Zwei Staumauern, zwei Stauseen: Die Chira-Runde von Soria
Wer in Soria beginnt und die Chira-Runde geht, erlebt zwei der eindrucksvollsten Stauseen Gran Canarias in einer Tour: Die Presa de Soria – der größte Stausee der Kanaren – und den Chira-See, den zweitgrößten. Dazwischen: die gewaltige Staumauer von Soria zum Begehen, der Bergrücken Lomo de la Palma mit seinen Panoramablicken, das ruhige Dorf Cercados de Araña mit Restaurant und schließlich die Staumauer des Chira-Sees auf dem Rückweg. 13,3 Kilometer, 596 Höhenmeter, moderat.

Die Route folgt den Wanderwegen S-60, GR 139, SL-2 und SLCC – gut markiert, leicht zu folgen. Nur der Aufstieg zum Lomo de la Palma ist etwas anstrengend. An beiden Enden der Tour – in Soria und in Cercados de Araña – gibt es Restaurants, was die Planung erleichtert.
Rundwanderung Soria – Chira auf einen Blick
| Streckenlänge | 13,3 km (Rundwanderung) |
|---|---|
| Schwierigkeit | moderat – leicht zu folgen, trittsicher, alpines Gelände |
| Gehzeit | ca. 4:30 bis 5:30 Stunden |
| Höhenmeter Aufstieg | 596 hm |
| Höhenmeter Abstieg | 596 hm |
| Höchster Punkt | 987 m (Lomo de la Palma) |
| Niedrigster Punkt | 547 m (Startpunkt Soria) |
| Startpunkt | Hauptstraße Soria, Parkplatz gegenüber Restaurant Casa Fernando, Mogán |
| Wegmarkierung | S-60, GR 139, SL-2, SLCC |
| Routentyp | Rundwanderung |
| Verpflegung | Restaurant am Startpunkt in Soria │ unterwegs keine verlässliche Einkehr – Proviant mitnehmen |
| Beste Reisezeit | Oktober bis April – ganzjährig möglich |
| Wasser | Ausreichend Wasser für Aufstieg zum Lomo de la Palma mitbringen |
| Besonderheit | Staumauer Soria + Lomo de la Palma + Chira-Umrundung + zwei Restaurantorte |

Anfahrt und Startpunkt
Ausgangspunkt ist die Hauptstraße von Soria. Parkmöglichkeiten direkt am Parkplatz gegenüber dem Restaurant Casa Fernando sowie entlang der Straße. Anfahrt vom Süden: GC-1, dann GC-505 nach Soria. Von Mogán: GC-200, dann GC-505. Von anderen Teilen der Insel über die GC-605 und GC-505. Aktuelle Busverbindungen unter Guaguasglobal.com – Busverbindungen Mogán / Soria
Die Wanderung in vier Abschnitten
Die Route ist gut markiert und leicht zu folgen. Nur beim Überqueren der Chira-Staumauer auf der Rückseite sind die Steinmännchen zu beachten – sie zeigen den Weg auf einen felsigen Abhang.
Abschnitt 1: Soria – Staumauer – Aufstieg Lomo de la Palma
Am Stausee Soria bietet sich ein faszinierender Anblick: die imposante Staumauer und auf der einen Seite das türkisblaue Wasser, auf der anderen der malerische Blick in die Schlucht von Arguineguín. Über eine Treppe gelangt man auf den Hauptweg des Stausees und passiert einen Parkplatz.

Hinter dem letzten Gebäude beginnt der Wanderweg zum Lomo de la Palma. Zunächst bergauf in die Schlucht Amácigo, dann steiler, in Serpentinen. An einigen Stellen sind Stufen in den Fels gehauen. Nach etwa einer Stunde erreicht man die Hochebene – und schon steht man auf dem 987 m hohen Bergrücken Lomo de la Palma mit herrlichen Ausblicken über das Stauseen-Tal.

Abschnitt 2: Lomo de la Palma zum Chira-See
Der Wanderweg schlängelt sich um den Bergrücken herum. Links geht ein Weg an einigen Häusern vorbei – wo sich beide Wege wieder treffen, auf dem Hauptweg bleiben. Nach etwa einem Kilometer, markiert durch Steinmännchen, den Hauptweg nach links verlassen. Diese Abzweigung führt näher an den Hang heran – und dann öffnet sich der erste Blick auf den Chira-See.

Der Weg führt leicht bergauf bis zur Kreuzung Cruz de los Caminos, wo man rechts abbiegt. Jetzt geht es parallel zum Chira-See bergab – mit schönen Ausblicken auf das türkisblaue Wasser.
Abschnitt 3: Cercados de Araña und Chira-Umrundung
Vorbei an Cercados de Araña – einem kleinen, ruhigen Ort mit Restaurant und Orangengärten. Man überquert eine Brücke, erreicht nach einigen hundert Metern eine Weggabelung und schließlich einen Platz an der Hauptstraße GC-604. Hier kann man im Restaurant einkehren und sich stärken.

Nach der Pause rechts weiter. Für etwa 2 Kilometer parallel zur Hauptstraße – mit schönen Ausblicken auf den Chira-See und zurück nach Cercados de Araña. Am Ende des Sees überquert man die Straße und die Staumauer des Chira-Sees. Auch hier: ein schöner Blick auf den See.
Abschnitt 4: Kanal und Rückweg nach Soria
Auf der anderen Seite der Chira-Staumauer führt ein Weg an Rohren und einem Wasserkanal entlang. Nach einer Weile erreicht man eine Mauer mit einem kleinen See – eine gute Stelle für eine Pause. Dann überquert man diese Staumauer. Auf der anderen Seite ist der Weg etwas schwieriger zu finden – die Steinmännchen weisen den Weg. Sie führen zu einem felsigen Abhang, den man erklimmt, um wieder auf die Piste von Lomo de la Palma nach Cercados de Araña zu gelangen.

Auf der Piste kann man nach links Richtung Lomo de la Palma abbiegen oder geradeaus weitergehen. In Lomo de la Palma angekommen, folgt man der Aufstiegsroute zurück nach Soria. Der Weg führt wieder an der großen Staumauer vorbei – ein letzter Blick auf den türkisblauen Stausee Soria, dann ist die Tour am Ausgangspunkt.

Die Stauseen Soria und Chira: Wasserspeicher im Herzen Gran Canarias
Die Presa de Soria ist der größte Stausee der Kanarischen Inseln. Das türkisblaue Wasser in der tiefen Schlucht, eingerahmt von senkrechten Basaltwänden, ist eines der schönsten Bilder Gran Canarias. Der Stausee wurde 1972 fertiggestellt und hat eine Kapazität von über 32 Millionen Kubikmetern.
Die Presa de Chira liegt auf rund 940 Metern Höhe und wurde 1951 fertiggestellt. Mit einer Speicherkapazität von etwa 5,6 Millionen Kubikmetern zählt sie zu den wichtigsten Wasserspeichern im Inselinneren. Zusammen mit der Presa de Soria bildet sie einen zentralen Bestandteil des historischen Wasserwirtschaftssystems Gran Canarias. Heute spielt sie zusätzlich eine wichtige Rolle im neuen Pumpspeicherkraftwerk, das die Nutzung erneuerbarer Energien auf der Insel unterstützt.
Das Dorf Cercados de Araña liegt oberhalb des Chira-Stausees. Der kleine Weiler ist von Terrassenfeldern und Obstgärten geprägt und vermittelt noch heute den Charakter der traditionellen Bergdörfer im Inselinneren.
Flora und Fauna: Kanarienkiefern, Dattelpalmen und Zistrosen
Die Route führt durch sehr unterschiedliche Vegetationszonen. Im Talbereich rund um Soria: Dattelpalmen, Orangenbäume und alte Terrassengärten. Am Aufstieg zum Lomo de la Palma: Tabaibas, Cardonales und vereinzelt Kanarische Kiefern. Auf der Hochebene: Cistus-Arten (Zistrosen) und Aeonium. Am Chira-Ufer: Kiefernwald direkt bis ans Wasser.

Über dem Stausee Soria kreisen Geier und Turmfalken. In den Felsklüften am Lomo de la Palma nisten Blaumerlen. Die Kanarische Eidechse (Gallotia stehlini) ist auf den Steinmauern und Felsen überall anzutreffen.
Beste Reisezeit
| Herbst (Okt–Nov) | Guter Wasserstand, angenehme Temperaturen – sehr empfehlenswert |
|---|---|
| Winter (Dez–Feb) | Kühl, Stauseen gut gefüllt, ruhig – sehr gut |
| Frühling (Mär–Mai) | Milde Temperaturen, grüne Landschaft – ideal |
| Sommer (Jun–Sep) | Heiß beim Aufstieg – früh starten und genug Wasser mitnehmen |
Ausrüstung
| Schuhwerk | Festes Schuhwerk – Serpentinen, Staumauern, felsige Abhänge |
|---|---|
| Wasser | Ausreichend für Aufstieg Lomo de la Palma – nächste Einkehrmöglichkeit erst in Cercados de Araña |
| Proviant | Für 4:30–5:30 Stunden – Stärkung in Cercados de Araña möglich |
| Sonnenschutz | Hut, Brille, Creme – Staumauern und Hochebene in der Sonne |
| Windschutz | Leichte Jacke – Lomo de la Palma und Staumauern können windig sein |
Verpflegung unterwegs
Am Ausgangspunkt der Wanderung in Soria befindet sich das Restaurant Casa Fernando – ideal für ein Frühstück vor der Tour oder eine Einkehr nach der Wanderung.Im Bereich von Cercados de Araña gab es in der Vergangenheit zeitweise kleine Lokale. Da Öffnungszeiten jedoch stark variieren und Betriebe zeitweise geschlossen sein können, sollte man nicht fest mit einer Einkehr rechnen. Deshalb empfiehlt es sich, ausreichend Wasser und einen kleinen Proviant für die gesamte Tour mitzunehmen.
Kombinationsmöglichkeiten
| Drei Stauseen Runde | 15,5 km, schwer – Chira, Soria und Las Niñas in einem Tag |
|---|---|
| Cascada Bonita Soria | 12,5 km, moderat – Barranco de Soria mit Wasserfall |
| Soria – La Punta Ausblick | 9,0 km, moderat – Gipfelfels mit 360°-Blick |
| Presa de Soria Besuch | Kurzbesuch per Auto – Staumauer und Stausee ohne Wanderung |

GPS-Track und Routenplaner
Den vollständigen GPS-Track – inklusive Höhenprofil, Wegpunkte, GPX-Download und Bewertungen anderer Wandernder – findet man auf der Routenseite bei Sunhikes:
Zur Routenseite auf Sunhikes: Wandern Gran Canaria – Von Soria rund um den Chira-See
Wer die Route individuell anpassen möchte, kann das im 3D-Routenplaner von Sunhikes tun:
Eigene Route planen – 3D-Routenplaner von Sunhikes
Praktische Tipps
Wasser für den Aufstieg: Der Aufstieg zum Lomo de la Palma ist der anstrengendste Abschnitt. Ausreichend Wasser mitbringen – die nächste Möglichkeit zur Einkehr ist erst in Cercados de Araña, mehr als die Hälfte der Tour entfernt.
Steinmännchen beachten: Nach der Überquerung der Chira-Staumauer die Steinmännchen genau beobachten – sie zeigen den Weg auf den felsigen Abhang.
Ausreichend Proviant mitnehmen: Auch wenn in Soria Restaurants vorhanden sind, sollte man für die Wanderung genügend Getränke und Verpflegung dabeihaben. Auf eine Einkehr in Cercados de Araña sollte man sich aufgrund wechselnder Öffnungszeiten nicht verlassen.
Früh starten: Für 4:30–5:30 Stunden Gehzeit vor 8 Uhr aufbrechen – besonders im Sommer.

Häufige Fragen zur Chira-Rundwanderung von Soria
Gibt es Restaurants auf der Strecke?
Warum heißt das Restaurant Casa Fernando bei Soria?
Kann man den Chira-See auch abkürzen?
Wie groß sind die Stauseen Soria und Chira?
Kann man unterwegs in Cercados de Araña einkehren?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Juli 2026.
Weiterführende Informationen zu Gran Canaria und seinen Wanderwegen finden sich auf Sunhikes, dem Wanderportal mit detaillierten Beschreibungen aller Touren der Insel:


