, ITS) oft günstiger als Einzelbuchungen, weil Veranstalter Kontingentpreise haben. In der Vorsaison (Mai, Oktober) ist Einzelbuchung (Lowcost-Flug + Airbnb/Booking) meist günstiger. Preisvergleich lohnt immer.

IGIC-Vorteil nutzen

Die Kanarischen Inseln haben 7 Prozent IGIC statt 21 Prozent Mehrwertsteuer. Das macht Elektronik, Parfüm, Alkohol und Tabak spürbar günstiger als in Deutschland. Wer gezielt einkauft, kann die Einsparungen beim nächsten Restaurantabend einsetzen.

Kartenzahlung ist fast überall möglich

Gran Canaria gehört zu den Regionen Spaniens mit einer sehr guten Akzeptanz von Kredit- und Debitkarten. Selbst kleine Beträge im Café, in Bäckereien oder Supermärkten lassen sich meist problemlos kontaktlos bezahlen. Etwas Bargeld ist dennoch sinnvoll – etwa für Wochenmärkte, einzelne kleinere Bars oder als Reserve bei Busfahrten.

Günstig essen auf Gran Canaria

Menú del Día

Das Menú del Día ist das beste Budget-Mittagessen Spaniens: Vorspeise, Hauptgericht, Dessert, Wasser oder Wein – für 10 bis 14 Euro in einem echten kanarischen Lokal. Touristenrestaurants an den Strandpromenaden bieten es auch an, aber teurer und von niedrigerer Qualität. Wer mittagessen geht: eine Straße vom Strand ins Dorf gehen und ein Lokal wählen, in dem mehr Einheimische als Touristen sitzen. Das Menü ist dort meist authentischer, günstiger und qualitativ besser. Einheimische Bars und Cafés sind oft deutlich günstiger als die Lokale direkt an den Strandpromenaden. Ein kleines Bier (Caña) kostet dort häufig weniger als 2,50 Euro, während in touristischen Lagen deutlich höhere Preise üblich sind.

Supermarkt statt Restaurant

Frühstück im Zimmer ist der einfachste Weg, Reisekosten zu senken. HiperDino und Spar haben frisches Obst, Joghurt, Brot, Aufschnitt und guten Kaffee für die Eigenzubereitung. Wer selbst frühstückt, spart täglich 5 bis 15 Euro pro Person gegenüber Hotelfrühstück oder Café.

Tapas statt Hauptgericht

In Las Palmas und den Dörfern gibt es Tapas-Bars, die kleine Gerichte für 2 bis 4 Euro pro Stück servieren. Drei oder vier Tapas zusammen sind ein vollständiges Abendessen für 10 bis 15 Euro pro Person – und oft abwechslungsreicher als ein Hauptgericht.

Günstig reisen auf der Insel

Der Global-Bus ist das Rückgrat des günstigen Reisens auf Gran Canaria. Die Fahrt von Las Palmas nach Maspalomas kostet je nach Linie und Tarif rund 5 bis 6 Euro. Vom Flughafen nach Maspalomas liegen die Fahrpreise bei etwa 4 Euro. Wer häufiger mit den blauen Global-Bussen unterwegs ist, kann mit den aufladbaren Fahrkarten oder der offiziellen Ticket-App zusätzlich sparen. Für viele Urlauber ist der Bus die günstigste Möglichkeit, die Insel zu erkunden. Für Touristen lohnt sich die Nutzung der aufladbaren Fahrkarten oder der offiziellen Ticket-App von Global. Dadurch sind Busfahrten günstiger als Einzelfahrscheine. Die stark vergünstigten oder zeitweise kostenlosen ÖPNV-Angebote für Residenten gelten dagegen nicht für Urlauber.

Mietwagen ist nützlich für Hochlandtouren (Tejeda, Tamadaba, Westküste). Aber nicht jeden Tag. Wer 14 Tage reist, mietet den Wagen für 3 bis 4 Tage gezielter Ausflüge und fährt sonst mit dem Bus. Das spart gegenüber 14 Tagen Mietwagen 150 bis 300 Euro. Ein weiterer Pluspunkt: Kraftstoff ist auf Gran Canaria durch die niedrigere Inselsteuer meist deutlich günstiger als in Deutschland oder der Schweiz. Dadurch bleiben auch längere Ausflüge ins Inselinnere oder entlang der Westküste vergleichsweise preiswert.

