Schlagwort Tejeda

Tejeda – im Herz der Insel

Das Panorama über Tejeda reicht bis zum Roque Nublo.

Wer Gran Canaria wirklich verstehen will, muss nach Tejeda. Das Bergdorf auf über 1.050 Metern liegt im Herzen des Zentralmassivs, eingebettet in eine Landschaft aus Mandelhainen, Kiefernwäldern und Basaltfelsen, die in ihrer Drastik und Schönheit auf der Insel keine Parallele hat. Roque Nublo und Roque Bentayga stehen sichtbar über dem Dorf, der Pico de las Nieves (1.949 m) liegt auf Gemeindegebiet – Tejeda ist buchstäblich umgeben von den bedeutendsten Naturdenkmalern der Insel.

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Mirador Roque Palmés – der stille Riese

Blick auf das Dorf El Toscón an der Schlucht Barranco de Siberio

Zwischen Tejeda und dem Roque Bentayga liegt einer der am wenigsten besuchten und schönsten Aussichtspunkte Gran Canarias: der Mirador Roque Palmés – auch bekannt als Mirador El Toscón. Von hier blickt man auf die massive Felsformation des Roque Palmés, die sich zwischen dem Barranco de Siberio und dem Barranquillo de Toscón erhebt – ein Basaltriese, der in seiner Stille und Dramatik an den Roque Nublo erinnert, aber kaum je auf Touristen-Routen auftaucht.

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Bienmesabe und Mandel-Süßigkeiten aus Tejeda

Bienmesabe aus Tejeda – eine süße Mandelcreme, deren Name „schmeckt mir gut" schon verspricht, was dieser Ort mit Süßem verbindet.

Im Bergdorf Tejeda auf über 1.000 Metern riecht es Ende Januar nach Mandeln. Der Duft kommt nicht aus einer Bäckerei – er kommt von den Hängen selbst. Die Mandelbäume rund um das Dorf blühen, Weiß und Rosa, und wer an diesen Tagen hier ist, versteht, warum Tejeda das Zuckerdorf Gran Canarias genannt wird. Alles, was die Mandel produziert – die Bienmesabe, das Mazapán, die Polvorones, den Likör – kommt hier zu seiner besten Form.

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Restaurants in Tejeda und im Hochland Gran Canarias

Das Restaurant an der Cruz de Tejeda lädt zur Rast ein.

Wer vom Roque Nublo zurückkommt – nach drei Stunden auf dem Hochplateau, im Wind, mit dem Blick auf die gesamte Insel unter sich – hat Hunger auf etwas Echtes. Nicht auf Touristenpizza, nicht auf Schnitzel. Auf kanarische Bergküche: Puchero canario mit Kichererbsen und Gofio, Conejo en salmorejo aus eigener Aufzucht, Ziegenkäse direkt aus dem Hochland, Bienmesabe zum Abschluss. Das Zentralmassiv Gran Canarias hat wenige Restaurants – aber die guten sind sehr gut.

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Bienmesabe – die Mandelcreme, die alles besser macht

Goldbraun schimmert die Bienmesabe – eine süße Mandelcreme aus Tejeda.

In der Dulcería Nublo in Tejeda stehen die Gläser in den Regalen wie eine süße Bibliothek. Klein, groß, mit Schleife, ohne Schleife – alle gefüllt mit derselben goldbraunen Masse, die nach gerösteten Mandeln und Honig riecht. Die Verkäuferin erklärt nicht viel. Sie öffnet ein Glas, gibt einem ein Brot – und dann versteht man, warum man das als Mitbringsel kauft, und warum das Glas zu Hause selten bis zur zweiten Woche überlebt.

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Mazapán de Tejeda – wenn Marzipan kanarisch wird

Mazapán de Tejeda zählt zu den bekannten Süßspezialitäten des Berglands Gran Canarias.

Wer zum ersten Mal in eine Scheibe Mazapán de Tejeda beißt, erwartet etwas Deutsches und bekommt etwas Kanarisches. Die Textur ist gröber als Lübecker Marzipan, der Geschmack weniger süß, intensiver nach echter Mandel – und die Zitronenschale gibt dem Gebäck eine Frische, die das Festland-Marzipan nicht kennt. Die Stücke kommen warm aus dem Ofen, goldbraun an den Rändern, innen noch weich und duftend. Kalt werden sie fester und entwickeln eine leicht knusprige Außenschicht. Beide Zustände sind richtig.

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Polvorones de Almendra – das Gebäck, das im Mund zerfällt

Polvorones de Almendra aus Tejeda.

Es gibt Gebäck, das man erklärt – und Gebäck, das sich selbst erklärt. Bei den Polvorones de Almendra aus Tejeda übernimmt der erste Biss die Erklärung: Die äußere Schicht ist leicht fest, fast keksartig. Dann zerfällt alles. Die gesamte Struktur des Gebäcks löst sich in einem feinen Mandelstaub auf – buttrig, süßlich, mit einem intensiven Röstaroma. Der Name sagt es: polvo ist Staub. Das ist kein Fehler, das ist das Ziel.

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Licor de Almendra – der Mandellikör aus Tejeda

Licor de Almendra ist ein traditioneller Mandellikör aus Tejeda und zählt zu den bekannten Spezialitäten des Berglands Gran Canarias.

Nach dem Abendessen in einem Hochlandrestaurant, wenn der Puchero gegessen, der Wein geleert und das Bienmesabe auf dem Tisch steht, bringt der Wirt manchmal noch eine kleine Flasche. Licor de Almendra – Mandellikör aus Tejeda. Das Glas ist klein, der Likör goldbraun, der Duft intensiv nach Bittermandeln. Ein Schluck, und man versteht, warum kanarische Hochlandabende so enden.

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Mandelblüte in Tejeda – wenn der Winter blüht

Zur Mandelblüte verwandeln sich die Hänge der Caldera de Tejeda in Weiß und Rosa.

Ende Januar riecht es in Tejeda nach Mandeln. Nicht nach der süßen Bäckereivariante, sondern nach dem echten Ding: dem Duft frisch aufgebrochener Mandelblüten, der sich bei Windstille in den Tälern rund um das Zentralmassiv ausbreitet wie ein Versprechen. Die Hänge der Caldera de Tejeda – monatelang karg und ockerfarben – leuchten dann in Weiß und Rosa, und der Roque Nublo steht dahinter wie ein Kulissenstein, den niemand glaubwürdiger hätte erfinden können.

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Roque Nublo – der Wolkenfels und seine Geschichten

Roque Nublo und Rana erheben sich oberhalb des Risco La Fogalera.

Es gibt auf Gran Canaria Orte, die man erklären kann, und Orte, die man erlebt haben muss. Der Roque Nublo gehört zur zweiten Kategorie. Man steht davor, der Fels ragt gut 80 Meter senkrecht über einem auf, der Wind pfeift, manchmal hüllen Wolken die Spitze ein – und man begreift auf einmal, warum dieses Stück Basalt Millionen von Jahren überlebt hat, warum die Guanchen hier ihre Opfer darbrachten, warum der kanarische Dichter Néstor Álamo es einen „lyrischen Mondfels" nannte und warum drei deutsche Ingenieure 1932 ihre Freizeit damit verbrachten, auf diesen Felsen zu klettern, anstatt am Strand zu liegen.

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Heiliger Berg und Weltkulturerbe: Der Roque Bentayga auf Gran Canaria

Roque Bentayga – der heilige Berg der Ureinwohner Gran Canarias.

Mitten im Hochland Gran Canarias ragt ein Felsmonolith aus dem Bergkessel der Caldera de Tejeda: der Roque Bentayga, ~1.414 Meter hoch, von allen Seiten sichtbar und seit Jahrhunderten aufgeladen mit Geschichte, Mythos und spiritueller Bedeutung. Für die Canarios – die Ureinwohner der Insel – war er der heiligste Ort Gran Canarias. Am Gipfel liegt der Almogarén, ein Versammlungs- und Kultplatz, der seinesgleichen auf der Insel sucht.

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Pico de las Nieves – der Dachfirst Gran Canarias

Morro de la Agujereada (1.956 m), höchster Punkt Gran Canarias, gefolgt vom Pico de las Nieves.

Mit 1.949 Metern ist der Pico de las Nieves der höchste Punkt Gran Canarias. Nicht der bekannteste – das ist der Roque Nublo mit seiner ikonischen Silhouette – aber der höchste. Der Gipfel liegt auf dem Gemeindegebiet von Tejeda und San Bartolomé de Tirajana, gehört zum Parque Rural del Nublo und bietet an klaren Tagen ein Panorama, das seinesgleichen sucht: Roque Nublo, Roque Bentayga, der Campanario, die Riscos de Tirajana und – bei optimaler Sicht – der Teide auf Teneriffa und die Nachbarinseln.

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Natürliche Sonnenuhr und Stauseen-Panorama: Mirador Roque Palmés und El Toscón

Roque Palmés am Mirador El Toscón

Im südlichen Hochland Gran Canarias, zwischen der Ruta de las Presas und dem Dorf El Toscón, liegen zwei Aussichtspunkte, die zu den lohnendsten und gleichzeitig am wenigsten bekannten der Insel gehören: der Mirador Roque Palmés und der Mirador El Toscón. Von hier aus öffnet sich ein Panorama, das die gesamte südliche Stauseenlandschaft überspannt – von der Presa de Soria bis zur Küste, und bei klarem Wetter bis zum Teide auf Teneriffa.

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