Vom Hochland bis zur Staumauer: Die S-60-Abstiegsstrecke Cruz Grande – Soria
Zwei Stauseen, ein markanter Felsbogen und 913 Höhenmeter Abstieg: Die Wanderung von der Degollada de la Cruz Grande nach Soria auf dem Wanderweg S-60 zählt zu den schönsten Abstiegsrouten Gran Canarias. Vom Hochland führt sie über aussichtsreiche Bergpässe durch den Grenzbereich zwischen dem Parque Rural del Nublo und dem Parque Natural de Pilancones. Unterwegs eröffnen sich immer wieder Blicke auf den Chira-Stausee, mächtige vulkanische Basaltdämme und den Risco del Agujero, bevor die Route an der imposanten Staumauer der Presa de Soria endet – dem größten Stausee der Kanarischen Inseln.

12,3 Kilometer, moderat. Die Route ist eine Strecke – sie endet in Soria, rund 730 Höhenmeter tiefer als der Start. Rücktransfer oder zweites Fahrzeug sind einzuplanen. In Soria wartet ein Restaurant.
Wanderung Cruz Grande – Soria auf einen Blick
| Streckenlänge | 12,3 km (Strecke – kein Rundweg) |
|---|---|
| Schwierigkeit | moderat – leicht zu folgen, trittsicher, gute Grundkondition |
| Gehzeit | ca. 3:45 bis 4:30 Stunden |
| Höhenmeter Aufstieg | 304 hm |
| Höhenmeter Abstieg | 913 hm |
| Höchster Punkt | 1.282 m (Startbereich Cruz Grande) |
| Niedrigster Punkt | 547 m (Soria) |
| Startpunkt | Degollada de la Cruz Grande, GC-60, San Bartolomé de Tirajana |
| Endpunkt | Soria (Einkehrmöglichkeit je nach Öffnungszeiten) |
| Wegmarkierung | S-60 |
| Routentyp | Strecke – Rücktransfer oder zweites Fahrzeug einplanen |
| Schutzstatus | Parque Natural de Pilancones |
| Beste Reisezeit | Oktober bis April – im Sommer früher Start wegen Hitze |
| Wasser | Ausreichend Proviant und Wasser mitbringen – mögliche Einkehr erst in Soria (Öffnungszeiten können variieren) |
| Besonderheit | Risco del Agujero + vulkanische Basaltdämme + Chira-Blicke + Staumauer Soria |

Anfahrt und Startpunkt
Startpunkt: Degollada de la Cruz Grande an der GC-60. Von Las Palmas über GC-21 und GC-60. Von Maspalomas über San Bartolomé und GC-60 bergauf. Parkplatz am Aussichtspunkt kostenlos.
Rücktransfer: Die Route endet in Soria. Zweites Fahrzeug dort parken oder Taxi vorbuchen. In Soria besteht je nach Öffnungszeiten eine Einkehrmöglichkeit. Trotzdem ausreichend Wasser und Proviant mitführen, da sich Wandernde nicht auf eine geöffnete Gastronomie verlassen sollten. Aktuelle Busverbindungen unter Guaguasglobal.com – Busverbindungen San Bartolomé / Soria
Die Wanderung in vier Abschnitten
Die Route folgt dem S-60 durchgehend – gut beschildert, leicht zu folgen. Nur die Kniee müssen den langen Abstieg tragen: 913 Höhenmeter bis Soria.
Abschnitt 1: Cruz Grande – Forsthaus – Degollada del Dinero
An der Degollada de la Cruz Grande beginnt der S-60 Richtung Chira. Nach 100 Metern: hinter dem Forsthaus ein Aussichtspunkt auf den Naturpark Pilancones – die Waldlandschaft tief unten, weitreichender Blick. Auf der leicht ansteigenden Asphaltstraße dem S-60 Ruta las Presas Richtung Chira und Degollada del Dinero folgen, dann auf Waldweg weiterführend.

Unterwegs sind alte vulkanische Dämme zu sehen. An der Degollada del Dinero – einer historischen Wegkreuzung – stehen Informationstafeln: Morro Santiago, Montaña Alsándara, El Paso de la Plata und El Puntón del Paso. Geradeaus auf dem S-60 bis zum Wegweiser, dann rechts bergab Richtung Chira

Abschnitt 2: Morro del Guirre und Bergpässe bis Chira
Die Schlucht Barranco de la Cueva de Millares unterhalb des Morro del Guirre (1.301 m) durchqueren. Von hier sieht man den Gipfel klar. Weiter über die Degollada de Cho Benito – Blick auf Cercados de Araña und den Chira-See.

Dann weiter zur Degollada de Pedro Abad mit Blick auf den Südosten der Insel und den Barranco de Ayagaures, über den Alto de Cho Eusebio bis zur Degollada del Sordo (1.130 m) mit Panoramablick auf Schlucht Barranco del Arco und die Montaña de Las Tórtolas (1.246 m). Dann auf dem S-60 bergab zur GC-604 und weiter zum Chira-Stausee.

Abschnitt 3: Chira-Stausee und Risco del Agujero
Am Chira-Stausee eröffnet sich ein weiter Blick über das Wasser und die umliegenden Kiefernhänge. Von hier folgt der S-60 weiter bergab in Richtung Soria. Unterwegs prägen mächtige vulkanische Basaltdämme das Landschaftsbild – dunkle Gesteinswände, die als erkaltete Magmagänge entstanden sind und heute markant aus den Berghängen hervortreten. Kurz darauf erreicht der Weg den Risco del Agujero, eine eindrucksvolle Felswand mit historischen Höhlen und natürlichen Durchbrüchen.

Immer wieder öffnen sich herrliche Ausblicke auf den türkisblauen Stausee Soria und den tief eingeschnittenen Barranquillo Andrés. Der lange Abstieg ist gut markiert, verlangt aber etwas Rücksicht auf die Knie und ein gleichmäßiges Tempo.

Abschnitt 4: Staumauer Soria und Ankunft im Dorf
Am Stausee Soria überquert man die imposante Staumauer – 42 Meter hoch, auf der einen Seite das türkisblaue Wasser, auf der anderen der Blick in die Schlucht von Arguineguín. Dann durch den charmanten Ort Soria mit seinen weißen Häusern und Orangengärten. Nach einigen hundert Metern auf die Asphaltstraße und zum Restaurant.

Der S-60: Kammweg zwischen zwei Naturparks
Der Wanderweg S-60 zählt zu den schönsten Höhenwegen Gran Canarias. Er verläuft im Grenzbereich zwischen dem geschützten Hochland des Parque Rural del Nublo und dem ausgedehnten Parque Natural de Pilancones. Offene Kammabschnitte, lichte Kiefernwälder und weite Ausblicke prägen diesen abwechslungsreichen Abschnitt, bevor der Weg hinunter in das Stauseengebiet von Soria führt.

Besonders markant sind die mächtigen vulkanischen Basaltdämme, die den Weg begleiten, sowie der Risco del Agujero mit seinen historischen Höhlen und natürlichen Durchbrüchen. Kurz vor dem Ziel öffnet sich der Blick auf die imposante Staumauer der Presa de Soria – mit über 32 Millionen Kubikmetern Fassungsvermögen der größte Stausee der Kanarischen Inseln.
Flora entlang des S-60
Der Kiefernwald des Parque Natural de Pilancones besteht aus Kanarischen Kiefern (Pinus canariensis) mit Unterwuchs aus Zistrosen (Cistus), Kanarischem Geißklee und Aeonium. Im Übergangsbereich zum Stausee-Tal wachsen Tabaibas und Wolfsmilchgewächse. In den Bachbetten entlang der Schluchten findet sich Schilf.

Beste Reisezeit
| Herbst (Okt–Nov) | Angenehme Temperaturen, klare Sicht – optimal |
|---|---|
| Winter (Dez–Feb) | Kühl, ruhig, gute Fernsicht – sehr gut |
| Frühling (Mär–Mai) | Zistrosenblüte, grüner Kiefernwald – schönste Jahreszeit |
| Sommer (Jun–Sep) | Heiß im Talbereich – früh starten; 913 hm Abstieg in der Hitze anstrengend |
Ausrüstung
| Schuhwerk | Feste Bergwanderschuhe – langer Abstieg, Knie belasten |
|---|---|
| Wasser und Proviant | Für 3:45–4:30 Stunden – nächste Einkehr erst in Soria |
| Sonnenschutz | Hut, Brille, Creme – offene Kammabschnitte und langer Abstieg |
| Wind-/Regenschutz | Leichte Jacke – Passhöhen können windig sein |
| Rücktransfer | Taxi oder zweites Fahrzeug in Soria – Route endet nicht am Start |
Kombinationsmöglichkeiten
| Pico de las Nieves → Cruz Grande | 7,9 km, moderat – als Vortour; zwei Touren in einem Tag |
|---|---|
| Cruz Grande → Chira | 8,6 km, moderat – kürzere Variante, endet am Chira-Stausee |
| Soria Chira-Rundwanderung | 13,3 km, moderat – von Soria rund um den Chira-See |
| Cruz Grande → Soria + Tunnel | 13,9 km, schwer – mit dem geheimnisvollen Chira-Tunnel |

GPS-Track und Routenplaner
Den vollständigen GPS-Track – inklusive Höhenprofil, Wegpunkte, GPX-Download – findet man auf der Routenseite bei Sunhikes:
Zur Routenseite auf Sunhikes: Wanderung vom Cruz Grande nach Soria auf Gran Canaria
Wer die Route individuell anpassen möchte, kann das im 3D-Routenplaner von Sunhikes tun:
Eigene Route planen – 3D-Routenplaner von Sunhikes
Praktische Tipps
Rücktransfer: Die Route endet in Soria. Taxi oder zweites Fahrzeug vorbuchen. Restaurant Casa Fernando in Soria – perfekt für die Einkehr nach dem langen Abstieg.
Knie schonen: 913 hm Abstieg auf 12,3 km – das fordert die Knie. Wer damit Probleme hat, Knieschoner mitnehmen und im Abstieg langsam Schritt machen.
Risco del Agujero: Kurz vor dem langen Abstieg nach Soria lohnt sich ein Blick auf die markante Felswand und die gewaltigen vulkanischen Basaltdämme. Zusammen mit dem Panorama über den Soria-Stausee gehören sie zu den landschaftlichen Höhepunkten der Tour.
Früher Start: Vor 8 Uhr aufbrechen, besonders im Sommer. Der Talbereich nahe Soria kann nachmittags sehr heiß werden.

Häufige Fragen zur Wanderung Cruz Grande – Soria
Was ist der Risco del Agujero?
Ist diese Route schwieriger als die kürzere Variante zum Chira-Stausee?
Gibt es unterwegs eine Einkehrmöglichkeit?
Wie anspruchsvoll ist der lange Abstieg nach Soria?
Lohnt sich die Wanderung auch ohne Rückweg nach Cruz Grande?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.
Weiterführende Informationen zu Gran Canaria und seinen Wanderwegen finden sich auf Sunhikes, dem Wanderportal mit detaillierten Beschreibungen aller Touren der Insel:


