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Karneval auf Gran Canaria – Las Palmas tanzt

Der Karneval in Las Palmas de Gran Canaria – mit über 200.000 Menschen beim Gran Coso einer der größten Europas.

Es ist der Moment, in dem Las Palmas aufhört, eine Stadt zu sein, und zu einem Fest wird. Sechs Wochen lang, von Ende Januar bis Anfang März, verwandelt sich die Hauptstadt Gran Canarias in eine Bühne ohne Grenzen: Glitzerkostüme auf den Promenaden, Murga-Musik aus jedem Hauseingang, Drag Queens mit meterlangen Kreationen auf der Bühne des Parque Santa Catalina. Der Karneval in Las Palmas ist nach dem in Santa Cruz de Tenerife der bekannteste der Kanarischen Inseln – und für viele der authentischere, volksnähere, ungezähmt fröhlichere.

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Charco Azul – die blaue Stille am Ende der Schlucht

Quellwasser aus den Bergen von Tirma: Charco Azul.

Am Ende eines engen Bachbetts, tief in der Risco-Schlucht des Nordwestens, liegt ein Becken, das Gran Canaria nicht preisgibt, ohne ein bisschen Mühe zu fordern: der Charco Azul. Das Wasser kommt von einem Wasserfall, der Weg dorthin führt durch eine Schlucht voller roter Felsformationen, Findlinge und Vegetation, die man dieser kargen Küstenregion nicht zutraut. Die Wanderung dauert keine zwei Stunden hin und zurück – aber sie ist dicht.

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Montaña de Tauro – Gipfel und Schlucht in einem

Die Hochebene des Montaña Tauro – eine karge Landschaft im Südwesten Gran Canarias.

Die Tauro-Region im Südwesten Gran Canarias ist eine der faszinierendsten und gleichzeitig am wenigsten begangenen der Insel. Der Montaña de Tauro – ein imposanter Basaltkegel südwestlich der Autobahn – bietet von seinem Gipfel eine der unverstelltesten Aussichten auf die Westküste. Der Barranco de Tauro dahinter ist eine der tiefsten und dramatischsten Schluchten des Südens.

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Pico de las Nieves – am Dachfirst der Insel

Morro de la Agujereada (1.956 m), höchster Punkt Gran Canarias, gefolgt vom Pico de las Nieves.

1.949 Meter. Das ist die Höhe des Pico de las Nieves – des bekanntesten Gipfels im Herzen Gran Canarias. Lange galt er als höchster Punkt der Insel, heute weiß man, dass der unmittelbar benachbarte Morro de la Agujereada mit 1.956 Metern geodätisch noch etwas höher liegt. Die Wanderung führt durch das Herzstück des Zentralmassivs: vorbei am Campanario, durch die Degollada de los Gatos, am Ventana del Nublo entlang und über den PR GC-51 bis nach Cruz Grande – eine der schönsten und einsamsten Hochgebirgstouren Gran Canarias.

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Montaña Tauro – der schwere Weg über den Canal

Schroffe Felsklippen prägen das Monumento Natural de Tauro

Wer den Montaña de Tauro von seiner hartnäckigsten Seite kennenlernen will, wählt die Route über den Canal de las Niñas. 11,4 Kilometer, 1.043 Höhenmeter – das ist keine Wanderung, das ist eine Auseinandersetzung mit dem Gelände. Die Route verbindet den Gipfel des Tauro mit dem Stauseengebiet von Majada Alta und gehört zu den konditionell anspruchsvollsten im Süden der Insel.

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Mandelblüte in Tejeda – wenn der Winter blüht

Zur Mandelblüte verwandeln sich die Hänge der Caldera de Tejeda in Weiß und Rosa.

Ende Januar riecht es in Tejeda nach Mandeln. Nicht nach der süßen Bäckereivariante, sondern nach dem echten Ding: dem Duft frisch aufgebrochener Mandelblüten, der sich bei Windstille in den Tälern rund um das Zentralmassiv ausbreitet wie ein Versprechen. Die Hänge der Caldera de Tejeda – monatelang karg und ockerfarben – leuchten dann in Weiß und Rosa, und der Roque Nublo steht dahinter wie ein Kulissenstein, den niemand glaubwürdiger hätte erfinden können.

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Silvester auf Gran Canaria – das neue Jahr unter Palmen

Die Playa de Las Canteras in Las Palmas an Silvester – drei Kilometer Promenade, Livemusik und Feuerwerk über dem Atlantik.

Wer an Silvester in Gran Canaria ist, steht kurz nach Mitternacht am Strand, 20 Grad, das Feuerwerk über dem Atlantik noch in den Augen, und fragt sich, wie man früher glauben konnte, dass Silvester Wintermantel, Glühwein und Schneegestöber bedeuten muss. Das neue Jahr auf Gran Canaria ist keine Alternative zum Silvester zuhause – es ist eine grundlegend andere Idee davon, was Jahreswechsel sein kann.

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Roque Nublo – der Wolkenfels und seine Geschichten

Roque Nublo und Rana erheben sich oberhalb des Risco La Fogalera.

Es gibt auf Gran Canaria Orte, die man erklären kann, und Orte, die man erlebt haben muss. Der Roque Nublo gehört zur zweiten Kategorie. Man steht davor, der Fels ragt gut 80 Meter senkrecht über einem auf, der Wind pfeift, manchmal hüllen Wolken die Spitze ein – und man begreift auf einmal, warum dieses Stück Basalt Millionen von Jahren überlebt hat, warum die Guanchen hier ihre Opfer darbrachten, warum der kanarische Dichter Néstor Álamo es einen „lyrischen Mondfels" nannte und warum drei deutsche Ingenieure 1932 ihre Freizeit damit verbrachten, auf diesen Felsen zu klettern, anstatt am Strand zu liegen.

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Tamadaba – wo Gran Canaria am wildesten ist

Ein ausgedehnter Wald aus kanarischen Kiefern bedeckt weite Teile des Naturparks Tamadaba.

Es gibt einen Moment auf dem Weg zum Roque Faneque, kurz nach dem Rastplatz Llanos de la Mimbre, wenn der Kiefernwald endet und das Gelände unvermittelt abbricht: Senkrecht. 1.008 Meter senkrecht, direkt in den Atlantik. Die Klippen des Roque Faneque sind – nach aktuellen Untersuchungen – eine der höchsten aktiven Steilklippen der Welt, gemessen als direkt in den Ozean abfallende Felswand. Es gibt auf Gran Canaria viele beeindruckende Aussichtspunkte. Diesen vergisst man nicht.

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15 Fotospots auf Gran Canaria – wo die Insel am schönsten ist

Roque Nublo und Rana auf dem Gipfelplateau am Monumento Natural de Roque Nublo.

Gran Canaria ist ein Kontinent im Kleinen – das gilt ganz besonders für Fotografen. In einem Radius von 30 Kilometern liegen senkrechte Steilklippen über dem Atlantik, flammendrote Vulkankrater, Dünenmeere wie in der Sahara, mittelalterlich wirkende Kolonialstraßen und das bekannteste Naturdenkmal der Kanarischen Inseln. Die Herausforderung ist nicht, schöne Motive zu finden. Die Herausforderung ist, die richtigen 15 auszuwählen.

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Gran Canaria Pride – Sonne, Freiheit und die beste Pride-Woche Europas

Die Wagenparade beim Maspalomas Pride by Freedom – die Parade am Samstag ist der Höhepunkt der Pride-Woche.

Gran Canaria ist kein LGBTQ+-freundliches Reiseziel. Das ist zu schwach ausgedrückt. Gran Canaria ist seit Jahrzehnten eine der wichtigsten queeren Destinationen Europas – und Maspalomas im Süden der Insel das Herzstück dieser Identität. Das Yumbo-Zentrum in Playa del Inglés ist eine eigene Welt; die Pride-Woche im Mai verwandelt den Süden in ein internationales Festival; der Karneval in Las Palmas mit seiner legendären Drag-Gala ist kulturell auf einem Niveau, das weit über Gran Canaria hinaus bekannt ist.

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Pilancones – der vergessene Süden Gran Canarias

Eine schlanke Basaltspitze ragt aus dem Kiefernwald des Parque Natural de Pilancones.

Zwischen dem touristischen Süden der Insel – Maspalomas, Playa del Inglés, Puerto Rico – und dem Zentralmassiv liegt eine Zone, die auf keiner Standardroute auftaucht und gerade deshalb zu den ehrlichsten Naturerlebnissen Gran Canarias gehört: der Parque Rural de Pilancones. Keine Restaurants mit Parkplatz-Aussicht, keine Shuttlebusse, kein geregelter Besucherstrom – nur tiefe Schluchten, Kiefernwald auf über 1.500 Metern, drei große Stauseen und ein Wassertunnel, durch den Wanderer bei trockenem Wetter hindurchgehen können. Kein anderes Gebiet Gran Canarias fühlt sich so vollständig unerschlossen an.

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Artenara – der Fels ist das Zuhause

Die Dorfstraße in Artenara mit Blick auf die Iglesia de San Matías – Wahrzeichen des höchstgelegenen Dorfes Gran Canarias.

Es gibt einen Moment auf der Auffahrt nach Artenara, wenn die Serpentinen steiler werden und das Dorf plötzlich aus dem Hang taucht: weiße Häuser, enge Gassen – und Fenster in nacktem Fels. Türen, die direkt in den Basalt führen. Blumenkästen vor Öffnungen, die keine Fenster sind, sondern Eingänge zu Höhlenwohnungen, die seit Jahrhunderten bewohnt werden. Artenara macht keinen großen Aufwand, um sich zu erklären. Wer genau hinschaut, versteht es sofort.

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Geschichte Gran Canarias – der lange Weg zur Gegenwart

Die Iglesia de Santiago de los Caballeros liegt in der Altstadt von Gáldar.

Die Geschichte Gran Canarias beginnt nicht mit Juan Rejón, der 1478 an der Mündung des Guiniguada landet und Las Palmas gründet. Und sie beginnt nicht mit Kolumbus, der 1492 auf dem Weg nach Amerika hier Station macht. Sie beginnt viel früher – mit Menschen, die wahrscheinlich aus dem Norden Afrikas kamen, irgendwann um die Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus, und auf einer Vulkaninsel mitten im Atlantik das Modell einer Gesellschaft entwickelten, das ohne Schrift, ohne Metallverarbeitung, ohne Kontakt zur übrigen Welt über Jahrhunderte funktionierte.

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Gran Canaria Roadtrip – sieben Tage, eine Insel, alles

Der Roque Nublo ist der ikonische Höhepunkt jedes Gran-Canaria-Roadtrips – Tag 3 oder 4 sollte ihm gehören.

Gran Canaria ist kompakt genug, um in einer Woche vollständig erkundet zu werden – und vielfältig genug, dass eine Woche kaum reicht. Auf einer Fläche von 1.560 Quadratkilometern existieren Dünenmeere, senkrechte Steilklippen, Kiefernwälder auf 1.400 Metern, mittelalterliche Kolonialarchitektur und bewohnte Höhlendörfer. Der Kontinent im Kleinen – das ist kein Marketingversprechen, das ist Geographie.

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Gran Canaria mit Kindern – die Insel macht Familien glücklich

Gran Canaria mit Kindern erleben – das Poema del Mar öffnet eine Welt unter Wasser, die Groß und Klein gleichermaßen begeistert.

Gran Canaria ist keine Kinderinsel. Gran Canaria ist eine Insel, auf der Kinder genauso viel Spaß haben wie Erwachsene – und das mit einem anderen Programm. Während die Eltern die Fotospots abhaken und den Mirador de Unamuno bewundern, wollen die Kinder wissen, ob man im Aqualand wirklich zwölf Stunden bleiben kann. Die Antwort ist ja. Und während die Kinder am Abend erschöpft einschlafen, fragen sich die Eltern, warum Gran Canaria nicht schon früher auf ihrer Liste stand.

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Semana Santa auf Gran Canaria – wenn Vegueta sich verwandelt

Prozession durch Vegueta in Las Palmas während der Semana Santa – das Osterfest verwandelt das Kolonialviertel in einen lebendigen Kultraum.

Es gibt eine Woche im Jahr, in der Las Palmas de Gran Canaria den Lärm abstellt. Keine Diskos, kein Karneval, keine Touristenmassen in Badekleidung. Die Semana Santa – die Heilige Woche vor Ostern – ist das ernsthafteste und in mancher Hinsicht beeindruckendste Fest des kanarischen Jahres. In den Gassen von Vegueta ziehen Cofradías – Bruderschaften in langen Roben und spitzen Kapuzen – mit kostbaren Heiligenskulpturen durch das Kolonialviertel, begleitet von Trommeln, Trompeten und dem Duft von Weihrauch. Wer es nicht kennt, hält kurz die Luft an.

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Gran Canaria – der Kontinent im Kleinen

Gran Canaria ist vulkanischen Ursprungs – das gesamte Zentralmassiv ist ein erodierter Vulkankomplex.

Auf 1.560 Quadratkilometern, einem Durchmesser von 50 Kilometern und mit 236 Kilometern Küstenlinie packt Gran Canaria mehr verschiedene Landschaften, Klimazonen und Ökosysteme als die meisten Länder Europas auf einer Fläche von zehnfacher Größe. Dünenmeere wie in der Sahara und feuchte Lorbeerwälder. Senkrechte Steilklippen über dem Atlantik und palmengesäumte Oasentäler. Megastädte und Höhlendörfer. Eine Metropole mit 382.000 Einwohnern und ein Bergnest mit wenigen Dutzend Familien – alles im Radius von 30 Kilometern.

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Flora und Fauna auf Gran Canaria – die Galapagos der Pflanzenwelt

Die Rotbraune Leuchterblume (Ceropegia fusca) ist ein Kanaren-Endemit und zählt zu den charakteristischen Pflanzenarten Gran Canarias.

Wissenschaftler haben einen Vergleich gezogen, der zunächst übertrieben klingt: Gran Canaria sei für die Studie der Flora das, was die Galapagosinseln für die Studie der Fauna sind. Er ist nicht übertrieben. Über 100 Pflanzenarten kommen ausschließlich auf Gran Canaria vor – nirgendwo sonst auf der Welt. Diese Konzentration von Endemiten auf einer Fläche von 1.560 Quadratkilometern ist weltweit einmalig.

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Große Söhne und Töchter Gran Canarias

Die Statue von Pérez Galdós in Las Palmas de Gran Canaria ehrt den bekanntesten Schriftsteller der Kanarischen Inseln.

Inseln bringen manchmal Menschen hervor, die größer werden als ihr Herkunftsort. Gran Canaria hat eine erstaunlich lange Liste von Persönlichkeiten, die weit über die Insel hinaus bekannt wurden: den bedeutendsten Romanautor des spanischsprachigen 19. Jahrhunderts, einen der größten Tenöre des 20. Jahrhunderts, einen Oscar-Gewinner, einen der wichtigsten Bildhauer der Kanarischen Inseln und einen Diplomaten, der Gran Canaria ans europäische Bahnnetz bringen wollte. Dieser Artikel stellt die bekanntesten vor.

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