Kostenlose Attraktionen

Gran Canaria hat zahlreiche kostenlose Attraktionen: Der Jardín Canário (botanischer Garten, Eintritt frei), alle Strände (Liegen und Sonnenschirme mieten ist kostenpflichtig, Baden nicht), die historische Altstadt Vegueta in Las Palmas, der Mirador del Bandama (Aussichtspunkt über den Krater), die Promenade Las Canteras, alle Feldwege und Wanderpfade (Staatsbesitz, kostenlos zugänglich), Dorfkirchen und Plätze, der Parque Santa Catalina und der Karneval in Las Palmas (Straßen und öffentliche Bereiche).

Preiswerte Sehenswürdigkeiten

Nicht alle Attraktionen auf Gran Canaria sind kostenlos, viele kosten jedoch nur wenige Euro Eintritt. Das Casa de Colón in der Altstadt von Las Palmas zählt zu den beliebtesten Museen der Insel und ist bereits für wenige Euro zugänglich. Auch kleinere Museen, historische Gebäude oder archäologische Stätten bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind teilweise an bestimmten Tagen sogar kostenlos geöffnet.

Insider-Tipp: Oktober als Budget-Champion

Oktober ist der perfekte Monat für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf Gran Canaria: 26 Grad Luft, 23 Grad Wasser, Wandersaison beginnt – und Preise auf Nachsaisonniveau. Im Oktober zahlt man für Flüge und Hotels rund 20 bis 35 Prozent weniger als im August, bei gleichwertigen oder besseren Klima. Wer flexibel buchen kann: Oktober ist der Monat.

Häufige Fragen zu den Kosten auf Gran Canaria (FAQ)

Wie viel Taschengeld sollte man für Gran Canaria einplanen?

Als Orientierung reichen 40 bis 60 Euro pro Person und Tag für einen günstigen Urlaub mit Ferienwohnung, Bus und einfachen Restaurants. Wer komfortabler reisen möchte, sollte mit 80 bis 130 Euro täglich rechnen. Für gehobene Hotels und häufige Restaurantbesuche empfiehlt sich ein Budget ab 150 Euro pro Tag.

Ist Gran Canaria günstiger als Mallorca?

Ja, in vielen Bereichen ist Gran Canaria etwas günstiger als Mallorca – insbesondere außerhalb der Hochsaison. Unterkünfte, Mietwagen und Restaurantbesuche sind häufig preiswerter. Zudem sorgt die niedrigere kanarische Mehrwertsteuer (IGIC) dafür, dass viele Produkte wie Parfüm, Elektronik oder Kraftstoff günstiger sind als auf dem spanischen Festland.

Was kostet Essen auf Gran Canaria?

Wer in einheimischen Restaurants oder ein Menú del Día wählt, kommt bereits mit etwa 10 bis 15 Euro pro Person satt durch den Tag. Ein Abendessen im Restaurant kostet je nach Lage und Anspruch meist zwischen 20 und 40 Euro. Besonders günstig isst man in den Dörfern und abseits der touristischen Strandpromenaden.

Kann man auf Gran Canaria günstig Urlaub machen?

Ja. Gran Canaria gehört zu den günstigeren Ganzjahreszielen in Europa. Wer außerhalb der Ferien reist, früh bucht und Restaurants abseits der touristischen Promenaden nutzt, kann bereits mit 50 bis 70 Euro pro Person und Tag einen angenehmen Urlaub verbringen. Besonders im Mai sowie im Oktober bieten Flüge und Unterkünfte häufig das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was kostet eine Woche Urlaub auf Gran Canaria?

Eine Woche Urlaub auf Gran Canaria kostet je nach Reisestil etwa 500 bis 900 Euro pro Person ohne Flug bei einer budgetfreundlichen Reise. Wer in einem guten Hotel übernachtet, regelmäßig essen geht und gelegentlich einen Mietwagen nutzt, sollte mit 900 bis 1.500 Euro pro Person rechnen. In der Hochsaison können die Gesamtkosten deutlich höher ausfallen.

Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.

www.sunhikes.com